Arrows´ kleiner Amateur-Astroblog 2013
Dann will ich die neue Runde für dieses Jahr mal einleuten!
Nach schier endlosen Wochen und Monaten herrschte diesen Abend endlich mal wieder klarer Himmel, nachdem bereits der ganze Tag völlig wolkenfrei gewesen war. Die Temperaturen sanken dann auch rasch unter den Gefrierpunkt, weshalb ich gleich den Jupiter anpeilte. Wie ich bereits schrieb, sind die besten Zeiten für den Großen leider schon vorbei, aber ein Abschiedsfoto musste ich einfach noch machen. Die Ausbeute war diese Saison eh schon sehr gering. Der Planet meinte es jedenfalls gut mit mir und zeigte glücklicherweise seinen Großen Roten Fleck. Die Sichtbedingungen waren dafür eher durchschnittlich. Jupiter hat darüber hinaus wieder ordentlich an Größe eingebüßt, und schon um 18:00 Uhr hatte er seinen höchsten Punkt über Horizont erreicht. Da das Teleskop seine Zeit zum Auskühlen brauchte, konnte ich den Planeten erst um 20:20 Uhr das erste Mal anpeilen. Keineswegs zu spät, muss ich sagen, denn der GRF war im Livebild schon mehr als deutlich sichtbar:
Der Mond geht leider erst nach Mitternacht auf und muss diesmal ausfallen. Aber der läuft mir nicht davon. Ich hoffe, die Aufnahme gefällt - bald kommt (hoffentlich) mehr! 😊
PS Hier noch ein weiterer Jupiter, etwa anderthalb Stunden nach dem obigen aufgenommen:
Aber trotz allem sind das schöne Bilder. 😊 (Irgendwie hätte ich jetzt Lust, die DS9-Folge "Das Wagnis/Starship Down" nachzuspielen 😉 )
Danke! Freut mich, dass es trotz allem gefällt. Den Hinweis auf die DS9-Episode verstehe ich aber gerade nicht so ganz. Muss ich wohl bei der letzten Tele 5-Ausstrahlung verpasst haben... 😊
Diese DS9-Folge spielt in einem Gasriesen wie dem Jupiter. 😊
Dann drücke mir heute Abend am besten die Daumen. Das Wetter soll wieder umschlagen die Tage...
Endlich ist der Winter verflogen und auch die Sterne funkeln wieder öfter am Nachthimmel. Nachdem ich die Jupitersaison unter einer dichten Wolkenglocke praktisch komplett verpasst habe, soll mir der Saturn aber nicht entgehen. Morgen holt die Erde den Rinplaneten auf ihrer Bahn ein und steht dann genau zwischen ihm und der Sonne: Opposition. Theoretisch ist der Saturn dann den ganzen Nachthimmel über sichtbar und hat entsprechend seine höchste Helligkeit bzw. scheinbare Größe. Im Vergleich zum strahlend hellen Jupiter ist der Saturn allerdings auch zu seiner Oppositionszeit eher eine Funzel. Da trifft es sich gut, dass ich kürzlich eine neue, empfindlichere Planetenkamera angeschafft habe, um mir den Ringträger auf die SSD zu holen.
Gestern Nacht war es endlich soweit. Bei gleißendem Vollmond - Taschenlampe war nicht nötig - richtete ich das Teleskop auf den Planeten, der leider nicht mehr so hoch über den Horizont klettert wie noch im letzten Jahr. Bescheidene 28° Höhe sind in Süddeutschland noch drin, was insofern etwas schade ist, als dass der Planet mit jedem Jahr eine größere Ringöffnung zeigt. Im Jahr 2010 blickte man fast noch auf einen beidseitigen Strich, während es jetzt bereits wieder 18° sind. Niedriger Stand über Horizont und eine leichte Brise am Boden sind der Bildschärfe natürlich abträglich, aber unter 5600 Einzelbildern fanden sich zum Glück genügend brauchbare zum Überlagern:
5" Mak, f/20 mit ASI 120MC, 40msIch muss sagen, dass ich von der neuen Kamera begeistert bin. Die Belichtungszeiten lassen sich locker halbieren, was die Aufnahmerate steigert. Noch bin ich allerdings dabei, mich in die Funktionen erst mal einzuarbeiten. Auf den Vollmond habe ich auch noch gehalten. Die Aufnahmen muss ich allerdings erst noch verarbeiten - dann reiche ich sie nach.
Von den Mondaufnahmen der letzten Session ist leider nur eine halbwegs vorzeigbar, und selbst dort macht die niedrige Stellung des Mondes der Schärfe leider einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Motiv war das Mare Crisium mit dem markanten Strahlenkrater Proclus:
Wow, Dein Teleskop hat ja ne gehörige Vergrösserung. :eek2: Gelungenes Bild!
Das liegt u.a. an den kleineren Pixeln des Kamerasensors. Die Abbildungsgröße ist trotz der geringeren Brennweite, die ich jetzt nutze, beim Saturn ziemlich groß. Kürzere Brennweite erlaubt ja auch eine kürzere Belichtungszeit, und die kommt mir beim recht dunklen Saturn gerade recht. Ich bin schon gespannt, was bei wirklich hellen Planeten wie Jupiter, Mars und Venus drin sein wird! Bei Belichtungszeiten unter 10ms sind z.B. 100 FPS und mehr drin. Damit lässt sich die übliche Luftunruhe praktisch "einfrieren" und man hat schnell genug Videomaterial zusammen. Gerade beim Jupiter darf man es mit der Aufnahmedauer nämlich nicht übertreiben, da die schnelle Rotation sonst regelrecht Bewegungsunschärfe ins Bild bringt. Naja, darauf muss ich noch eine Weile warten. Jetzt ist erst mal Saturn-Zeit. 😊
Muss ganz ehrlich zugeben, dass ich Null! Ahnung von Teleskopen geschweige denn von Fotografien damit habe... :rolleyes: Aber deine Fotos sind immer wieder beeindruckend! :yes:
Danke für die netten Rückmeldungen! Ist zwar blöd, dass ich dieses Jahr so gut wie nichts vom Jupiter zeigen konnte, der sicher etwas spannender ist, aber gegen Wolken gibt´s (noch) leider kein Mittel. Werde aber versuchen, das mit dem Ringträger und dem Mond wieder wettzumachen.
Sag mal lieber Arrow, wie stehen eigentlich die Chancen, eine Aufnahme von der ISS zu kommen? Ja, ich weiß: schnell, schneller, ISS. Schon mal probiert?
Habe ich bisher noch nicht probiert, ist aber grundsätzlich möglich, wenn man sich rechtzeitig informiert und alles vorbereitet. Ich stelle es mir nur sehr schwierig vor, dem Objekt dann per parallaktischer Montierung zu folgen. Mehr als ein paar Sekunden dürften wohl nur schwer machtbar sein.
Stelle ich mir auch schwer vor. Bei so einem Objekt bräuchte man ja sowas wie ein Tracking-Equipment das automatisch dem fixierten Objekt folgen kann und sowas gibts bestimmt nicht für kleines Geld.
Apropos Mond: Klingt komisch, aber den Mond finde ich persönlich als Beobachtungsobjekt interessanter als Jupiter oder Saturn. Vielleicht weil der Mond "direkt vor unserer Haustür" ist und nicht unerreichbar weit weg. Und weil man mit gutem Equipment viel mehr Details ausmachen kann als bei den weiter entfernten Objekten. Ausserdem bin ich einfach bekennender Mondbasis-Alpha-1-Fan. 😁
Richtig, der Mond erlaubt das Abbilden feinster Oberflächenstrukturen und Details, und auch visuell ist er immer wieder ein Vergnügen. Übrigens, schon in einem einfachen Feldstecher kann man am Mond eine ganze Menge beobachten. Probier´s mal aus! 😊
Hier mal ein paar Mondimpressionen vom 18.05., die zwischen 22:00 und 0:00 Uhr entstanden sind. Weiterhin bleibt das Wetter leider extrem wechselhaft. Wenn es nicht gerade wie im April im Wechsel regnet und sonnig ist, ist die Nachtluft (falls klar) meist extrem unruhig. Zwar kann man mit einer hohen Übertragungsrate der Kamera noch halbwegs etwas herausholen, aber trotzdem bleiben die Ergebnisse leider unter dem Niveau, das ansonsten möglich ist. Edit: alle Aufnahmen mit 127mm/1500mm Mak.-Cass.-Teleskop, ASI 120MC bei f/23 Klicken zum Vergrößern. 😊
Wie man erkennen kann, nimmt die Schärfe der Bilder in der obigen Reihenfolge stückweise ab, was auf das sich verschlechternde Seeing sowie den sinkenden Mond zurückzuführen ist. Viele weitere Aufnahmen musste ich ganz wegwerfen, da kein vernünftiges Bild mehr herauszuholen war. Vielleicht habe ich das nächste Mal mehr Glück!
Immer wieder faszinierend solche Bilder von unserem Erdtrabanten zu sehen. Gerade durch seine Nähe haben auch Privatleute die Chance klasse Bilder machen zu können die viele Details zeigen. Das ist auch mit ein Grund warum für mich der Mond meine persönliche Nummer eins am nächtlichen Himmel ist. 😉
Von wegen Schärfe, ich finde die Bilder gut gelungen! Okay, Du machst das schon länger und hast andere Ansprüche. Erstaunlich finde ich auch das Dein Teleskop solche Bilder liefern kann. Auf den Fotos sieht das recht "klein" aus, aber wir hatten es ja erst kürzlich von der Astro Technik die ordentliche Weiterentwicklungen hinter sich hat und somit auf kompaktem Raum super Ergebnisse liefern kann.
Bei solchen Bildern wird auch immer wieder der Philosoph in mir geweckt. 😉 Auf der einen Seite sind wir Menschen auf unserem kleinen Planeten nach astronomischem Masstab nicht mal ein Staubkorn. Aber in Bezug auf den von uns mit verschiedensten Teleskopen erreichbaren Raum doch wieder etwas besonderes, da wir nach wie vor in unserer "Reichweite" nirgends woanders Leben ausgemacht haben. Und unsere Reichweite in den Raum nimmt immer weiter zu.
Luke schrieb:Immer wieder faszinierend solche Bilder von unserem Erdtrabanten zu sehen. Gerade durch seine Nähe haben auch Privatleute die Chance klasse Bilder machen zu können die viele Details zeigen. Das ist auch mit ein Grund warum für mich der Mond meine persönliche Nummer eins am nächtlichen Himmel ist. 😉
Der Mond wird in vielerlei Hinsicht immer die Nummer 1 bleiben, und wir können uns eigentlich glücklich schätzen, so einen Himmelskörper direkt vor unserer Nase zu haben. Klar, er wälzt unsere Ozeane im ewigen Rhythmus von Ebbe und Flut herum, aber dennoch ist er ein faszinierendes Objekt seit Menschengedenken! Jeder Amateur-Astronom ist glücklich, ihn zu haben - sofern er durch seine Helligkeit nicht gerade Deepsky-Aufnahmen unmöglich macht. 😉
Luke schrieb:Von wegen Schärfe, ich finde die Bilder gut gelungen! Okay, Du machst das schon länger und hast andere Ansprüche. Erstaunlich finde ich auch das Dein Teleskop solche Bilder liefern kann. Auf den Fotos sieht das recht "klein" aus, aber wir hatten es ja erst kürzlich von der Astro Technik die ordentliche Weiterentwicklungen hinter sich hat und somit auf kompaktem Raum super Ergebnisse liefern kann.
Da hat sich sicherlich eine Menge getan, aber letzten Endes kann das Teleskop nicht groß genug sein, wenn man es darauf anlegt. Jedes Fernrohr hat aber seinen eigenen Himmel, wie man so schön sagt, und ich halte es derzeit mit meinen bescheidenen 5 Zoll noch ganz gut aus. Noch. 😊
Luke schrieb:Bei solchen Bildern wird auch immer wieder der Philosoph in mir geweckt. 😉 Auf der einen Seite sind wir Menschen auf unserem kleinen Planeten nach astronomischem Masstab nicht mal ein Staubkorn. Aber in Bezug auf den von uns mit verschiedensten Teleskopen erreichbaren Raum doch wieder etwas besonderes, da wir nach wie vor in unserer "Reichweite" nirgends woanders Leben ausgemacht haben. Und unsere Reichweite in den Raum nimmt immer weiter zu.
Ohne einen gewissen Hang zu essentialistischen Fragen übers Universum kann man als kleiner Mensch so ein Hobby wohl kaum betreiben. Ich begnüge mich beim Betrachten von Deepsky-Objekten eigentlich immer mit der Rolle des winzig kleinen Zeitreisenden in die Vergangenheit. Als Teleskop-Besitzer benötige ich nämlich keinen "Flux-Kompensator", um auf die Reise zu gehen, wobei einem die Zukunft freilich verwehrt bleibt. Von den Planeten abgesehen liegt alles, was ich sehe, in ferner, teilweise in allerfernster Vergangenheit, da mein "Antrieb" auf das Licht und seine Geschwindigkeit begrenzt bleibt. Dafür bekomme ich aber so viel Schönes zu sehen, dass ich mich gar nicht beschweren will. Es ist sehr still im Weltraum, die Ohren kommen bis auf emulierte Übertragungen von Radioteleskopen nichts mit, vielmehr werden die Augen zum alles entscheidenden Sinn, der das Universum aufschließt. Und da ist für jeden etwas dabei!
So, genug philosophiert, denn endlich ist es Sommer und der Himmel wolkenfrei! Mein bislang bester Saturn gelang mir gestern um 23:15 Uhr. Viel Zeit zum Aufnehmen hat man allerdings nicht, denn kaum ist es mal richtig dunkel, beginnt Saturn schon wieder seinen Abstieg. Da er allerdings eh nur knapp 30° hoch steht, darf man keine Zeit verlieren, sonst geht das Geflimmere erst richtig los!
Das Wetter sieht weiterhin vielversprechend aus. Mal sehen, ob ich das Ergebnis noch etwas steigern kann.
Kleines Update: Vorgestern abend waren die Sichtbedingungen ähnlich gut. Das Ergebnis ist entsprechend ähnlich. Ich glaube so langsam, ich habe unter den gegebenen Umständen die Grenze meiner Optik erreicht. 😊
Allerdings ist Saturn auch nicht gerade für seine vielen Details (mit Ausnahme des Rings) oder Kontraste bekannt. Bei noch besserem Seeing dürfte aber noch etwas mehr drin sein.
