Auch hier eine Abtrennung aus dem Desktopforum um es dort nicht mit anderen dingen zu überladen.
Hier einmal das Bild das den Beitrag ausgelöst hat [Image: http://i37.photobucket.com/albums/e95/Xerosyphon/enterprise_comparison.png]
So zu meinem Desktop. Vielleichst ist dem einen oder anderen auch aufgefallen das die Enterprise aus den neuen JJ Filmen in zwei größen abgebildet wird.Wenn ich das richtig verfolgt habe ist die kleinere Version die größe die sie haben sollte, wenn man das Fenster auf der Brücke als Maßstab nimmt. Das größere soll die Offizielle größe sein.
Persönlich finde ich es extrem, gerade wenn ich mir den neuen Film anschaue, wie stark die Größenverhältnise bei den neuen Filmen zu schwanken scheint. Der Hangar der neuen Enterprise ist größer als der einer Bengalklasse aber in einigen Außenshots passen da vielleicht zwei Shuttles rein.
In den Großaufnahmen des Brückenfensters...ein punkt über den ich immer wieder lachanfälle bekomme...Fenster...^_^.... Jedenfalls ist das Fenster etwas höher als ein Mensch und man kann sehen das der Rand der Untertassen Sektion nicht wirklich weit weg zu sei scheint. Dann in anderen Szenen ist das Brückenfenster wieder so klein das man kaum erkennt wo es ist!
Also entweder kann sich das Fenster magisch verkleinern oder irgendwer hat bei den Maßstäben scheiße gebaut. Überhaupt gefällt mir das neue Design so mal gar nicht...jedenfalls größten Teils.
Zum Beispiel das alles aus extrem glatten Flächen besteht. Da rutscht man doch nur drauf aus! Dann ist alles extrem Hell. Da sieht man kaum was...und bei den Bösen ist alles extrem dunkel. Also genau das umgekehrte Problem.
Das der Maschinraum aussieht als wäre es eine Bierfrabrik liegt daran das es eine ist. Finde ich aber okay. Lediglich auch hier sollte man sich mal einigen wie groß der nun ist. Teilweise hab ich das Gefühl die Enterprise besteht nur aus Maschinenraum und Lagerhallen.
Das krasse gegenstück dazu ist das Kaufhaus oder das was danach aussieht. Das wo im neuen Film so ne komische Brücke rüber gespannt ist. Wer den Film noch nicht gesehen hat...gute Unterhaltung, ist wirklich nett an zu schauen. Bloß das Design ist wieder grausam.
Naja könnte noch etwas mehr darüber ablästern.
PS: Ist schon mal jemanden aufgefallen das die Lenseflares aus der Konserve sind? Ich hab letzten ein Video gesehen in dem jemand alle Szenen mit Lenseflare zusammen geschnitten hat und die wiederholen sich überall! Teilweise kommen sie auch aus richtungen wo überhaupt kein Licht ist! Lieber JJ bitte nimm die raus. Die Filme sind schon nett gemacht aber erschießt bitte deine Designer und zerstöre die Enterprise im dritten Film damit wir entlich die Enterprise A bekommen. ^_^
Vielleicht ist dann die Seite von Bernd Schneider für dich interessant (falls die im ursprünglichen Thread noch nicht genannt wurde):
http://www.ex-astris-scientia.org/artic ... t.htm#size
Tja, gib Mister Abrams etwas in die Hand...
Ja der Artikel bringt so ziemlich alle Punkte zusammen. Mich stört dabei weniger ob die Enterprise jetzt größer wird oder nicht sondern ehr das es im Film einfach keine Konstante größe gibt. Wenn sie wenigstens diesen Punkt hin bekommen hätten könnte ich über vieles noch hinwegsehen aber ein Schiff das seine Größe je nach bedarf des Skripts verändert ist einfach nur sehr schlechtes Filmschaffen.
Davon abgesehen, hätten die Designer nicht vorher sich überlegen sollen ob alles was im Skript steht auch in das Schiff reinpasst? Gerade limits beim Design schafft viel kreativität beim erstellen von Szenen oder später für die Serie (ja ich denke nach dem letzten Film wird es eine geben) schafft es einfach ein realeres setting.