Hallo Astrofreunde!
Derzeit herrscht leider ein wenig Ebbe in meinem kleinen Astroblog. Die Saturn-Saison ist vorbei und für Jupiter müssen wir uns noch ein klein wenig gedulden. Er ist zurzeit im Osten vor Sonnenaufgang zu sehen und damit immerhin wieder sichtbar, aber bis er uns abends beglückt, dürfte es Ende September werden. Somit bleibt also erst mal nur unser Mond als Objekt übrig, und den werde ich aufs Korn nehmen, sobald sich wieder eine gute Gelegenheit ergibt! Leider war dies bisher noch kein besonders gutes fotografisches Astrojahr, aber der spannende Herbst steht uns ja noch bevor. Ich bin eh schon wahnsinnig gespannt auf das diesjährige Gesicht, das uns der große Jupiter zeigen wird. Ich hoffe, ihr bleibt ebenso dran wie ich! 😊
Hallo mal wieder (ja, ich weiss ich mache mich rar. Viel zu tun derzeit, und wenn mal nicht so viel los ist sind es GW2 und Kerbal Space Program die meine Zeit stehlen 😁
Wollte nur mal wieder Deine Bilder loben, und kurz erwähnen dass mein Bruder und ich seit heute über eine Astro-Kamera von TIS verfügen. Wir werden also in Bälde versuchen mit dem LX200 oder dem 6" Dobson mal ein paar schöne Bilder zu schießen und zu präsentieren, oder was von der Sonne mit dem kleinen Teleskop+Sonnenfilter. Aber die Sonne ist derzeit etwas öde, kaum Sonnenflecken etc.
Kannst Du nochmal sagen welche Software Du so verwendest und empfehlen kannst? Wir haben derzeit nur die mitgelieferte Software, mit der man halt bissl was sehen kann. Testen im Moment mit einem Meade ETX (terrestrisch) die Grundfunktion. Interessant wäre eine die aus einem Video was nettes zusammenstückelt, sei es Mosaik oder Stacking.
Gruß Aginor
Oh, vielen Dank! Das freut mich wirklich sehr. Bin schon sehr gespannt darauf, was ihr beide aufnehmen und zeigen werdet, wobei das LX200 sicherlich verstärkt zum Einsatz kommen wird. Dobson-montierte Newtons sind natürlich etwas problematisch, was die Planetenfotografie betrifft, obwohl ich schon schicke Ergebnisse von Leuten mit einem wirklich feinen Händchen gesehen habe! Das Sonnenflecken-Maximum ist inzwischen schon längst vorbei, aber dennoch kann es sich an manchen Tagen wirklich lohnen.
Aus deiner letzten Frage werde ich allerdings gerade nicht so recht schlau. Welche Art von Software meinst du? Aufnahme-, Stacking- oder Bildbearbeitungssoftware? Zum Überlagern von Einzelbildern aus Videos verwende ich je nach Material unterschiedliche Programme. Sowohl Registax 6 (mit update) als auch Avistack 2 sind hierbei meine Favoriten. Das neue Autostakkert ist jedoch auch nicht zu verachten - es ist zumindest schneller. Einfach mal das jeweilige Material durchlaufen lassen und dasjenige wählen, mit dessen Ergebnis man am ehesten zufrieden ist. Zur Nachbearbeitung nutze ich vor allem Fitswork, Registax und Gimp. Für die Aufnahme verwende ich SharpCap2 - zuletzt in der Beta-Variante; muss mal schauen, ob es da schon eine finale Version gibt. Was für eine TIS-Kamera habt ihr denn erworben? Eine mit den aktuellen Chips oder ein Gebrauchtkauf mit älterem Sensor? Farbe oder SW?
Diese hier ist es: EDIT: Falscher link, das ist die richtige: http://www.fernrohrland-online.de/index ... B-OHNE-IR&
Also die USB-Version, nicht die Firewire. Von der Kamera gibts beides.
Die Frage bezog sich allgemein auf verwendete Software. Capturing machen wir (mangels Alternative) zunächst mit der mitgelieferten Software, die kann AVI, JPEG und BMP output. Aber eben bis auf das rohe erfassen und ein paar Funktionen wie drehen, Bayer Matrix und ein bisschen was mit Farbkorrektur geht da nicht viel.
Es ging also um Software zur Weiterverarbeitung.
Gerade durch Stacking tolle Möglichkeiten, und auch durch manche andere Formen der Bearbeitung kann man ja ein bisschen was sichbar machen (Stichwort Kontrast, oder aus S-W Bildern durch Streckung des Histogramms und Einfärbung etc.)
Die von Dir genannte Software trifft also praktisch komplett den Sinn meiner Frage. Autostakkert zB sieht schonmal sehr gut aus. Ich hab mir einfach gedacht ich frage mal lieber jemanden der schon ein wenig Erfahrung hat, als willkürlich Software auszuprobieren. Mein Bruder hat sich natürlich auch schon ein wenig schlau gemacht, die ersten richtigen Tests führen wir durch sobald er sein Notebook wieder flottgemacht und die Software installiert hat.
Gruß Aginor
Die 41er? Nicht übel, wobei ich natürlich auch nicht vergessen habe, wie saftig die Preise für die TIS-Kameras sind. Ich habe mich dieses Jahr ja für das Konkurrenzprodukt mit CMOS-Sensor entschieden, das ebenso bis zu 1280x960 Pixel belichten kann, aber etwas kleinere Pixel hat. Mit so "großen" Chips ist man schon sehr flexibel und kann je nach Motiv bequem den Bildausschnitt wählen - gerade am Mond wirst du das sehr zu schätzen wissen. Ich gehe mal davon aus, dass ihr auch einen IR-Sperrfilter besitzt, denn ohne den erlebt man sein blaues (besser magenta) Wunder.
Das mitgelieferte "IC-Capture" soll jedenfalls nicht schlecht sein, aber ich empfehle trotzdem, Thorsten Edelmanns "Firecapture" oder SharpCap 2 auszuprobieren. Beides übrigens Freeware. Hierbei entscheidet allerdings auch die verwendete PC-Hardware, denn gerade Firecapture ist da schon etwas gieriger. Bei vollen 1280x960 brauche ich mein kleines Netbook aber gar nicht erst zu bemühen, denn das ist dafür mit jeder Software eindeutig zu schwach. Ansonsten solltet ihr bei planetarer Fotografie nur noch darauf achten, dass ihr euer Teleskop auf die förderliche Brennweite gemäß der Pixelgröße des Kamerasensors bringt und auf die (optische) Vollauflösung kommt. Das LX-200 hattet ihr in der 10"-Variante, richtig? Da dürftet ihr in der kommenden Jupiter-Saison viel erwarten können, wenn das Wetter und die Sichtbedingungen mitspielen!
Das LX-200 ist "nur" das 8-Zöller, aber auch so erhoffen wir uns einiges.
Zur Kamera, Filtern etc.: Wir haben uns bei der Kamera für die Version ohne IR-Sperrfilter entschieden, weil mein Bruder auch ein Deepsky-Fan ist, und der IR-Sperrfilter da stören kann (Stichwort H-alpha Linie). Wir werden aber gerade für Mond und Planeten wohl einen brauchen, das ist klar. Muss bloß noch schauen wo ich den besorge. 30-50€ muss man da schon einrechnen je nach Modell.
btw: Lustiger Effekt wenn man ohne Sperrfilter einfach mal das Teleskop in die Botanik richtet (beim Meade ETX mit 3.5" das wir für Tests benutzt haben kann man wenigstens auf 50m schon scharfstellen 😁 ) Während ein Ziegeldach quasi seine natürliche Farbe hat (damit meine ich die, die das menschliche Auge wahrnimmt) sind Bäume viel heller, selbst das satteste Grün wirkt blass. Erst haben wir gestutzt, aber dann haben wir uns erinnert: Klar, Bäume haben eine recht starke IR-Signatur. Die hellt das Bild auf, daher die hellere Farbe.
Und als auch an Ornithologie interessierte hat uns natürlich saumäßig gefallen dass wir die örtliche Taubenpopulation auf dem Dach eines kilometerweit entfernten Gebäudes trotz Luftunruhe ganz gut erkennen konnten. Auch wenn man es kennt ist es immer wieder toll wie stark eigentlich so ein Teleskop ist.
Zur alten Diskussion CMOS vs. CCD: Ich denke letztendlich läuft die nur auf zwei Argumente hinaus: Preis vs. Lichtstärke. Mein Bruder hat zwecks Deepsky-Aufnahmen für CCD entschieden, um noch ein wenig Lichtstärke rauszuholen, aber es stimmt schon dass der Preisunterschied die Frage aufwirft ob es sich lohnt.
Wir haben überhaupt vor, viel mit Zubehör zu experimentieren, sei es das "Vorschalten" eines Okulars (Adapter ist vorhanden) oder das nutzen unserer Filter (verschiedene Farbfilter, Deepsky-Filter etc.)
Softwaremäßig werde ich die genannten auf jeden Fall testen, danke! Als Rechner werden wir zunächst ein vorhandenes 'richtiges' Notebook einsetzen, auf die Idee dass ein Netbook reichen könnte wäre ich gar nicht gekommen, die sind einfach prozessormäßig etwas schwach idR.
Gruß Aginor
Ja, so ein Teleskop kann ein sehr, sehr mächtiges Spektiv sein, das kenne ich gut! 😊 Besorgt euch auf jeden Fall einen brauchbaren IR-Sperrfilter, für den ihr übrigens keine Unsummen ausgeben müsst. Ich habe den von TS für 30€ und bin damit sehr zufrieden, und für ein paar Euros mehr bekommt man bereits einen von Baader. Wir reden hier ja nicht von einem UHC oder OIII-Glas, wo man besser etwas tiefer in die Tasche greifen sollte.
In Punkto Lichtempfindlichkeit geben sich die aktuellen CCDs und CMOS praktisch nichts mehr, wobei TIS natürlich wesentlich teurer ist. Wenn pure Lichtempfindlichkeit bzw. Quanteneffizienz gefragt gewesen wäre, hättet ihr euch unabhängig von der Sensortechnik wohl nicht für eine Farbkamera entschieden. Monochrome Sensoren holen da schlicht immer mehr heraus, machen aber für Farbaufnahmen einen CCD-Filtersatz notwendig. Und für den legt man auch noch mal gut 200 € auf den Tisch, was letztlich drei Einzelserien am Planeten erfordert. Mit einem Bayer-Chip hat man es da wesentlich einfacher, verliert aber eben etwas Licht. Da ich aber selbst mit meiner Farbkamera am Saturn locker mit 40-45 ms Belichtung ausgekommen bin (je nach Gain und Brightness), sehe ich der Jupiter-Saison sehr gelassen entgegen... Da ist mehr als genug Licht vorhanden, dass es für uns alle reicht. 😉
Ich denke auch, dass ihr beide viel auszuprobieren habt - mit der Optik dürfte eine Menge machbar sein. Solltet ihr euch am Planeten - und das heißt bald Jupiter - austoben wollen, rate ich jedoch von der Methode Okularprojektion ab. Die wenigsten Planetenknipser setzen diese heute noch ein, da die Fokalfotografie wesentlich besser und praktischer ist. Sicher kann man damit heute noch eine Menge reißen, aber dann muss das Okular stimmen, und ich würde meine Aufnahmen nicht von einem 150€-Okular abhängig machen wollen, wo das Licht erst durch 5-9 Linsen dringen muss, bevor es auf den Sensor kommt. Wählt da lieber die Fokalprojektion und variiert mit einer guten Barlow oder einem Telekonverter (z.B.Powermate von Televue) eure Brennweite. Die sollte natürlich auf die Pixelgröße eures Chips angepasst sein, damit ihr auf die Vollauflösung kommt.
Das wird auf jeden Fall spannend. Ich freue mich schon, von dir zu hören und zu sehen! 😊
Ah, wieder interessante Infos, danke!
Hier mein Bericht zu unseren ersten Tests, schon vorletzte Woche erfolgt. In die diversen Softwareprodukte müssen wir uns erst noch ein wenig einarbeiten. Angenehm zu bedienen fand ich Autostakkert, Avistack2 hat mich ein wenig erschlagen mit seinen vielen Funktionen von denen man nicht genau weiss was da überhaupt für was gut ist^^.
Ziele an diesem Abend: - Vega (einfach mal ein Stern, so für den Anfang) - M13 (erstes brauchbares Bild, haben dazu 25 mal 10s belichtet. Wurde etwas unscharf aber schön zu erkennen, dafür dass wir von der Software (Autostakkert) NULL Ahnung hatten und alles mit Standardeinstellungen gemacht haben. Würde es posten aber das Bild ist auf meines Bruders Laptop (haben alles draußen gemacht, bzw. es versucht, mehr dazu später) - Ringnebel in der Leier (M 57) leider an diesem Abend nicht scharfzubekommen, und der Stakker hat alles noch schlimmer gemacht irgendwie. Ärgerlich. Aber Farben erkennbar! - Andromedagalaxie (ziemlich groß, passt nicht ins Blickfeld. Haben überlegt das mit einem widefield Okular mal zu testen, aber unser Adapter passt nicht. Der war für ne andere Größe (die alte Spiegelreflexkamera meines Bruders). Ich zitiere Bernd das Brot: "Mist". - Uranus (leider zu tief, sehr nah am Haus. Da war nicht viel zu sehen außer ein Scheibchen mit schwer definierbarer Farbe)
Hier ein paar Probleme die wir hatten und Erfahrungen die wir gemacht haben: - Schärfe. Wir haben das Gerät aus Zeitgründen bei mir im Garten getestet. Nicht gerade optimal wegen Streulicht, aber ganz ok da ich in einem Vorort wohne. Der Mond war auch hell und die Luft nicht sonderlich ruhig, weswegen wir dann einfach mal zenitnah rumprobiert haben. Trotzdem war es wirklich schwer, das alles einigermaßen scharf zu bekommen, wir waren da keineswegs zufrieden. Ich hatte mir das mit den Sternen als punktförmige Lichtquellen irgendwie anders vorgestellt. Mehr dazu später. Sind nicht sicher ob es nur das Seeing war oder noch Fehler unsererseits. - Lichtstärke. WTF, wenn man nicht gerade sekundenlang belichtet sieht man auf dieser Vorschau gar nichts, nicht mal helle Sterne (nein, die Kappe war nicht mehr auf dem Teleskop 😁 ) Letztlich haben wir in der TIS Software die Ziele mit 2 Sekunden Belichtung gesucht, und für die Aufnahmen des Ringnebels 10s belichtet. - Farben und so. Die Farben des Ringnebels waren toll erkennnbar, leider war alles unscharf. Der echte Farbmodus war dabei etwas schöner als dieses Debeyer-Dingsda. - Darkframe: erst vergessen und gewundert, dann einen gemacht und TADA! Etwas bessere Ergebnisse beim Stacken.
Zum Aufbau: Wir hatten einen Tisch mit dem Notebook im Garten, und haben alles immer gleich direkt durch sämtliche verfügbare Software gejagt zum rumprobieren. Mit mäßigem Erfolg. Werden da also nochmal in Ruhe die Rohdaten anschauen müssen, auf einem stärkeren Rechner und so.
Zum Okular: Wir haben ein paar gute (und - schluck - teure Okulare mit denen wir auf jeden Fall ein paar Tests machen wollen)
Fragen: 1. Soll man Ziele lieber kurz belichten und viele Bilder machen (also paar Minuten) und dann stacken, oder lohnt sich teilweise auch die Technik die wir (mangels besserem Wissen) versucht haben, also nur 30 Bilder machen, die aber länger belichten, u.U. mehrere Sekunden pro Bild? Bei Dir lese ich immer was von Millisekunden, da sehe ich auf unseren Bildern nur tiefste Schwärze... 2. Warum tut sich autostakkert so schwer, unsere AVIs zu öffnen? Was könnten wir da falsch machen? Fehlt da evtl. RAM am Rechner? Wir haben einige Tests gemacht und roh gespeichert, konnten die aber dann nicht zum stacken öffnen, gab da irgendeine File exception. Die kürzeren gingen. Auf einem anderen Rechner haben wir aus zeitgründen noch nicht probiert. 3.... Ich hatte noch ne Frage, hab sie aber vergessen. Ich reiche sie nach sobald sie mir wieder einfällt
Gruß Aginor
Aginor schrieb:Fragen: 1. Soll man Ziele lieber kurz belichten und viele Bilder machen (also paar Minuten) und dann stacken, oder lohnt sich teilweise auch die Technik die wir (mangels besserem Wissen) versucht haben, also nur 30 Bilder machen, die aber länger belichten, u.U. mehrere Sekunden pro Bild? Bei Dir lese ich immer was von Millisekunden, da sehe ich auf unseren Bildern nur tiefste Schwärze... 2. Warum tut sich autostakkert so schwer, unsere AVIs zu öffnen? Was könnten wir da falsch machen? Fehlt da evtl. RAM am Rechner? Wir haben einige Tests gemacht und roh gespeichert, konnten die aber dann nicht zum stacken öffnen, gab da irgendeine File exception. Die kürzeren gingen. Auf einem anderen Rechner haben wir aus zeitgründen noch nicht probiert. 3.... Ich hatte noch ne Frage, hab sie aber vergessen. Ich reiche sie nach sobald sie mir wieder einfällt.
Ach du liebe Zeit! Wo soll ich da am besten anfangen? Beginnen wir mal mit euren Objekten, die ihr aufs Korn genommen habt. Euer Setup (f/10-SC mit DBK-Cam) ist ideal für Planeten und Mond geeignet, aber ihr habt mangels entsprechender Objekte stattdessen (hellere) Deep Sky-Funzeln angepeilt und versucht, diese auf den Chip zu bekommen, was mehr oder weniger geglückt ist. Dass hier keine Glanzleistungen zu erwarten sind, darf nicht verwundern. Eure Ausrüstung eignet sich hervorragend für wirklich helle Objekte, die man mit großer Brennweite und extrem kurzer Belichtungszeit ablichtet. Deshalb rede ich stets von Milisekunden, da ich gar nicht auf den Gedanken käme, DS-Objekte mit einer Planetenkamera (und einem Mak oder SC) abzulichten. Ich habe Autostakkert empfohlen, da dieses Programm für Mond und Planeten geeignet ist, für DS-Fotografie ist es noch nicht mal die zweite Wahl - dafür gibt es andere Programme. Euer Teleskop ist ein 8" Schmidt-Cassegrain mit einem Öffnungsverhältnis von 1:10 (bei mir gar 1:12), und damit wird man nie auf große Gesichtsfelder kommen, um größere Objekte wie den Andromedanebel ins Bild zu rücken, das ist völlig unmöglich!. Dass íhr für diese dunklen Objekte viel länger belichten müsst, habt ihr ja bereits herausgefunden und konntet am Ende etwas sichtbar machen. Schön und gut. Dass das gewünschte Objekt am Ende unscharf erscheint, liegt garantiert daran, dass eure Montierung mit ihrer GoTo-Nachführung schlicht nicht genau nachgeführt hat, und das aus unterschiedlichen Gründen. Ihr könnt das Teil nur elektronisch kalibrieren, da es sich ja nicht um eine parallaktische deutsche Montierung handelt, sondern um eine Gabelmontierung, die zwei Achsen motorisch nachführen muss. Generell nimmt man so eine Kombo einfach nicht für längere Belichtungszeiten, genauso wenig wie man ein SC-Teleskop für DS-Fotografie einsetzt. Dafür nimmt man in der Regel "schnellere" Fernrohre auf einer richtigen parallaktischen Montierung, und selbst dort muss man mit einer zweiten Kamera und Optik (Guiding) den Versatz automatisch korrigieren. Gut, bei den helleren DS-Objekten mag das noch nicht so sehr ins Gewicht schlagen, aber dennoch habt ihr euch für den Anfang schlicht etwas übernommen. Nehmt für eure aktuellen Aufnahmen gleich "Deepsky-Stacker": http://deepskystacker.free.fr/german/ und versucht euer Bestes.
Als reiner Mond- und Planetenfotograf kann ich bei DS-Knipserei leider wenig behilflich sein. Wenn die Montierung genau (!) ist, sollen bis zu 30s Belichtungszeit auch ohne Guiding möglich sein, aber das ist eher ein Wunschwert. In der Regel klappt das nicht und wird entsprechend unscharf. Wenn ihr wirklich üben wollt, empfehle ich, den Mond oder Jupiter anzupeilen, was zurzeit in den frühen Morgenstunden möglich ist. Im Moment jedoch übernehmt ich euch (und euer Equipment) maßlos.
Andere Fragen beantworte ich etwas später, da ich gerade sehr beschäfitgt bin!
Alles klar, danke schonmal. So in der Art hatten wir uns das in der Tat auch schon gedacht, aber es ist gut eine Bestätigung von jemandem zu bekommen der sich auskennt. 😊 An jenem Abend war eben leider nicht so viel verfügbar an Zielen, deswegen einfach mal ins blaue geschossen. 😁
Gruß Aginor
Aginor schrieb:An jenem Abend war eben leider nicht so viel verfügbar an Zielen, deswegen einfach mal ins blaue geschossen. 😁
Inzwischen gibt es doch einige Objekte, die ihr anpeilen könnt. Sowohl Uranus als auch Neptun sind zurzeit sichtbar. Beide sind allerdings etwas schwierig zu finden, aber ihr habt ja GoTo. Ab 1 Uhr kommt auch Jupiter wieder über den Horizont, wobei der jetzt noch keine "Hochsaison" hat. Warten wir erst mal auf besseres Wetter...
Ja, besseres Wetter wäre mal schön. Immer wenn wir mal Zeit haben ist gerade Mistwetter. 😁
Gruß Aginor
Aginor schrieb:Ja, besseres Wetter wäre mal schön. Immer wenn wir mal Zeit haben ist gerade Mistwetter. 😁
Genau so hat der Herbst letztes Jahr auch begonnen, und da kommen bei mir die schlimmsten Befürchtungen hoch. Außer dicht bedecktem Himmel war da den kompletten Oktober leider nichts mehr zu sehen. Im November wurde es auch nicht besser, was mir die schönste Jupiter-Opposition versaut hatte. Mit der neuen Kamera soll mir (und euch natürlich auch) das nicht noch mal passieren! Was aber hilft das Jammern, wenn man eh keinen Einfluss darauf nehmen kann? Hoffen wir einfach auf das Beste - gerade jetzt, da sich Jupiter dieser Tage langsam aber sicher vor Mitternacht über den Horizont bemüht...
Hallo, Freunde der Nacht!
Der Herbst dürfte für viele Amateurastronomen mit Schwerpunkt auf Planeten die spannendste Zeit der Jahres sein, und da bilde ich keine Ausnahme. Allerdings haben wir erst September, was bedeutet, dass die Jupitersaison erst langsam in Fahrt kommt. Noch geht Jupiter erst gegen Mitternacht auf und man muss schon bis in die frühen Morgenstunden warten, bis er eine visuell und fotografisch günstige Höhe über dem Horizont erreicht hat. Bis zur Opposition, wenn Jupiter also seine erdnächste Position erreicht hat, dauert es noch gut zwei Monate. Bis dahin wird der Planet auch noch ordentlich an (scheinbarer) Größe zugelegt und seinen Auftritt am Himmel auf weniger unchristliche Zeiten verfrüht haben. Hier braucht es also noch ein wenig Geduld; doch dafür haben wir ja den Mond, den ich schon lange nicht mehr angepeilt habe, da er meistens nur sehr niedrig am Himmal stand.
Gestern sah die Sache jedoch anders aus, und zu meiner großen Freude war es bis auf ein paar Zirren in großer Höhe komplett wolkenfrei. Die schönste Überraschung bereitete mir allerdings der Blick auf das Livebild am Monitor: gestochen scharf und ruhig zeigte sich der Ausschnitt unseres Trabanten. Solche Momente extremer Luftruhe sind ausgesprochen kostbar und wollen genutzt werden! Eigentlich die perfekte Gelegenheit, um größe Bereiche des Mondes zu filmen und ein hochaufgelöstes Mosaik zu erstellen. Leider lief es ohne Haken (natürlich) auch nicht ab, denn schon nach einer halben Stunde verdüsterte sich das Bild plötzlich schlagartig. Ein Blick gen Himmel zeigte sehr schnell, dass das Problem bei mir am Boden zu suchen war: Taubeschlag auf der Frontlinse. Bei dieser feuchten, klammen Witterung musste selbst meine Tauschutzkappe passen, und ohne einen Heißluftfön zur Hand war dem Problem leider nicht zeitnah beizukommen. So musste ich leider verfrüht abbrechen - doch zum Glück hatte ich bereits einige Motive auf der Festplatte, die, nebenbei bemerkt, satte 35 GB beanspruchten. Die Bearbeitung hat eine ganze Weile in Anspruch genommen, aber ich bin doch sehr zufrieden, trotz der zeitlich verkürzten Chance. Aus dem Mosaik wurde trotzdem leider nichts, und so zeige ich nur Einzelmotive. Alle sind im Forum verkleinert dargestellt: Klicken für Originalgröße.
Edit: Beinahe hätte ich ein Bild vergessen:
Wie ihr sicher bemerkt, sind einige Motive etwas dunkel geraten. Die befinden sich in der Nähe der Tag-Nacht-Grenze, wo die Helligkeit natürlich stark abnimmt. Normalerweise hätte ich diese bereiche etwas länger belichtet oder einfach mit etwas mehr Gain aufgenommen, doch mein ursprünglicher Plan sah ja ein Mosaik vor, und dabei darf man Einzelbilder nicht plötzlich mit unterschiedlicher Helligkeit aufnehmen. Da ich meinen Plan nicht durchziehen konnte, ist die Helligkeit bei diesen Bereichen nicht optimal.
Das sind doch tolle Bilder - Astrein !!! Na hoff. ist der kommende Winter (brrr mag garnet dran denken) nicht so düster wie der letzte mit vielen klaren Nächten um den Weltraum Optisch zu erkunden.
Gruß Peter
Merci! Aber im Winter darf es nachts ruhig richtig düster sein... 😉
Mit düster meinte ich eher bewölkt. War doch auch am Tag nie richtig Hell... Soo und wenn der Barkkeper grad da ist.. hab da noch nen Stack in der Bar 😉
Gruß Peter
Sehr schöne Bilder wieder!
Mein Bruder und ich haben uns - Deinen Hinweisen folgend - ebenfalls den Mond als nächstes Ziel ausgesucht, jedoch spielt bei uns das Wetter überhaupt nicht mit. Selbst an den schönen Tagen der letzten zwei Wochen war es abends immer bewölkt. Also Daumen drücken dass in Herbst oder Winter mal irgendwann - vorzugsweise an einem Wochenende oder falls ich mal Urlaub habe - gutes Wetter ist.
Zum Tauproblem: Wie lang ist denn Deine Taukappe? Ich finde dass die Dinger oft ein wenig kurz sind die man so sieht, weswegen sich ja auch so mancher selbst eine baut. Taukappenheizung könnte auch helfen. Hab mal einen Artikel gelesen wo einer ein PVC-Rohr und eine Heizdecke verwendet hat um sowas zu bauen. Auf uns kommt das noch zu, wir haben nämlich bisher gar keine für das LX-200 IIRC....
Gruß Aginor
Aginor schrieb:Sehr schöne Bilder wieder!
Danke dir! 😊
Aginor schrieb:Mein Bruder und ich haben uns - Deinen Hinweisen folgend - ebenfalls den Mond als nächstes Ziel ausgesucht, jedoch spielt bei uns das Wetter überhaupt nicht mit. Selbst an den schönen Tagen der letzten zwei Wochen war es abends immer bewölkt. Also Daumen drücken dass in Herbst oder Winter mal irgendwann - vorzugsweise an einem Wochenende oder falls ich mal Urlaub habe - gutes Wetter ist.
Tja, das elende Wetter, an dem keiner von uns rütteln kann. Ich drücke euch natürlich die Daumen und hoffe ebenfalls auf klare Herbstnächte. Immerhin steht neben Mond und Jupiter auch noch bald Mars auf dem Programm. Wenn es allerdings mal klar ist, muss man aber auch wirklich den inneren Schweinehund überwinden und sich ins Kühle wagen. Besonders im Winter fällt einem das manchmal gar nicht so leicht. Außerdem sind niedrige Temperaturen keineswegs ein Garant für gutes Seeing.
Aginor schrieb:Zum Tauproblem: Wie lang ist denn Deine Taukappe? Ich finde dass die Dinger oft ein wenig kurz sind die man so sieht, weswegen sich ja auch so mancher selbst eine baut. Taukappenheizung könnte auch helfen. Hab mal einen Artikel gelesen wo einer ein PVC-Rohr und eine Heizdecke verwendet hat um sowas zu bauen. Auf uns kommt das noch zu, wir haben nämlich bisher gar keine für das LX-200 IIRC....