Was eine mögliche Serie angeht. Es wird im Film ständig davon gesprochen. Immer wieder kommt "Wir gehen auf eine 5 Jahres Mission, wir gehen auf eine 5 Jahres mission" und am ende kommt halt das "unendliche weiten...."
Irgendwie schreit das schon nach einer Serie die im Anschluss kommen soll.
....kennst du das hier schon?
Spoiler (Klicken zum Aufdecken)
http://i.imgur.com/wzi1weU.jpg
:rolleyes:
Das Bild nicht aber ich hab den zweiten Film schon gesehen. Häßliches Teil. Das ding ist dies soll wohl eine Anspielung auf die Excelsior sein mit ihrem "experimentelen Antrieb der es schneller macht als die Enterprise"
Persönlich finde ich es ziemlich schade das, das Schiff einfach nur irgendwie etwas heller ist als das schwarz des Weltraums dahinter. Ich weis es soll das Schiff der bösen sein aber warum ganz schwarz? Ein dunkles Grau das wenigstens irgendwelche details erkennen läßt wäre dich auch gut.
Ansonsten kann ich nicht viel zu dem Schiff sagen da es so total dunkel ist. Einzig das es von der Größe her wirkt wie die alte Enterprise zur Galaxy klasse.
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und was sollen diese Railguns bitte in der einen Szene?
Hmm...kenne den Film zwar noch nicht, aber den Bösewicht mit Superschiff haben wir jetzt auch schon ein paarmal gesehen...
Ja es ist wirklich etwas übertrieben worden. Das es vielleicht schneller ist als die Enterprise. Das ist sicherlich möglich. Immerhin waren spätere Schiffe jaa uch schneller als die erste Enterprise und die Excelsior sollte es ja auch sein, wenn es dann auch nicht so richtig geklappt hat. ^_^
gevatter Lars schrieb:Ja es ist wirklich etwas übertrieben worden. Das es vielleicht schneller ist als die Enterprise. Das ist sicherlich möglich. Immerhin waren spätere Schiffe jaa uch schneller als die erste Enterprise und die Excelsior sollte es ja auch sein, wenn es dann auch nicht so richtig geklappt hat. ^_^
Mir geht es jetzt gar nicht um das Schiff selbst, wo es herkommt, wie es aussieht oder was es kann. Es geht darum, dass das Thema "Superschurke bedroht Föderation mit Überschiff und hat außerdem ein persönliches Problem mit dem Captain der Enterprise" langsam ein klein wenig verbraucht ist. Was die Ideen betrifft, ist bei ST wirklich schon sehr lange die Luft komplett raus. Die Themen werden nur noch etwas variiert und visuell neu präsentiert, aber irgendwie hat man echt keinen Pfeffer mehr in der Mühle.
So, jetzt, nachdem ich "Into Darkness" gesehen habe, kann ich endlich richtig mitreden... oder besser gesagt, richtig auf die Pauke hauen. Dieser Film bettelt ja förmlich nach Schlägen. Das einzige, was mich zur Zeit erheitert, ist die Gewissheit, dass Abrams nach diesem Beinahe-Flop wohl keinen weiteren ST-Film mehr drehen wird. Wenn man in den Disney-Chefetagen noch einen Funken Verstand oder zumindest Anstand hat, sollte man das SW-Franchise spätestens nach diesem Film vor dieser Knalltüte und seinen Drehbuch-Kritzlern schleunigst in Schutz nehmen. Diesen Typen ist absolut nichts heilig – nicht einmal die eigene Ideenlosigkeit!
Ich will mal ein paar Punkte aufgreifen, die mir kreuz und quer im Magen liegen. Allzu viel darüber nachzudenken, war bei ST ja noch nie besonders gesund, aber so todernst, wie sich dieses Machwerk nimmt, will ich zumindest noch ein bisschen Spaß daran haben. Ich spreche darüber hinaus eine ernst gemeinte Spoilerwarnung aus!