Meine Taukappe misst ca. 15 cm Länge über dem Objektiv. Möglicherweise ist das wirklich etwas kurz, aber frage mich bitte nicht, welche Länge maximal machbar ist, ohne dass es problematisch wird... Im Winter hatte ich mit der Taukappe selbst bei -15°C keinerlei Probleme, aber zurzeit herrschen wohl etwas extreme Bedingungen. Eine Heizmanschette wäre natürlich die Rundum-Sorglos-Lösung, aber ich denke, dass ich generell noch ganz gut ohne auskomme. Auf jeden Fall werdet ihr für euer LX 200 zur kühleren Jahreszeit eine Taukappe benötigen, da führt kein Weg dran vorbei. Je größer die Fläche, die gen Himmel zeigt, desto schneller kühlt sie unter den Taupunkt. Bei eurem SC wird es also noch schneller tauen als bei meinem kleineren Mak. Mit einem Newton passiert das nicht oder nur selten. 😛 Und wenn ihr nur einen Bogen Pappe um den Tubus schnallt - ohne alles ist Tau-Frust programmiert. Da hilft dann nur noch der Fön, der aber der Temperierung der optischen Flächen nicht gerade entgegenkommt. Am besten wird aber sein, ihr nehmt um die 40 € in die Hand und besorgt euch eine passgenaue Kappe aus dem Optikhandel.
Da sind Dir wieder beeindruckende Bilder gelungen. 😊
Luke schrieb:Da sind Dir wieder beeindruckende Bilder gelungen. 😊
Danke für die nette Rückmeldung! Und schon wieder ist es komplett bewölkt... Manchmal muss man einfach die Gelegenheit nutzen, wenn sie sich einem bietet.
Mein kleines Planetenteleskop hat kürzlich Verstärkung bekommen. Sobald ich noch ein paar kleinere Anbauteile (Verjüngungshülse für Okularauszug und Verlängerung) beisammen habe, steht mir ein 6" f/5 Newton zur Verfügung, der dann als mein Deep Sky-Fernrohr dienen wird. Mit seinem großen Öfnnungsverhältnis will ich auch mal den Versuch starten, hellere Deep Sky-Objekte abzulichten. Meine Ausrüstung ist für diese Zwecke alles andere als optimal geeignet, aber für ein paar anspruchslosere "Schnappschüsse" sollte es ausreichen. Generell freue ich mich schon sehr auf das größere wahre Gesichtsfeld des Newtons, denn mein kleiner Mak zeigt selbst bei sehr langbrennweitigen Okularen nie mehr als ein knappes Grad Himmelsausschnitt. Meine Montierung trägt das größere Rohr glücklicherweise noch halbwegs stabil, auch wenn ich mich ab jetzt von jeder Windböe fernhalten muss. 😁
@Aginor
Beinahe hätte ich es vergessen: Der Grund für die Unschärfe bei euren DS-Aufnahmen dürfte garantiert an der Bildfelddrehung gelegen haben, die bei den Gabelmontierungen gerade bei längeren Belichtungszeiten auftritt. Solange die Montierung nicht per Polhöhenwiege auf den Winkel des Himmelsnordpols ausgerichtet ist, wird diese Drehung durch die beiden Motoren, die das Teleskop ja nur azimutal steuern können, nicht berücksichtigt. Das wird die Fotografie selbst hellerer DS-Objekte aufgrund eurer langen Brennweite (längere Belichtungszeit) maßgeblich stören. Bleibt wirklich erst mal bei Mond und Planeten.
Hallo Sternen-Himmel-Freunde,
als begeisterter Astronomie interessierter klinke ich mich hier im Thread auch mal ein.
Ich bin mit einem Freund zusammen stolzer Besitzer eines Meade ACF-SC 203/2034 8" UHTC LX90 GoTo Teleskops, und daran sieht der Fachmann glaube ich auch schon was für ein Astronomie Typ ich bin, nämlich ein absoluter Laie. :rolleyes: Wir sind zwar sehr interessiert, aber haben leider niemanden im Bekanntenkreis der Ahnung hat und uns ein wenig an die Hand nimmt und die kleinen Tricks zeigt. Deswegen habe ich/wir uns für ein GoTo Teleskop entschieden. Und ich habs bis heute nicht bereut, weil wir wirklich tolle Abende/Nächte dabei hatten, von deep sky Objekten wie Galaxien z.B. M50 oder M81, oder natürlich der Orion Nebel aber am geilsten sind die Planeten und der/die Mond/e. Apropos Mond, hallo Arrow deine Aufnahmen sind wirklich suuuper, von deiner letzten Mond Serie, gefallen mir das Tycho und Albategnius Bild am besten. :yes2: Vor allem das letztgenannte war bestimmt schwierig aufzunehmen, mit den Helligkeits unterschieden bestimmt.
Also wenn ich mir Arrows tolle Bilder so anschaue, hätte ich auch große Lust auf die Fotografie, aber ohne Hilfe ist man da glaub ziemlich aufgeschmissen oder?, wie habt Ihr denn das gelernt, in einem Verein, oder per try and error. Ich habe mir gedacht ich probiere es erst mal mit einer Webcam und dem Mond, möchte mir eh nächste Woche eine zulegen, und warum dann nicht gleich eine die dafür tauglich ist. Da muß ich mich mal informieren, oder hat jemand von euch nen Tipp?, ich glaube von Philips gibts da was brauchbares.
Leider ist die vertikale Feststellschraube des Teleskops defekt, da muß ich mich endlich mal drum kümmern, denn jetzt beginnt ja langsam die "Planetenjagdphase". 😊
Ich wünsche allen einen wolkenfreien Himmel und eine ruhige Atmosphäre Kalumet
Hi Stefan! Schön, dass du endlich dazugestoßen bist. Damit bist du nach Aginor schon der zweite Schmidt-Cassegrain-Besitzter, der sich hier meldet, und erneut habt ihr alle mehr Öffnung als ich. 😉 Die Unterschiede zwischen deinem und Aginors Teleskop sind sind nicht groß, allerdings besitzt du ein Advanced-Coma-Free-SC, das nochmal ne Ecke teurer ist. Mit der LX 90 hast du das Ganze auf einer Einarm-Gabelmontierung sitzen, während Aginor mit dem LX 200 eine etwas stabilere zweiarmige Gabelmontierung besitzt. Öffnung und Brennweite sind ansonsten praktisch gleich. Wie ich schon geschrieben habe, sind diese Teleskope aufgrund ihrer langen Brennweite und ihres daraus folgenden kleinen Gesichtsfelds für die Fotografie von DS-Objekten nicht die beste Wahl. Visuell sieht die Sache aber wieder etwas anders aus, auch wenn manche ausgedehnten Objekte eben nicht ganz ins Bildfeld passen werden. Mit einem gut eingenordeten GoTo-Teleskop ist das anpeilen von Objekten natürlich eine bequeme Sache, und mit 8 Zoll Öffnung kann man - je nach Himmel und Lichtverschmutzung - eine Menge erwarten. Ich warne aber davor, Fotografie und Beobachtung miteinander zu vergleichen: Fotografisch muss man sich auf die Objekte spezialisieren, was bei einem langbrennweitigen SC eher auf Mond und Planeten hinauslaufen dürfte. Wenn du dich als Anfänger bezeichnest und wirklich in die Astrofotografie einsteigen willst, solltest du mit deinem Gerät entsprechend bei Mond und Planeten ansetzen. Die sogenannte "Webcam" - oder "Videofotografie" ist hier die geläufige Methode, mit der man recht schnell ansprechende Ergebnisse erzielt. Das weißt du ja bereits, aber ich rate entschieden davon ab, jetzt auf die Schnelle irgendeine Webcam anzuschaffen. So einfach ist die Sache dann doch wieder nicht! In den vergangenen zehn Jahren war die Philips SPC 900 mit CCD-Sensor (640x480 bei 5,6 my Pixelgröße) hier das geläufige Einstiegsmittel gewesen. Natürlich ist sie längst abverkauft und wird allenfalls noch gebraucht angeboten. Hier lässt sich manchmal aus der "Bucht" noch ein Schnäppchen "schießen", aber ich würde inzwischen nicht mehr dazu raten. Zu viel hat sich inzwischen auf dem Markt getan, und wenn du heute eine Webcam von der Stange kaufst (und sie erst mal an dein Teleskop adaptiert bekommst) weißt du noch nicht, ob du die auf Tagfotografie ausglegten Einstellungen üerhaupt verändern kannst, damit du die längeren Belichtungszeiten für Mond und Planeten übahaupt erreichst. Kaufe hier also erst mal nichts! Lehrgeld wirst du meistens eh bezahlen, aber sinnlos sollte man sein Geld wirklich nicht verpulvern. Mache dich besser erst mal mit der Materie vertraut, bevor du irgendetwas fotografieren willst. Ich habe zwar selbst mit einer billigen Webcam angefangen, bei der ich glücklicherweise das Objektiv abnehmen konnte, aber mehr als eine absolute Notlösung war das auch nicht. Ich habe schließlich zweimal neu gekauft, bis ich endlich meine passende und geeignete Kamera gefunden hatte - währenddessen konnte ich aber schon genug Erfahrungen sammeln, um die Planetenfotografie von der Aufnahme bis hin zur Bildbearbeitung halbwegs zu erlernen. Auf Anhieb bringt so ein Vorhaben nämlich nie die gewünschten Ergebnisse: Man lernt eben immer wieder dazu. Trotzdem will ich dich von deinem Vorhaben nicht abbringen, aber du solltest nichts drauflos kaufen, denn so funktioniert das eben nicht. Von den vielen billigen "Mediamarkt-Webcams" rate ich entschieden ab: Wenn du Pech hast, kannst du noch nicht mal im Treiber die Belichtungszeit einstellen, und ohne diese Möglichkeit geht praktisch gar nichts.
Bringe erst mal dein Teleskop nebst Montierung in Ordnung. Ich weiß jetzt nicht, was du mit der "vertikalen Feststellschraube" genau meinst, aber sorge erst mal dafür, dass dein Fernrohr genau eingenordet ist (ok, das braucht es bei einer azimutalen Gabelmontierung wohl nicht) und ein angepeiltes Objekt überhaupt zentrisch im Okular halten kann. Diese Grundvoraussetzungen für entspanntes Beobachten sind für alle weiteren fotografischen Ambitionen von größter Wichtigkeit. Solltest du dann immer noch "knipsen" wollen, kann ich dir bei den ersten Schritten sicherlich helfen. Was mich interessiert: Welche Okulare hast du schon da? Typ, Steckmaß und Brennweite wären hier hilfreich. Besitzt du eine Barlow zur Brennweitenverlängerung? Was fast noch wichtiger ist: Hast du eine Taukappe, die du über der Öffnung anbringen kannst, damit du gerade in dieser extrem feuchten Übergangszeit die Taubildung auf deiner Schmidt-Platte verhindern kannst? Ich musste nämlich letztens schon mehrere Beobachtungs-Sessions aufgrund des starken Taubeschlags der Frontlinse (Mak-Cassgrain) abbrechen. Durch "Milchglas" sieht man nämlich nichts...
Mach also erst mal eine kleine Bestandsaufnahme und bringe Teleskop nebst Montierung in einen einsatzfähigen Zustand, dann sehen wir weiter. Dein computerisiertes GoTo-System muss mit den üblichen Referenzsternen kalibriert sein, damit es überhaupt funktioniert. Dann sehen wir weiter!
Hallo Chris,
erst mal vielen Dank für Deine Antwort. Also wir haben nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen das Teleskop ganz gut im Griff. Bei meinem Freund, der in einem sehr kleinen Dorf wohnt, haben wir das Teleskop genau eingerichtet. Die GoTo Funktion hilft auch da, man muß das Teleskop nur ungefähr nach Norden ausrichten, und es fährt dann nacheinander drei helle Sterne an, die man genau anpeilen muß, und schon ist das Gerät "genordet". Und gerade wenn man sich am Anfang am Himmelzelt noch nicht so gut auskennt, ist die GoTo funktion wirklich Klasse, es gibt zum Beispiel eine "Führung" durch den Nachthimmel, wo die Sternzeichen erklärt werden und auf dem Display bekommt man dazu immer die Daten des Objektes angezeigt, wie Bezeichnung, Typ/Klasse, Entfernung usw. Oder was ich auch mag, ist die Funktion sich die aktuell interessantesten Objekte der Nacht anzusehen, sozusagen ein best of night. Das einzig doofe an dem Standort ist, das bis 24.30 Uhr die Straßenbeleuchtung an ist. Aber dann ist es dort Stock Dunkel, und man hat fast rund herum bis zum Horizont freie Sicht.
Also das Astronomie kein billiges Hobby ist, haben wir auch gemerkt. Alleine die Taukappe hat knapp 100 € gekostet und die Okulare http://www.astroshop.de/omegon-deluxe-okularkoffer-optimiert-fuer-brennweiten-ab-1800mm/p,23608#tab_bar_0_select ,(bin mir ziemlich sicher das es die sind), haben damals aber noch rund 300€ gekostet. Ich weiß das sind nicht gerade die besten, aber für den Anfang hats gut gereicht. Dann noch ein Meade zoom Okular 8-24mm, Polarisationsfilter, Barlowlinse da hab ich die Brennweiten aber leider nicht im Kopf :wtf:, und Sechs Farb und noch ein Mondfilter. Alleine dies Zubehöhr hat glaube ich über 900€ gekostet, wenn ich mich richtig erinnere.
Und wegen der Fotografie, wir sind uns da vollkommen im Klaren darüber, daß dies ohne "Mentor" sehr, sehr schwierig ist und ne Menge Lehr und Real Geld und Zeit kosten würde.
Aber Du hast recht, ohne funktionierendes Teleskop ist das eh alles nur makkulatur. Der Defekt ist das ich das Teleskop beim hoch oder runter schwenken nicht mehr feststellen kann, also kippt der Tubus immer nach unten.
Was für ein Programm benutzt Du denn um deine "Ausflüge" zu planen?, wir nehmen dazu entweder Celestia ( meist, wenn ich Karten ausdrucken möchte), aber wenn ich die Nacht Visuel planen möchte nehme ich auch ganz gerne World Wide Telescope zu Hilfe.
Puh, ich glaube Du hast mich angesteckt lange Texte zu schreiben. 😊
Also bis demnächst, Gruß Stefan
Du hast ja keine Ahnung, was lange Beiträge sind... 😉 Was meinst du damit, dass der Tubus immer nach unten schwenkt? Handelt es sich hierbei um eine Schraube, die den Tubus an der Gabel hält? Wie kannst du dann überhaupt GoTo nutzen, wenn der Tubus nicht in Position bleibt? Das Problem solltet ihr noch lösen, schlage ich mal vor. Solltest du sonst alles soweit parat haben, kannst du mal schauen, was für einen Verlängerungsfaktor die beiliegende Barlow hat. In Punkto Kamera kann ich dir, wenn es soweit ist, vielleicht helfen. Meine alte CCD-Kamera liegt derzeit nämlich ungenutzt in der Packung herum. Mache dich aber erst mal zur visuellen Beobachtung bereit, wozu auch das Wetter endlich wieder mitspielen muss.
Arrow hat geschrieben:
Handelt es sich hierbei um eine Schraube, die den Tubus an der Gabel hält? Wie kannst du dann überhaupt GoTo nutzen, wenn der Tubus nicht in Position bleibt? Das Problem solltet ihr noch lösen, schlage ich mal vor.
Arrow: Genau so ist es, und damit ist das Teleskop zurzeit "praktisch" zu nichts zu gebrauchen, außer vielleicht als Kleiderständer. 😉 Habe im Moment nur einen Feldstecher 20x80 zur Verfügung, macht aber auch Spaß, vor allem beim Mond oder den Plejaden etc.
Wegen der Barlow, ich habe jetzt nur noch in Erinnerung, das es eine Zweifach-Barlowlinse ist. Wenn ich nächste Woche bei meinem Kumpel bin, schaue ich mal nach, und kann Dir dann Genaueres sagen.
Ja ja, das liebe Wetter, bei uns Regnet es gerade auch wie aus Kübeln, hoffen wir mal das es für den restlichen Herbst/Winter besser wird.
Gruß Stefan
Ganz klar, das Problem muss wirklich behoben werden, und die Schlechtwetterzeit bietet sich dafür geradezu an. Ein 8" ACF sollte nicht als Kleiderständer sein Dasein fristen müssen - das Teil will den Nachthimmel sehen! Es kann doch wohl nicht an einer einzigen Schraube hängen bleiben, also kümmert euch doch besser darum, bevor ihr deswegen noch die Jupitersaison verpasst. Schlechtes Wetter kann man nicht ändern, aber so ein fundamentales mechanisches Problem an der Montierung sehr wohl. 😉 Wäre sonst wirklich sehr schade drum.
Es wird kalt und zwar bitterkalt! Das durfte ich jedenfalls am vergangenen Montagabend feststellen. Dickste Winterkleidung war Pflicht, und am liebsten hätte ich sie auch meinem PC verordnet, der nach zwei Stunden bereits leichten Raureif angesetzt hatte. Der zunehmende Mond stand vergleichsweise günstig, wenn auch nicht gerade sehr hoch. Noch habe ich nicht alle Serien verarbeitet, aber ein Bild kann ich schon vorzeigen. Weitere folgen.
Ich sehe schon, dass es mit den Mondaufnahmen noch ein wenig dauern wird. Einige sind leider auch fast unbrauchbar, da sich das Seeing stetig verschlechterte. Immerhin konnte ich den ersten Jupiter dieser Saison aufnehmen. Der Abbildungsmaßstab ist noch etwas klein, aber an einer angemessenen Brennweitenverlängerung arbeite ich bereits. Bei geringerer Brennweite schlägt zumindest das schlechte Seeing noch nicht ganz so schlimm durch... Immerhin landeten gleich drei Monde auf der Aufnahme. Hatte ich jetzt auch noch nicht, wenn ich mich recht entsinne...
PS Klicken zum Vergrößern. Ganz so winzig ist das Bild auch wieder nicht. 😊Hallo Arrow,
da ist Dir ja mal wieder ein suuuper "Schnappschuß" gelungen, jetzt ehrlich, ich finde das ist (mit) das schönste Mondfoto was ich von Dir gesehen habe. Ja die kalten Nächte sind oft die besten, wenn die Luft kaum in Bewegung ist, aber man braucht halt wirklich Ausdauer, und/oder muß "abgehärtet" sein, oder noch besser ist natürlich, wenn man in der Nähe eine "aufwärm" Möglichkeit hat.
Diese "östlich von Tycho" Region (geile Bezeichnung 😊 ) ist ganz schön bombardiert worden, mein lieber Scholli.
Wie (Einstellungen, Hardware?) hast Du das/die Bilder gemacht, und ist das eine Einzelaufnahme oder mehrere Bilder übereinandergelegt, und wie lange hast Du fürs Nachbearbeiten gebraucht.
Was mich auch noch interessieren würde, wäre ob Du schon mit Deinem neuen Deep Sky-Fernrohr "arbeiten" konntest, und bekommen wir da auch Mal Bilder davon zu sehen?.
So das war wieder ein ganzer Berg Fragen an Dich. :rolleyes: ;7
wünsche Dir gutes Wetter und ruhige Luftverhältnisse Kalumet
Kalumet schrieb:Hallo Arrow,da ist Dir ja mal wieder ein suuuper "Schnappschuß" gelungen, jetzt ehrlich, ich finde das ist (mit) das schönste Mondfoto was ich von Dir gesehen habe. Ja die kalten Nächte sind oft die besten, wenn die Luft kaum in Bewegung ist, aber man braucht halt wirklich Ausdauer, und/oder muß "abgehärtet" sein, oder noch besser ist natürlich, wenn man in der Nähe eine "aufwärm" Möglichkeit hat.
Danke dir. Ich persönlich bin zwar mit der Schärfe nicht ganz zufrieden, aber mehr war gewinnbringend nicht rauszuholen. Der Mond stand eben auch nicht besonders hoch (32°), da ist erst ab etwa 50° Höhe meist nochmal eine gewaltige Steigerung der Bildruhe drin. Bei der Sache mit der Kälte muss ich dir leider widersprechen: Die Luftunruhe ist im Herbst oder Winter grundsätzlich genauso vorhanden wie im heißesten Sommer. Im Sommer kann natürlich noch aufsteigende Wärme des aufgeheizten Bodens hinzukommen, aber klirrende Kälte ist kein Garant für gutes Seeing. Hier stand das Objekt leider nicht hoch genug, was ja ebenso atmosphärische Probleme verursacht. Ich glaube, nächsten Monat steht der Mond wieder höher. Es ist schon eine ganz schöne Quälerei bei der Kälte, aber da muss man eben durch. Warmer Tee hilft da aber Wunder, wenn man ihn nicht gerade zum Grog verfeinert. Alkohol öffnet die Poren und erleichtert die Auskühlung noch. Das kann man nicht brauchen. 😉
Kalumet schrieb:Diese "östlich von Tycho" Region (geile Bezeichnung 😊 ) ist ganz schön bombardiert worden, mein lieber Scholli.
Ja, die Südregion ist ein wahrer Hingucker, was die Einschlagsdichte betrifft. Schon visuell ist sie bei 70x eine wahre Pracht, wenn die Mondphase (also Lage der Tag-Nachtgrenze) stimmt. Ich habe das Bild auch deshalb nicht nach dem Krater im Bildzentrum benannt, da wohl die wenigsten hier etwas mit dem Namen "Stöfler" anfangen können. Tycho kennen aber viele noch, und diesen findest du ganz links am mittigen Bildrand, wenn auch bereits bis auf den leuchtenden Rand in Dunkelheit gehüllt.
Kalumet schrieb:Wie (Einstellungen, Hardware?) hast Du das/die Bilder gemacht, und ist das eine Einzelaufnahme oder mehrere Bilder übereinandergelegt, und wie lange hast Du fürs Nachbearbeiten gebraucht.
Die Aufnahmen habe ich wie immer mit der weitverbreiteten Fokalfotografie-Methode gemacht, wo der Kamerasensor direkt in den Brennpunkt des Teleskops gebracht wird. Ansonsten natürlich Video-Fotografie bei möglichst kurzer Belichtungszeit. Bildgröße waren 800x800p bei ca. 8ms Belichtungszeit, was um die 66 Bilder pro Sekunde erlaubt. Von 3300 Bildern wurden anschließend etwa 1200 überlagert und anschließend geschärft & nachbearbeitet. Die Nachbearbeitung des Summenbilds geht eigentlich recht schnell von der Hand, aber Analyse und Stacken des Ausgangsmaterials dauern schon gut 15-20 Minuten an meinem betagten PC. Für die Aufnahme verwende ich FireCapture oder SharpCap, zum Analysieren, Mitteln und Überlagern entweder Avistack2, Autostakkert 2 oder Registax. Die Nachbearbeitung übernehmen meist, Registax 6, Fitswork und/ oder Gimp. Kommt eben immer drauf an, was ich machen will oder welches Objekt ansteht. Mit etwas Erfahrung hat man schnell einen recht zuverlässigen Arbeitsablauf.
Kalumet schrieb:Was mich auch noch interessieren würde, wäre ob Du schon mit Deinem neuen Deep Sky-Fernrohr "arbeiten" konntest, und bekommen wir da auch Mal Bilder davon zu sehen?.
Dieses "Projekt" habe ich vorläufig auf den nächsten Monat verschoben. Meine nächsten Anschaffungen kommen erst mal meinem Planeten-Mak zugute. Grundsätzlich soll der Newton mein visuelles Deep Sky-Gerät werden, aber ich habe vor, auch mal einige der helleren Objekte damit abzulichten. Wie gesagt, für ernsthafte DS-Fotografie ist meine Ausrüstung wirklich nicht geeignet, aber ich will natürlich versuchen, ein paar "Schnappschüsse" zu landen. Versprechen will ich da aber noch nichts, denn für mich wird das völliges Neuland sein. Möge der Himmel wenigstens klar sein. Letztes Jahr war es ja eine Katastrophe.
Kalumet schrieb:So das war wieder ein ganzer Berg Fragen an Dich. :rolleyes: ;7 wünsche Dir gutes Wetter und ruhige Luftverhältnisse Kalumet
Nicht doch! Nur her mit den Fragen. Was macht eigentlich dein Teleskop? Diese Schraubengeschichte sollte doch wirklich zu lösen sein! Danke, wir werden sehen!
Arrow hat geschrieben:
Die Luftunruhe ist im Herbst oder Winter grundsätzlich genauso vorhanden wie im heißesten Sommer. Im Sommer kann natürlich noch aufsteigende Wärme des aufgeheizten Bodens hinzukommen, aber klirrende Kälte ist kein Garant für gutes Seeing.
Das bei Kälte "immer" das bessere Sternen-Guck-Wetter 😊 wäre, ist natürlich Quatsch und so hab ich das auch nicht gemeint. Meinen schönsten "Himmel" hatte ich z.B. in Marokko ( und da war es nicht gerade sehr kalt 😉 ), aber ich glaube im Durchschnitt hatte ich wirklich im Winter die besten Seeings, kann aber auch sein das dies nur eine subjektive Wahrnehmung von mir war.
Ich habe inzwischen herausgefunden, daß es in Stuttgart einen lizenzierten Meade Reparaturservice gibt. Jetzt müssen wir es nur noch hinbringen, aber mein Freund glaubt immer noch das Er das Problem "irgendwie" selbst beheben kann. 😡
Diese Schraube auf der linken Seite des Teleskops ( ist rechts das allerselbe, aber habe nur ein Foto der anderen Seite gefunden) ist der Übeltäter. Mann arretiert normaler weiße den vertikalen Winkel, indem man das Rad "festdreht", aber nun dreht das Rad immer durch, aber man kommt da einfach nicht ran. Wir haben schon die Verkleidung mal abgenommen, aber so einfach ist das nicht. Wahrscheinlich muß man um da ran zu komme das halbe Teleskop auseinandernehmen. :sigh:
Puh das hört sich nach ganz schön viel Arbeit an die Fotos nachzubearbeiten, aber wenn dann so tolle Fotos wie (oft) bei Dir herauskommen, ist das bestimmt ein tolles Gefühl, oder?. Wenn man sich vorstellt wie weit weg das "Objekt" ist und wieviel Zeit (Deep Sky) vergangen ist, bis das Licht bei uns eintraf, und just in diesem Augenblick "lichtet" man das "Licht" ab, ist das doch der totale Wahnsinn, finde ich auf jeden fall. :wtf: 😁
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Deine nächsten Bilder. Stefan
Keine Sorge, das Teleskop müsst ihr ja nicht zerlegen. Ist eine reine Montierungsgeschichte, der man sicher schnell beikommen kann. Solange diese Schraube nicht fixiert ist, dürfte der Motor wohl immer nutzlos ins Leere drehen. Behebt das so schnell wie möglich, so dass ihr euer SC ordentlich nutzen könnt!
Naja, auch die Planeten sind schon eine ganze Ecke entfernt, da darf man sich nix vormachen: Das können je nach Entfernung ganze Lichtstunden sein. Im DS-Bereich wird´s dann allerdings richtig episch: Da läuft dann wirklich die Zeitmaschine! Ich habe noch ein paar Bilder in petto - abwarten! 😊
Ich habe mir jetzt das restliche Material vorgenommen und die braubaren Aufnahmen bearbeitet. Bin doch sehr positiv überrascht, was ich mit ein paar Kniffen aus dem recht tief stehenden Mond rausholen konnte. Leider trübt ein ziemlich blödes Staubkorn auf dem Filterglas die Qualität. Da lässt sich nachträglich leider (fast) nichts mehr machen. Die obige Aufnahme habe ich auch noch einmal etwas nachbearbeitet, aber ansonsten rühre ich das Material nicht mehr an. Der Mond muss beim nächsten Mal noch etwas höher steigen, dann ist sicher noch mehr drin.
@Arrow:
:o , Das sind wirklich supertolle Fotos, man kann sogar den Zentralberg bei vielen Kratern sehr gut erkennen, der ja entsteht, wenn sehr große oder sehr schnelle Objekte einschlagen, dabei federt die Mondoberfläche zurück und bildet den Zentralberg. Diesen Vorgang kennen wir alle, es ist so ähnlich wie wenn ein Objekt ins Wasser fällt und dabei in der Mitte des Einschlages ein Tropfen in der Mitte hochspringt. Um so höher die Energie (Größe/Geschwindigkeit) des Objektes um so höher der Zentralkrater/Tropfen.