1.) Die Eingangszene auf dem Alienplaneten Bei Star Trek gab es in den vergangenen Jahren ja schon viele beknackte Außerirdische zu sehen, aber diese weißgetünchte Rasselbande im Clownskostüm mit Narrenkappe war doch eher aus einem Douglas Adams-Roman entliehen und empfahl sich eindeutig für die nächste Folge von „Ijon Tichy“, wo ich schon bessere Aliens gesehen habe. Die Jagd durch den roten Wald hatte beinahe etwas von „Jäger des verlorenen Schatzes“ nur mit billigem Klamauk und schlechter Kameraführung. Für was man hier offensichtlich das Budget einsparte, wurde leider in den nächsten Minuten erst deutlich...nämlich, als es per Sprung ins Wasser ging. Doch dazu später.
2.) Spock in der Lava Ein Vulkanier im Vulkan oder welches Wortspiel trifft es wohl am besten? Wenn ich schlechte CGI-Lava sehen will, schaue ich mir Episode 3 an. Was um alles in der Welt wollte Spock mit einer Bombe in einem brodelnden Vulkan? Hatte er etwa Heimweh oder wollte er sich umbringen? Wieso konnte man ihn eigentlich ganz plötzlich nicht mehr zurückbeamen und warum musste er die schwachsinnige Bombe eigentlich per Hand platzieren? Antwort: Weil das Drehbuch ihn sinnlos in Gefahr bringen will, damit Kirk zu seiner Rettung die erste Direktive brechen muss, indem er...
3.) ...die SSN Enterprise aus den Fluten des Meeres steigen lässt. Warum um alles in der Welt musste man das Schiff eigentlich vor der Küste unter dem Meeresspiegel verstecken? Hatte der Planet etwa keine Umlaufbahn, wo jeder andere Drehbuchautor ohne völligen Lattenschuss das Schiff unbemerkt geparkt hätte? Die "Writer´s Guild of America" sollte sich mal dringend mit dem Alkohol- und Drogenkonsum ihrer Mitglieder auseinandersetzen. Antwort: Ganz einfach, weil wir so einen Quatsch vorher noch nie gesehen haben. Dass das Schiff anscheinend atmosphären(flug)tauglich ist und aufgrund der Schwerkraft sowie seiner eigenen Filigrankonstruktion (Untertasse, Triebwerke) nicht einfach auseinanderbricht, ist mir schon im letzten Film sauer aufgestoßen. Die Tauchszene mit anschließendem Senkrechtstart schlägt dem Fass allerdings die Krone ins Gesicht. Im großen Finale sehen wir übrigens ganz deutlich, dass das Schiff recht konventionelle Schubdüsen einsetzt, um in einer Atmosphäre die Höhe zu halten. Ich versuche mir gar nicht erst vorzustellen, wie das bitteschön unter Wasser funktionieren soll. Außerdem musste ich plötzlich irgendwie an einen James Bond-Film mit Roger Moore denken, dessen Name mir gerade entfallen ist. Sinn und Zweck des Ganzen ist natürlich der Bruch der Ersten Direkte durch Kirk, der hierbei zeigen darf, dass er Spock doch irgendwie gut leiden kann.
4.) Die erste Direktive... ...bricht man, indem man mit seinem Raumschiff vor den Augen einer unterentwickelten Zivilisation munter durch die Gegend fliegt. Gekauft! Man bricht sie anscheinend aber nicht, indem man ohne Verkleidung auf einem fremden Planeten herumspaziert, dabei von den Einheimischen entdeckt und anschließend über die Oberfläche gejagt wird. Auch die Verhinderung einer planetaren Naturkatastrophe durch eine wundersame „Bombentechnik“ tangiert die Oberste Direktive anscheinend keineswegs. Picard hätte vermutlich lange mit sich und den Vorschriften gehadert, bevor er die Rettung einer frühen Zivilisation durch einen Vulkanausbruch, der ja theoretisch einen Weg zur Entwicklung neuen Lebens darstellt, in Erwägung gezogen hätte. Zumindest hätte er sein Schiff definitiv nie im Meer versenkt. Es gab genügend Folgen, in denen man sich bei so einem Ereignis nicht eingemischt hat, es sei denn, die Sternenflotte hätte es aus Versehen erst hervorgerufen. Ich hätte die Enterprise jedenfalls lieber als gigantisches Löschflugzeug über dem Krater kreisen und die Feuersbrunst löschen sehen als diese alberne Fusionsbombe, die glühende Lava schockgefrieren kann. Kümmert sich die Sternenflotte im Abramsverse eigentlich immer so sorgsam um die Zukunft von irgendwelchen Hinterwäldlerplaneten? Verhindern die ab jetzt jeden Dammbruch, jeden Asteroideneinschlag, jede Hungersnot durch Überschwemmung und jedes Erdbeben? Hoffen wir nur, dass die Enterprise bei ihrem Start nicht ein unterseeisches Beben erzeugt und am Ende noch einen Tsunami ausgelöst hat. Gefriert Spock dann als nächstes etwa die Ozeane zu Eis?