Das letzte Foto (östlich von Tycho) ist Klasse, den man sieht darauf alle fünf Kratertypen, von ALC (schalenförmige Krater mit scharfem, glattem Rand, ohne erkennbar abgesetzten Kraterboden) bis TYC (mehrfach terrassierte Kraterwälle, ausgedehnte Kraterebenen. Kraterrand nicht mehr scharf, sondern in Zinnen und Gipfel gegliedert). Habe bei Wikipedia was Interessantes über Meteorite(?) und Tycho gefunden:
Im Allgemeinen schlägt ein Meteorit einen Krater, der wegen seines Verdampfens und Explodierens 10- bis 20-mal größer ist als er selbst. Das im Innern herausgeschleuderte Material bildet bei manchen Ringgebirgen – wohl durch eine Art Staubwolke – sternförmige Strahlensysteme. Man sieht sie bei Vollmond im Umkreis von 60 Kratern Hunderte Kilometer weit ausstrahlen – besonders deutlich an den mit 800 Millionen Jahre vergleichsweise jungen Ringgebirgen Copernicus, Kepler und Tycho. Da sie beim Terminator keine Schatten werfen, können diese Strahlen nur flache, helle Spuren auf dem dunklen Mond-Basalt sein.
Das Bild des Montes Caucasus ist auch toll, da es nicht zu dunkel oder zu Hell ist ( hast Du diesesmal echt gut hinbekommen! :yes2: ), man kann wunderbar die Details erkennen und wie das Gebirge in die Ebene ausläuft. Besonderst toll finde ich den Krater im linken oberen Betreich, dessen Zentralberg von einem Objekt getroffen wurde. :snipe:
Vielen Dank für Deinen "kleinen" Astroblog, Wünsche Dir wie immer gutes Seeing Stefan
Edit: Das Staubkorn auf dem Filter fällt bei dem ganzen "Mondstaub" doch gar nicht auf. :lol:
Merci für das Lob! Ja, die Strahlenkrater wie Tycho oder Kopernikus gehören auch zu meinen Lieblingen - sowohl visuell also auch fotografisch. In der Regel passt das Strahlensystem leider nicht komplett auf ein Bild, wenn man die Brennweite so hoch wählt, dass der Krater selbst das Hauptmotiv ist. Zu meinen weiteren Lieblingsmotiven gehören ganz klar die Mond- Apenninen sowie der Mond-Kaukasus. Bei der richtigen Phase (wie oben) erinnert die Kaukasus-Region ein wenig an eine riesige Gespenster-Fratze mit nach unten abgewinkeltem Maul. 😊 Mehrfach-Impakte in Kraterbecken sind nichts Ungewöhnliches - in der Südregion des Mondes findet man praktisch kein größeres Wallgebirge ohne eine Vielzahl davon. Der Krater, den meinst, ist Cassini.
@Chris:
Keine Ursache, das Lob haste Dir redlich verdient. 😊 Die Strahlensysteme sind echt klasse, aber ob man die als Amateur ganz ablichten kann, ist fraglich, es gibt zwar Weitwinkel-Okulare aber die wo was taugen sind echt teuer, und selbst mit denen ist es sehr fraglich, ob man sie ganz drauf kriegt, denn die Strahlensysteme sind echt riesig.
Man merkt es spricht ein kenner :lol: , die Mond- Apenninen und der Mond-Kaukasus gehören auch zu meinen "Mond-Lieblingen" denn bei günstigem Lichteinfall finde ich das man dort auch die Höhe des Gebirges "erahnen" kann, was ja bei der Astrofotografie nicht gerade oft vorkommt. Ob Du es glaubst oder nicht in unserem "Beobachtungstagebuch" habe ich die Region mit "Geister-Fratze" bezeichnet. :shaking: :lol:
Oh man, jetzt erkenne ich nicht ein Mal mehr den Casini-Krater :hammer: , kein Wunder das, der mir gefallen hat, gehört nämlich auch zu meinen Favoriten. Wenn ich mich richtig erinnere, sind das ja mehrere Einschläge in der Mitte von Casini und genau das finde ich so geil, das der/die Einschläge dort genau in der Mitte den Zentralberg erwischt haben. :o
Oh je, jetzt hast Du mich richtig heißgemacht, ich würde Dir ja am liebsten Mal nen Besuch abstatten, um mit Dir eine Nacht zu verbringen ;7 :wtf: :squeeze: ,nee nicht so eine, zum Mond und Planeten gucken.
Gruß Stefan
Ablichten kann man die Strahlen sicherlich alle, aber dann wäre ein Mosaik vonnöten. Dafür waren die Bedingungen am 11.11. leider nicht gut und stabil genug. Durch ein Okular fotografiere ich übrigens nicht, das ist mir viel zu viel Glas im Strahlengang der Optik. Wird inzwischen auch kaum noch gemacht, obwohl noch einige darauf schwören.
Wusste ich doch, dass die "Fratze" kein Unbekannter ist... 😉 Derzeit gibt es leider nur die Wolken von unten zu beobachten, und das macht wenig Spaß. Ich hoffe wirklich auf besseres Wetter, denn morgen dürften meine benötigten Adapter und Verlängerungshülsen eintreffen... Was macht dein SC? Konntest du das Schraubenproblem lösen?
Klatsch durchs Okular "belichten" ist natürlich totaler Quatsch, (das wäre in etwa wie ein Ferrari mit Käfer Motor) das wäre ja die totale Verschwendung, da bewarheitet sich wieder Mal der Spruch "erst denken dan reden/schreiben/handeln". Echt das wird noch gemacht?, hat das auch irgendwelche Vorteile.
Ja beim Sc hat sich ein wenig was getan, wir haben letzte Woche dem lizenzierten Meade Reparatur-Service in Stuttgart eine genaue Fehlerbeschreibung mit Bild geschickt, mit der Bitte um einen Kostenvoranschhlag. Haben aber noch keine Antwort bekommen, werde am Montag mal nachhaken. Hoffentlich geht das schnell, weil ich habe echt richtig lust mal wieder zum Weltall beobachten. :nervous:
Ja doofes Wetter, immer wenn man lust zum "Himmelsspaziergehen" hat ist blödes Wetter, na ja ist zwar wahrscheinlich nur die subjektive Wahrnehmung, ist aber trotzdem Kacke.
Aber zum Glück gibts ja den PC und man kann sich ein wenig mit World Wide Telescope oder Ähnlichem "vergnügen", also ich finde es Klasse, man kann sich den Himmel ja sogar mit verschiedenen Spektren Z.B. (vier verschiedene) Infrarot oder Röntgen usw. anschauen. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, konnte ich es kaum glauben (in welch guter Qualität) man immer weiter ins Bild rein zoomen kann. Habe davor auch gerne mit Celestia den Weltall erkundet. 😊 Benutzt Du auch solche Programme?, und wenn ja vielleicht haßt Du ha einen Tipp für mich?.
Gruß der 2te Stefan
Kalumet schrieb:Klatsch durchs Okular "belichten" ist natürlich <strong>totaler</strong> Quatsch, (das wäre in etwa wie ein Ferrari mit Käfer Motor) das wäre ja die totale Verschwendung, da bewarheitet sich wieder Mal der Spruch "erst denken dan reden/schreiben/handeln". Echt das wird noch gemacht?, hat das auch irgendwelche Vorteile.
Brauchst wirklich nicht den Kopf auf die Tischplatte zu schlagen: Die Methode stand lange Zeit hoch in Kurs und wird von einigen Spezialisten heute immer noch sehr erfolgreich eingesetzt. Wenn Teleskop und Okular entsprechend hochwertig sind, lassen sich damit tolle Ergebnisse erzielen - habe sie selbst in diversen Foren schon bewundert. Die Methode hat eben den enormen Vorteil, dass man mit dem Projektionsadapter (wo Okular und Kamera adaptiert sind) durch Veränderung des Abstands von Kamerasensor und Okular den Abbildungsmaßstab (Größe, mit der das Objekt abgebildet wird) sehr frei variieren kann. Bei der Fokalprojektion hat man zwar mehr Licht und vermeidet Bildfehler durch das Wegfallen weiterer optischer Elemente, kann den Maßstab der Abbildung in der Regel aber nur noch über die effektive Brennweite des gesamten Systems verändern. Mir stehen da zum Glück noch weiteere Möglichkeiten offen, da ich ein System mit Spiegelfokussierung habe. Könnte sein, dass du bei deinem SC dasselbe hast. Meist wird der Spiegel bei Cassegrain-Systemen erst ab 10 Zoll fixiert und ein normaler Okularauszug verbaut. Musst du mal schauen!
Kalumet schrieb:Ja beim Sc hat sich ein wenig was getan, wir haben letzte Woche dem lizenzierten Meade Reparatur-Service in Stuttgart eine genaue Fehlerbeschreibung mit Bild geschickt, mit der Bitte um einen Kostenvoranschhlag. Haben aber noch keine Antwort bekommen, werde am Montag mal nachhaken. Hoffentlich geht das schnell, weil ich habe echt richtig lust mal wieder zum Weltall beobachten. :nervous:
Die melden sich schon noch. Meade ist da recht fix. Ansonsten hääte ich dich vermitteln können, denn die Service-Frau von Meade/Bresser-EU ist häufig bei astrotreff.de zugange und hilft eigentlich immer sofort. Das wird schon bald was - ein schlimmer Defekt ist es ja nicht. Als Astro-Software nutze ich bereits seit Jahren die bekannte Freeware "Stellarium".
Ähm, Arrow? Kannst du eventuell mal so etwas wie 'ne Kaufempfehlung für'n gutes Refraktorsystem abgeben? Oder sind die Spiegel besser?
Deacan schrieb:Ähm, Arrow? Kannst du eventuell mal so etwas wie 'ne Kaufempfehlung für'n gutes Refraktorsystem abgeben? Oder sind die Spiegel besser?
Gott, das ist praktisch ne Gretchenfrage mit so vielen Köpfen wie Medusa, aber gut. Spiegel sind bei entsprechender Öffnung immer günstiger im Preis als Linsen - zumindest wenn man eine richtig farbreine Abbildung haben möchte. Bei Apochromaten (mehrlinsigen, farbreinen Systemen) explodieren die Preise meist ab 5" (127mm. Bei Spiegeln hat man immer mehr Öffnung (Auflösung!) pro Euro, aber ein richtiger Ratschlag lässt sich eigentlich nicht geben, solange ich nicht weiß, was du mit dem Teleskop anfangen willst. Mond und Planeten oder Deepsky? Soll Fotografie drin sein oder eher alles Geld ins Visuelle fließen?
PS Die eierlegende Wollmilchsau gibt es hier leider nicht. Die meisten Amateurastronomen nutzen mehrere Systeme für ihre jeweiligen Zwecke.
So, der Newton ist nun kollimiert und einsatzbereit. Jetzt muss nur noch klarer Himmel her...
Arrow"]@Deacan Mein meistbenutzes Instrument zur Himmelsbeobachtung ist ein 8x40 Fernglass - 650gr, Weitwinkel. immer dabei. Andromeda bei klarem Himmel - atemberaubend. Sternhaufen, die nur als neblige verschwommene Fleckchen am Himmel stehen, sind plötzlich als Sternhaufen zu erkennen. Natürlich nicht aufgelöst in einzelne Sterne... Auf dem Mond ist auch noch vieles zu sehen, die Planeten lohnen damit eher nicht. Fernglas ist mMn DAS Instrument an sich. Und spätestens hier kommt die Geldfrage - was willst du, bzw. bist du bereit zu investieren. Ich hatte mir zum Start in die Astronomie einen 100/1000 Bresser Refraktor bei Liedl für 250€ rausgelassen. Inkl. einer Mon2 (~EQ 5) Montierung, die normalerweise schon alleine so viel kostet. Die Montierung hat 20kg. Ist eigentlich auch stabil aber der Refraktor hat schon einen langen Hebel. Das wackelt es grenzwertig. Kurzum, in der Stadt bei meinen mehr als lausigen Sichtverhältnissen - B27 mit 70.000 Autos täglich und entsprechenden Abgasschwaden, Licht usw. war das Rohr eine Fehlinvestition. Deepsky ist eigentlich nicht möglich, außer früh morgens ab 4 Uhr. Planeten geht besser, da fehlt aber dem Refraktor die Möglichkeit richtig hoch zu vergrößern. Und raus ins dunkle fahren? 30kg plus - 60 Treppen zum Auto und später wieder zurück schleppen? Dann noch die Orientierung am Himmel, das finden, was du suchst! Als Anfänger? Ich weiss, altgediente Astronomen schwärmen vom Erfolgserlebnis mittels dem Karkoschka was zu finden. Wir haben aber 2013. Mein Tipp für Anfänger, wie ich es auch einer bin - kauf dir zu Anfang was mit Goto Steuerung, am besten was handliches wie z.B. http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... eskop.html Damit, oder eine Nummer größer würde ich heute einsteigen. Gut für Planeten und wenn es mal in Urlaub mit soll, ist es deutlich handlicher als mein Refraktor. Ok, jetzt ist es so und meine nächste Anschaffung wird eine Goto Steuerung für meine Mon2 sein.
Du wohnst draussen und kannst Deepsky vom Garten aus, oder sonst irgendwie unkompliziert beobachten? Dann schau dir nach einem Newton, denn wie Arrow geschrieben hat, viel Teleskop fürs Geld. Mit einem Dobson bist du da vermutlich am besten dran. Sowas hier: http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... eisen.html Mit Aufsuchhilfe - kein goto oder in GoTo Ausführung http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... f-5-9.html Das da dann natürlich noch Zubehör dazu kommt ist dir klar? Okular,Okulare,Okulare. Evtl. Heizung für das Teleskop, Warme Kleidung, Stuhl usw. undsofort Wenn du weitere Fragen hast, melde dich. Es gibt natürlich auch Astronomie Foren: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbt ... p/ubb/cfrm
So ein Fernglas kann schon ein guter Einstieg sein, um sich am Himmel erst mal zurechtzufinden und die ersten Schritte zu tun. Ansonsten würde ich aber noch nichts speziell empfehlem, solange ich nicht weiß, wo Deacan vielleicht seinen Schwerpunkt setzt. Ich würde einem Einsteiger allerdings nicht per se zu einem GoTo-System raten, auf dem eine Optik sitzt, die nicht einmal einen Bruchteil der gespeicherten Objekte zeigen kann. Darüber hinaus muss so ein Teil erst mal anhand von Peilsternen kalibriert werden. Damit findet sich nicht jeder Anfänger zurecht. Soll viel im DS-Bereich möglich sein, kommt man um einen lichtstarken Spiegel praktisch nicht herum. Visuell ist da der Dobson unschlagbar, aber bei fotografischen Ambitionen muss die Optik auf eine parallaktische Montierung. Dann wird´s schon wesentlich teurer oder das Teleskop eben entsprechend kleiner. Da brauche ich also noch ein wenig mehr Input.
Ich konnte gestern mein Brennweitenproblem lösen und endlich mal wieder einen größeren Jupiter aufnahmen. Zum Glück wurde es nachts doch noch mal klar, nachdem vorher Vollbedeckung geherrscht hatte. War ziemlich frostig, aber das war es mir wert. Jetzt fällt erst mal Schnee... Irgendwie schaffe ich es doch immer direkt vor dem Wetterumschwung.
@ Arrow & Barfly: Danke erst einmal! So ein normales 8faches Fernglas steht bereits hier, plus eines mit 16 - 32fach per Zoomhebel, allerding ist dieses Teil im Höchstfalls für einen schnellen Blick aufs Nachbars Blumenkasten oder den nächsten Spatzen im Nussbaum geeignet - die Quali ist unter aller Sau. Aber wie sagt man so schön - geschenkter Gaul... Egal.
Vielleicht mal warum ich überhaupt frage - hier draußen im Randgebiet von Md sind die Nächte schön dunkel, nicht weit von hier ist der Kulturpark Rotehorn und da ist's zum Teil wirklich finster wie im Bärenpopo.
Ach ja, angefangen hatte es bei mir in der 6. Klasse mit einem "Baukasten" namens Astrocabinet 90.
http://www.ossiladen.de/shopping/advanc ... ro-Cabinet 90
Das war in der DDR - daneben gab es noch das Optik Cabinet, das ein Jahr zuvor unterm Weihnachtsbaum bei meiner Pflegemuttí lag. Astro war ja ab Klasse 9 als Wahlfach möglich, ab Klasse 10 dann Pflicht. Und die Bilder hier im Forum machen irgendwie Lust auf mehr.
@Arrow: Sehr schönes Foto, sogar mit dem "Großem roten" 😊 , ja nachts kann es jetzt recht "frisch" werden. Hast Du wenigstens ne Aufwärmmöglichkeit?, denn ohne ist bei mir im Winter nach ca. einer Stunde der "Ofen" :lol: aus.
@Deacan: Mit Deiner Frage kannst Du Astro-Foren zum Kochen bringen :lol: , da gibt es fast so viele Antworten wie (Hobby) Astronmen. Da muß man wirklich genauer deine Vorlieben (nein nicht diese) kennen, Mond/Planeten, oder Deep Sky/Nebel, und ob Du auch Aufnahmen davon machen möchtest.
Also ich finde Goto-Teleskope für Anfänger wie mich sehr praktisch, und wenn man die hellsten Sternzeichen kennt, ist das einmalige Einrichten auch kein Problem (bei uns ging es ratz-fatz). Da ist eher der Preis ein Problem, den ohne Goto bekommst Du halt für den gleichen Preis ein viel besseres Teleskop. Ich bin mit einem Freund zusammen stolzer Besitzer eines Meade ACF-SC 203/2034 8" UHTC LX90 GoTo Teleskops, das damals so 2,700€ gekostet hat, dazu kommen aber minnimum 500 € für Taukappe/Linsen/Filter CCd-Kamera und noch 1000 Sachen, die man natürlich auch noch gebrauchen kann.
Ich würde Dir Empfehlen Dir jemanden zu suchen, der schon ein wenig Erfahrung hat, glaube mir das ist Geld und Zeit wert, am besten einen Astronomie-Klub (und bloß kein Astrologie-Klub, sonst wirst Du dein blaues Wunder erleben 😁 ) oder Sternwarte.
Gruß Kalumet
Ja das stimmt schon, bei den Bildern bekommt man Lust auf mehr !!! Früher als Kind hatte ich auch mal ein Teleskop. Natürlich vieeeel primitiver als eure, aber hat echt Spaß gemacht.
Von daher bin ich immer auf neue Bilder gespannt, sei es vom Mond, Jupiter oder sonst was.
Gruß Peter
Man muss aber deutlich dazusagen, dass zwischen visueller und fotografischer Astronomie ein großer Unterschied besteht. Solche großen Planetenscheiben sind im Okular natürlich nicht zu sehen, das bleiben ziemlich kleine Scheibchen, für die man sich auch mal eine gewisse Zeit nehmen muss, da man das Beobachten und Auffinden von Details mit der Zeit immer besser "lernt". Bei Nebeln und Galaxien sind keinerlei Farben drin, und sie bleiben meist diffuse Rauchwölkchen, die man (je nach Teleskop-Öffnung und Vergrößerung) besser indirekt beobachtet. Viele Anfänger erhoffen sich gerade zu Beginn viel zu viel und sind entsprechend schnell enttäuscht. Hier heißt es dranbleiben und etwas Geduld mitbringen - der Spaß kommt in der Regel nach einer Weile wieder.
Auch bei der Fotografie darf man keine falschen Vorstellungen haben: Mal eben Kamera oder DSLR dranhängen und eben mal drauflos filmen ist nicht, denn Tag- und Astrofotografie sind nicht miteinander vergleichbar. Hier wird es auch sehr schnell mal richtig teuer, denn eine genaue Nachführung per guter Montierung ist Pflicht. Bei Mond- und Planetenfotografie ist es zwar etwas leichter, da die Videofotografie mit der heutigen Software hier recht gutes "Lucky Imaging" ermöglicht, aber auch hier ist Einarbeitungszeit nötig. Ich habe gut zwei Jahre gebraucht, um die aktuellen Ergebnisse zu erzielen. Meine ersten Aufnahmen stehen hier übrigens auch im Forum... Hier sind ganz andere Kameras vonnöten, da es hier nicht auf Langzeitbelichtungen ankommt, sondern auf Empfindlichkeit bei gleichzeitig hoher Bildübertragungsgeschwindigkeit. Mit einer geeigneten Webcam kann es hier zwar theoretisch schon losgehen, aber mit der Zeit wachsen auch hier schnell die eigenen Ansprüche. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was man in etwa machen will. Es gibt zwar Teleskope, die recht gute Allrounder sind, aber das ideale Gerät für alle Fälle gibt es leider nicht. Allgemein kann man sagen: Deepsky visuell erfordert viel Öffnung - hier bietet sich ein Newton-Reflektor an. Bei Mond- und Planeten und nur helleren DS-Objekten kann es etwas weniger sein (auch wenn man theoretisch nie genug Öffnung haben kann) - hier bieten gut farbkorrigierte Refraktoren die beste Kontrastübertragung, aber auch andere Systeme sind hier interessant. Gute Refraktoren sind sehr teuer, während Spiegeloptiken für den gleichen Preis viel mehr Öffnung liefern.
Ich komme mit meinen bescheidenen 5" Öffnung noch recht gut aus, aber im DS-Bereich wird mein neuer Newton mit seinem größeren Öffnungsverhältnis visuell im Vorteil sein. Hier sind endlich auch mal größere wahre Gesichtsfelder möglich. Mit einem langbrennweitigen Maksutov hat man hier doch einen starken Tunnelblick...
Im Moment ist der Himmel schön klar, aber wer weiß schon, wie lange das anhält. Warum die gute Phase nicht einfach mal ausnutzen und unseren derzeitigen Abendstern anpeilen, der nach Sonne und Mond der hellste am Himmel ist. Natürlich offenbart die Venus in Echtfarben keine Details, zeigt sich dafür zurzeit aber als hübsche Sichel im Okular:
Mal sehen, ob ich heute Abend noch zu Jupiter komme...
@Arrow: Hmmm, ich kann das Venus Bild nicht betrachten (größeres Bild), beim Jupiter Bild oben geht es. Hast Du schon einmal probiert Merkur abzubilden, soll ja ziemlich schwierig sein.
Kalumet schrieb:@Arrow: Hmmm, ich kann das Venus Bild nicht betrachten (größeres Bild), beim Jupiter Bild oben geht es. Hast Du schon einmal probiert Merkur abzubilden, soll ja ziemlich schwierig sein.
Das Bild wird bereits ins Originalgröße dargestellt, das passt also schon. 😉 Nein, Merkur habe ich noch nicht einmal beobachtet. Das Problem ist sein geringer Winkelabstand zur Sonne, sodass man meistens noch am Tag nach ihm suchen muss. Habe allerdings auch noch nicht viele Aufnahmen von ihm gesehen - so viel gibt´s bei dem kleinen leider auch nicht zu sehen.
Deacan schrieb:@ Arrow & Barfly: Danke erst einmal! So ein normales 8faches Fernglas steht bereits hier,Dann hast du ja schon was für den Anfang. Jetzt noch als Planetariums Programm 'Stellarium' auf dem Rechner installieren und mit Google Sky Map bzw. anderen ähnlichen Apps für Smartphonee und du weißt auch welches Pbjekt du da anschaust. Damit solltest du schon einige Doppelsterne wie Albireo im schwan lassen sich an guten Nächtten selbst von meinem Standort aus anschauen. Auf jeden Fall mit meinem 10x50
Vielleicht mal warum ich überhaupt frage - hier draußen im Randgebiet von Md sind die Nächte schön dunkel, nicht weit von hier ist der Kulturpark Rotehorn und da ist's zum Teil wirklich finster wie im Bärenpopo.Dann würde ich an deiner stelle auf viel Öffnung gehen, siehe den Post von @Arrow
Viel Öffnung ist ja immer gut - wenn man sie auch für die gewünschten Zwecke richtig einsetzen kann. In dein meisten Astroforen wird in der Regel zwar schnell der als Dobson montierte Newton-Reflektor (gerade mit 8 oder 10 Zoll Öffnung) empfohlen, mit dem sich zwar nominell bei dunklem Himmel viel sehen lässt, aber dafür einer händischen Nachführung bedarf. Sicherlich auch Geschmacksache, aber Mond und Planeten schaue ich mir bei hoher Vergrößerung doch lieber mit einer motorisch nachgeführten parallaktischen Montierung an, da ich mich dabei voll auf das Objekt konzentrieren kann. Wer den entsprechend großen Newton auf eine parallaktische Montierung packen möchte, zahlt jedoch für die Montierung etwa das dreifache der reinen Optik. Ich begnüge mich da mit weniger Öffnung, kann allerding auch schön im Sitzen beobachten, während das Objekt stets im Zentrum des Okulars bleibt. Und über Okulare, die überaus wichtig sind, haben wir noch gar nicht gesprochen! Ich bin deshalb sehr vorsichtig mit vorschnellen Empfehlungen. Das schlimmste an diesem Hobby ist sowieso nicht die Öffnung der Optik, sondern das viele Zubehör, das man noch benötigt...
Nachdem der Versuch am Jupiter letzte Woche scheiterte, da nicht mehr als eine unscharfe Scheibe ohne Details zu erkennen war, werde ich´s heute Abend noch einmal angehen. Teleskop steht derweil schon draußen und temperiert sich, die Akkus des Notebooks sind geladen, und alles ist bereit. Ein erster Blick durch das Okular zeigte vorhin bei ~200x ein recht schickes Bild: Zwei Wolkenbänder mit deutlicher Detailzeichnung sowie drei Monde. Soll er ruhig noch etwas höher herauskommen und der Himmel bloß klar bleiben! Fortsetzung folgt...
@Arrow: Viel Glück! :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2: :yes2:
Bitte ab jetzt immer Dreißig Daumen nach oben halten! 😊 Um 24 Uhr lag noch Höhennebel über meinem beobachtungsort und die Transparenz war heftig eingeschränkt. Nach dem Sichten der ersten Serie wollte ich fast schon wieder aufgeben, denn richtig scharf wurde das zu sehr abgedunkelte Bild einfach nicht. Zum Glück habe ich mich entschieden, auf bessere Himmelstranzparenz zu warten, und eine Stunde später war endlich wieder alles klar. Jupiter hatte um diese Zeit fast 60° über Horizont erreicht und die Luft war hervorragend ruhig: echte Ausnahmebedingungen!
Edit: Links des Planeten erkennt man ganz schwach noch Europa.
Hallo Chris,
na da hat sich das Daumendrücken ja gelohnt :lol: , das Bild ist um einiges schärfer als das letzte vom 25.11.. Da sieht man Mal wieder was kleine Unterschiede beim Wetter/Atmosphäre ausmachen können, Du hast ja die gleiche Hardware benutzt, oder?.
Danke für Deine Bilder, ich freue mich immer, wenn in meinem Postfach "Benachrichtigung über neue Antwort-Arrows kleiner Amateur Astroblog 2013" erscheint.
Gruß Stefan
Hey Stefan! Ja, da hast du mir wohl echt Glück gebracht. Bei dreißig gedrückten Daumen musste das ja auch was werden. 😊 Die Hardware ist natürlich dieselbe - steht ja auch alles im Bild. Man muss wirklich nur die richtigen Aufnahmebedingungen haben, dann ist auf einmal ein Ergebnis möglich, das Tage und Wochen zuvor noch nicht mal denkbar war. Dass der Planet etwas größer erscheint, liegt an der verringerten Distanz des Jupiters zu uns, bzw. an der neuen scheinbaren Größe am Himmel, die nun 45,7" beträgt (letzte Aufnahme 43"). Das macht sich sofort bemerkbar, man muss nur einmal den Durchmesser in Relation zur Fläche betrachten. Meiner Erfahrung nach geht es ab 45 Bogensekunden auch mit kleineren Teleskopen erst so richtig los. Ich bin gespannt, was noch alles drin ist. Die Bedingungen dieser Nacht waren schon extrem gut, fast optimal. Letztes Jahr konnte ich mir ja nur die Wolken von unten anschauen - insofern habe ich schon mehr erreichen können als in der letzten "Saison".
PS: Die Farbgebung ist diesmal auch viel näher am Original bzw. am visuellen Eindruck durch das Okular, was die Nacht übrigens sehr beeindruckend war. Die letzte Aufnahme war da doch extrem "kalt" gehalten.