Wird fortgesetzt...
http://www.youtube.com/watch?v=XZxzJGgox_E
...was anderes fällt mir nicht zum Film ein...
Deacan schrieb:http://www.youtube.com/watch?v=XZxzJGgox_E...was anderes fällt mir nicht zum Film ein...
Viel zu einfach, mein Freund, denn ich laufe mich gerade erst warm... Fortsetzung:
5.) Kirk lügt ...und zwar, dass sich die Balken biegen. Hatte er allen ernstes geglaubt, er könnte seinen Stunt mit der Enterprise einfach aus seinem Bericht heraushalten und sich leichtfertig aus der Angelegenheit schwindeln? Nach dem Motto: „Nix passiert - alles prima gelaufen, Admiral!“ Der Kirk, den ich kenne, hätte zu seine Aktionen gestanden, hätte sie verteidigt und vor dem Admiral selbstbewusst klargemacht, dass ihm das Leben seines Kameraden und Freundes wichtiger war als alle Vorschriften der Sternenflotte. Was sehen wir hier? Einen pubertierenden Oberschüler, der gerade vor den Schulrektor zitiert wurde, weil ihn sein Freund des Abschreibens in der Abiturprüfung bezichtigt hat. War doch völlig klar, dass Spock hier nicht lügen würde - doch nur Kirk mag das plötzlich überhaupt nicht einsehen und ist schockiert. Vielleicht hätte der Nimoy-Spock seinen Freund Shatner-Kirk tatsächlich gedeckt, doch diese beiden Neuauflagen verbindet keine Freundschaft, was man in den folgenden Szenen in aller Deutlichkeit spürt. Nichts als Streit, Missgunst und Unverständnis spielt sich da zwischen den beiden ab. Kirk geht erst mal einen Saufen und dann mit zwei Frauen ins Bett, die hinten einen Schwanz (!) haben. Passt ja, denn Eier hat er keine, sonst wäre er vor seinem Vorgesetzten nicht zum heuchlerischen Lügenbaron geworden.
6.) Dienstgrad-Karussell Kann man einen Offizier zu einem Dienstgrad hinabstufen, den er vorher noch nie besessen hat? Keine Ahnung, aber der alte Kirk wurde in den alten Filmen vom Captain irgendwann (6 Filme) zum Rear-Admiral und schließlich wieder zum Captain. Der neue Kirk wurde in zwei Filmen vom Kadett im vierten Jahr zum Captain und jetzt für kurze Zeit zum Commander. Ach egal, nach seinem Lügen-Kappes vor dem Admiral hätte ich ihn am liebsten wieder auf der Schulbank gesehen. Oder noch besser folgendes: Urplötzlich fahren die Wände zurück, ein Ausbilder tritt mit mürrischem Gesichtsausdruck herein und alles Ges(ch)ehene wird kurzerhand als Simulatorspuk entlarvt. So ähnlich wurde es im Intro zu ST 2 ja damals auch gehandhabt. „Alles nur eine Simulatormission, keine Angst!“ Das wäre was gewesen, zumal das Drehbuch von ST II: „Der Zorn des Khan“ hier eh zum Selbstbedienungsladen herabgestuft wurde.