So, das Jahr 2013 ist um! Ich möchte mich hiermit bei allen Mitlesern und Kommentatoren herzlich für ihre Rückmeldungen, Fragen und Ideen bedanken, die mein Mini-Blog sehr bereichert haben! Selbstverständlich wird es auch einen Astro-Blog für das Jahr 2014 geben, keine Frage. 😊
Derzeit herrscht Jupiter-Opposition, und ich schaue schon wieder die Wolken von unten an. Ich hoffe jedenfalls sehr darauf, noch in diesem Monat einen Jupiter aufnehmen zu können. Dieser soll dann auch noch hier erscheinen und den Astro-Blog für dieses Jahr gleichwohl abrunden und abschließen! Bleibt dran! Soweit vielen Dank euch allen,
Arrow 😁
So, Freunde, wie zuletzt versprochen, zum offiziellen Abschluss des Jahres 2013 noch einen Jupiter während dessen begehrter Opposition, oder besser: Eine Woche darauf, was aber kaum einen Unterschied macht. Ich weiß nicht, wie es euch daheim geht, aber hier ist es plötzlich sehr kalt geworden! Möglicherweise habe ich dem Kälteeinbruch in diesem bisherigen "Scheinwinter" den klaren Himmel zu verdanken, das mag sein. Steifer Frost und klarer Himmel müssen im Winter nicht immer zwangsläufig zusammenfallen, doch sind die beiden eher die Regel als die Ausnahme. Die Aufnahme stammt bereits von gestern, also dem 12.01., und ich dachte, auf den üblichen Taubeschlag dieses Mal vorbereitet zu sein: Die Optik ruhte schon seit einer Stunde auf der Montierung, doch eine große Plastiktüte bedeckte noch die Öffnung mit der so anfälligen Meniskuslinse des kleinen Maksutovs. Ich weiß wirklich nicht, was während dieser Jupiter-Saison in Punkto Luftfeuchtigkeit aus dem Ruder läuft, doch all die bewährten Vorsichtsmaßnahmen gegen Taubeschlag auf der Linse fruchten jedenfalls nicht (mehr). Ihr könnt´s euch denken: Taubeschlag trotz Abdeckung des Objektivs. Wenn WinJupos jedoch den Meridiandurchgang des Großen Roten Flecks auf Jupiter zeitnah in Aussicht stellt, hat man schlicht keine Zeit mehr für die Enttauung in Echtzeit durch Wegpacken der Optik. Nein, da müssen drastischere Mittel ran, also Kabeltrommel bei und den guten alten Haartrockner ans Netz gebracht. Hatte ich zuvor noch nie gemacht, gilt aber als immer angemessener Notbehelf für sämtliche Tau-Geschädigten mit Zeitdruck. Und es hilft sofort: Mit 30 Sekunden Heißluft ist die Linse frei und bereit für knappe 30 Minuten weitere Himmelsausrichtung, bevor Kälte und Luftfeuchtigkeit wieder zu ihrem physikalisch vorgeschriebenen Recht kommen. Linse frei, Spaß dabei. Sofort wird das Livebild auf dem Monitor heller, und die Aufnahmen können beginnen. Leicht stört da allenfalls noch die dezente Eisschicht auf der Steuerbox der Nachfühung...
Wenn dann die Aufnahme läuft und die erhofften 50 Bilder pro Sekunde auf die SSD geschaufelt werden, hat man schon wieder ein schlechtes Gewissen, da man auf einen erbärmlichen Monitor starrt, und nicht durch das Okular genießt, was man erst nach der obligaten Bildbearbeitung zu sehen bekommt. Ist man dann fertig und zu durchgefroren, um noch schön visuell zu beobachten, was man gerade gefilmt hat, schwört man sich natürlich sogleich, es beim nächsten Mal ganz anders zu machen. Was man dann aber eh nicht tut. Ist echt schon ein Kreuz mit dieser Astrofotografie! Naja, mir war dann wirklich zu kalt, daher zeige ich erst mal das bearbeitete Ergebnis.
Ist wirklich eine neue Aufnahme, auch wenn das Motiv erst mal frappierend an die letzte Aufnahme erinnert. Ich denke, ich kann diesen Blog mit gutem Gewissen nun endgültig abschließen. Bleibt mir weiterhin treu!
Wow! Tolles Bild.
Danke! Ich habe die Tage noch eine weitere Aufnahme gemacht. Dieses Mal habe ich den GRF nicht erwischt, aber warum nicht mal eine andere Gegend des Jupiter einfangen?
Die Abbildung ist ein klein wenig größer, da ich die Brennweite noch leicht erhöht habe.
Finde die qualität der Bilder wahnsinn. Wenn man die Entfernungen bedenkt... Bin ja ein Riesen Fan der Hubble Bilder usw...vor allem das Deep Field Bild war wahnsinn. Muzss mir mal den thread hier ganz durch lesen 😁 Edit: erledigt,tolle Bilder. Wow! +1
Arrow hat geschrieben:
Danke! Ich habe die Tage noch eine weitere Aufnahme gemacht. Dieses Mal habe ich den GRF nicht erwischt, aber warum nicht mal eine andere Gegend des Jupiter einfangen?
Dafür aber wieder mit Mond 😊 , ich finde die Jupiter+Saturn Bilder, wo die Monde auf einer Ebene aufgereiht sind am beeindruckenstden, aber solche Bilder bleiben wohl wahrscheinlich den "Profis" vorbehalten. Du machst wirklich fortschritte, wenn man die ersten Jupiter Bilder mit den neuen vergleicht :yes2: . Mein Favorit ist das Jupiterbild vom 10.12.2013 mit GRF und Mond Europa, es ist super von der Helligkeit und die Farben kommen auch toll raus (nicht so grell und grieselig wie auf anderen Jupiter Bildern). Ist ja aber auch kein Wunder, da habe ich ja auch die Daumen gedrückt 😁 .
Gruß Kalumet
Danke für die Rückmeldung! Die Kamera hab ich nun ganz gut im Griff, d.h. sie macht, was sie soll, und ich begreife, woran es lag, wenn etwas nicht klappt. 😉 Die Empfindlichkeit der kleinen "Roten" überrascht mich für eine Farbkamera immer wieder aufs neue! Ansonsten sind 80% der Aufnahmequalität von den Sichtbedingungen abhängig - da hatte ich die letzten Wochen echtes Glück gehabt. Jupiter wird in den nächsten paar Wochen weiterhin das Highlight des Himmels sein, allerdings reizt mich so langsam auch mal wieder der Mond. Die viele Knipserei hält einen aber schon sehr vom visuellen Genuss ab - dafür muss ich mir echt mal wieder mehr Zeit nehmen. Mal sehen, wann es wieder klar wird...
Ja, auch bei uns herrschen zu Zeit super seeing Verhältnisse wenn man sich für geschlossene Wolkendecken interressiert. 😁 Aber das wird auch wieder besser und die letzten Wochen konnten wir Sternengucker uns wirklich nicht beschweren, freie Sicht und mit der Kälte hat es sich auch in Grenzen gehalten. Tja Gucken oder Knipsen daß ist hier die Frage. Da kann ich Dir leider auch nicht helfen, daß mußt Du mit Dir selbst ausmachen :nervous: . Jo der Mond kommt immer gut, bin ich immer für zu haben. 😊
Gruß Kalumet
Wie gesagt, noch hat Jupiter klar Vorrang. Ich habe viel aufzuholen, nachdem es letztes Jahr so miserabel ablief. Schade nur, dass Jupiter dieses Jahr schon nicht mehr ganz so erdnahe steht. Die fetten Oppositionsjahre sind leider vorbei, und ab jetzt wird´s eben wieder etwas kleiner. Bei kleinen Öffnungen macht sich das natürlich sofort bemerkbar - ich erkenne den Unterschied schon deutlich, doch gibt es eigentlich keinen Grund zur Beschwerde. Bei Saturn sieht es die kommenden Jahre leider noch schlechter aus, denn er wird nicht mehr allzu hoch über den Horizont klettern. Gespannt bin ich allerdings auf den Mars! Das könnte dieses Jahr noch interessant werden mit dem Rostigen...
Der "Blog" hier bleibt noch bis Ende Januar geöffnet. Danach wird es wirklich Zeit, eine Fortsetzung zu starten. 😊
@Kalumet Was hat sich denn nun eigentlich mit deinem Teleskop ergeben? Du wirst doch nicht wegen einer defekten Schraube den Jupiter versäumen wollen? Herrjeh, was gäbe ich derzeit für 10" Öffnung! Ich erwarte von dir noch diese Saison einen kleinen Beobachtungsbericht... 😊
@Arrow: Ja da tut sich was (habe meinen Kumpel "endlich" überzeugt daß wir es selbst nicht hin bekommen :pimp: ) , wir haben am Donnerstag einen Termin in Stuttgart bei dem Händler (auch lizenzierter Meade Reparatur-Service) wo wir das Teleskop gekauft hatten. Wenn wir Glück haben und nur ne Schraube defekt ist, können wir es sogar ein paar Stunden später wieder abholen. Wir haben schon ausgemacht, daß wir dann so lange dem Planetarium in Stuttgart einen Besuch abstatten 😊 .
Freue mich wie "Sau" auf daß Teil, denn der Feldstecher kann ein Teleskop halt auf Dauer doch nicht ersetzten.
Gruß Kalumet
Das sind doch gute Nachrichten! So, wie du das Problem beschrieben hast, denke ich, kann es sich um nichts Großes handeln. Hoffen wir mal das Beste! Melde doch einfach mal, wie die Sache verläuft.
Wurde Zeit, Neuland zu betreten und die Kamera mit längerer Belichtungszeit an einem anderen Teleskop mal auf ein völlig anderes Objekt zu richten. Dies ist meine allererste Deepsky-Aufnahme. Ziel war M42, der große Orionnebel, und das Zentrum habe ich immerhin noch ganz gut drauf bekommen:
6" f/5 Newton, ASI 120MC, 8s, 120 Bilder.
Tipp, denkt euch das Bild mal perspektivisch: Das ist ein Adler, der in der Mitte seinen Kopf samt Schnabel nach unten richtet und dabei die Schwingen ausbreitet. Von links nach rechts fliegt er mitten durchs Bild. Einfach wunderbar! 😊
Ein wahnsinns Bild. Genial
@Arrow: Ich finde es sieht eher aus wie eine Taube 😉 , aber egal, es ist Dir sehr gut gelungen (hab schon wesentlich schlechtere Orion-Nebel Aufnahmen gesehen). Einfach wunderschön.
Ein überragendes Foto!!! :yes2:
Adler oder Taube... Fakt ist, das Tierchen hat nen Schnabel,Augen und sogar Ohren... (Wenn man genau hinsieht) 😉
Muss es nochmal sagen... HAMMER BILD!
Danke für eure netten Rückmeldungen! Ist im Moment auch nur ein erster Versuch. Das nächste Mal werde ich noch einiges optimieren. Ich muss das auf jeden Fall öfter ausprobieren...
PS Stimmt, könnte ebenso eine Taube sein. 😊
oh ja,bitte. Moar davon! 😁
by the way: ich hatte vor einiger zeit ein super geniales 1920x1080 desktop wallpaper gehabt
[Image: http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/36/y84f.jpg]
als wallpaper 1920x1080 seeehr geil
Scheint ein sehr farbenfrohes Sternentstehungsgebiet zu sein, das du da hast. Da will ich erst gar nicht mithalten, aber da es heute wieder klar ist, werde ich später einen weiteren Versuch starten. Mal, ob ich mit ein paar Optimierungen noch ein klein wenig mehr herausholen kann! Drückt mir die Daumen... 😊
Ja,ein tolles Bild. Ne um Himmelswillen,ich wollte kein vergleich anstellen. Drück dir auf jeden Fall die Daumen. Freu mich schon aufs ergebniss 😊
@Mightyspike: Hubble Bilder auf dem Desktop sind Klasse :yes2: , wenn Dir das gefällt hab ich einen Link für Dich. http://hubblesite.org/gallery/wallpaper/
Ich hab mir im Netz mal 100 Hubble Bilder als Packet runtergeladen und die und andere rotieren bei mir täglich als Desktophintergrund.
Gruß Kalumet
Das Wetter war mir hold, entsprechend ging es gestern Arbend erneut ans Teleskop, um den gewaltigen M42 aufs Korn zu nehmen. Die Fehlerchen vom letzten Mal sollten mir nicht noch mal unterlaufen! Eine volle Stunde wurde diesmal draufgehalten mit jeweils 10s pro Einzelbild, 76% Gain sowie einer ordentlichen Menge Darkframes, die es am Ende auch gebraucht hat. Die Nachbearbeitung war zwar ein kleiner Alptraum aus Umkonvertierung und Stacking-Durchgängen, doch am Ende hat sich der Tanz wirklich gelohnt. Fragt besser nicht, wie lange das gedauert hat - hier wird ein schnellerer Rechner benötigt:
Das Bild ist dieses Mal sogar auf 75% der ursprünglichen Größe verkleinert, was es hier noch nie gegeben hat. Ab jetzt wird der Nebel so richtig plastisch, und der alte Adler scheint förmlich explodiert zu sein. Jetzt wird so langsam die wahre Struktur des Orion-Nebels erkennbar, der dennoch erst so richtig beginnt, wo er hier schon wieder aufhört... Die hellen Sterne im Zentrum sind immer noch zu erkennen und zeigen als Referenzpunkt schnell, was sich im Vergleich zur letzten Aufnahme verändert hat: Es ist einfach mehr drauf, und das in endlich besserer Qualität. Fragt besser nicht, wie viele Stunden ich dafür gebraucht habe... 😊
Hat das Daumen drücken geholfen,wie man sieht. super,tolles Bild.
uh,uh,uh....goil. Danke Kalumet 😁
Ich habe mir das Material noch mal vorgenommen und es neu bearbeitet. Mir ist nämlich ein kleiner Fehler bei der Farbinterpolation unterlaufen. Blau und Rot wurden dummerweise vertauscht, da der falsche Debayer-Algorithmus ausgewählt war. Außerdem habe ich die Einzelbilder noch mal selektiert und "Ausreißer" mit schlechter Qualität aussortiert.
Nun auch in Originalgröße: M42 (mit M43 links) - ca. 1400 Lichtjahre entfernt:
6" f/5 Newton, ASI120MC, 370 Bilder à 10s, 76% Gain
@Kalumet: Sobald dein 10-Zöller wieder einsatzbereit ist, solltest du unbedingt auch mal auf den M42 halten und mit geringer Vergrößerung (<100x) beobachten. Ist immerhin eines der schönsten Winterobjekte!
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