7.) Flüchten für Fortgelaufene Khan - ja, die Katze kann aus dem Sack, auch wenn es bedeutet, dass man die Fans lange Zeit dreist verarscht, ja verarscht und belogen hat, - ermordet die Admiralität der Sternenflotte und beamt sich danach, schlau wie er ist, weg. Preisfrage für das Publikum, das eigentlich ein halbwegs durchdachtes Drehbuch erwartet: Wohin genau beamt sich der Oberschurke?
Antwort 1: Er beamt sich an Bord des geheimen Schlachtschiff-Prototypen, dessen exakte Koordinaten er nachweislich besitzt, da er an seiner Entwicklung für den finsteren Admiral beteiligt war. Mit diesem Überschiff unter dem Hintern verfügt er dann nämlich über die perfekte Vernichtungsmaschine, die ein Soziopath mit Wut im Bauch, Menschenhass und Allmachtsphantasien benötigt, um die Sternenflotte und alle anderen, die ihm im Weg stehen, zu unterjochen. Da er seine tiefgefrorene, treue Gefolgschaft zuvor im Inneren von 72 nagelneuen Torpedos versteckt hat, ist es ja nur logisch anzunehmen, dass sich diese an Bord oder zumindest in der Nähe des Schlachtschiffes befinden, für das sie ursprünglich entwickelt wurden. Also, nix wie dorthin, „shall we?“
Antwort 2: Blödsinn, Khan ist nämlich genetisch aufgewertet und deshalb ganz besonders clever. Er beamt sich natürlich nach Kronos, auf den Heimatplaneten der Klingonen, wo er von nun an darauf wartet, dass einer vorbeikommt, der ihn nicht einfach liquidieren, sondern nur gefangen nehmen will.
Spaß beiseite, Blödsinn her: Selbstverständlich wählt Khan Antwort 2, was mich zu folgenden Fragen verleitet: Habe ich etwas nicht mitbekommen, oder was genau wollte Khan denn nun auf Kronos? Sich verstecken? Hat ja prima geklappt, denn sein Transporterziel wurde recht schnell ausfindig gemacht. Massenmorden? OK, aber wieso dann gerade Klingonen, wenn er doch eher mit den Menschen eine Rechnung offen hat? Auf ein Sternenflotten-Schiff warten, das er kapern kann? In Ordnung, aber warum gerade dort? Wie wollte er seine Getreuen eigentlich befreien, wenn er doch weiß, dass der Admiral mit den bemannten Torpedos das perfekte Druckmittel gegen ihn besitzt? Nein, der wahre Grund ist, die Enterprise einfach mal schnell zum klingonischen Heimatplaneten fliegen zu lassen, was die auch ganz locker schafft, ohne abgefangen und in Stücke geschossen zu werden. Die Klingonen schießen bei der anschließenden Verfolgungsjagd dann auch mal den halben Planeten kurz und klein, stellen aber sofort das Feuer ein, nachdem sie das Schiff mit Kirk & Co an Bord endlich in einer Sackgasse zum Stoppen gebracht haben. Danach beginnt auch schnell ein heil- und sinnloses Geknalle gegen behelmte Grottenholme, das in der peinlichsten Klopperei der Kinogeschichte endet, seit es Bud-Spencer-Filme gibt.
Ich bin noch lange nicht fertig...
...gute Arbeit Arrow, sehr gute Arbeit sogar. Die Aufmerksamskeitsspanne des Zuschauers wird von Abrams wohl auf weniger als 6 Minuten eingeschätzt - anders kann man beim besten Willen sonst das ständige CGI Geknalle und Gedöhns nicht erklären. Vermutlich will man verhindern, das die Kinogänger zum Mobile greifen und ihren Facebookacount abchecken. Einer der besten Star Trek Filme war "Das unentdeckte Land". Wie viele Minuten Schlachtenkrams gab es doch da gleich und wie viele Minuten wirklich guter Dialoge und Charakterentwicklungen?
Für Star Wars sehe ich sehr sehr dunkelschwarz...
Des Elends nächster Teil. Keine Sorge (oder besser: sorry), ich habe noch mehr davon...
8.) Technobabble à la Abrams Die „Rote Materie“ aus dem Vorgänger war schon ein richtig hanebüchenes Ärgernis, das zur Erschaffung eines alternativen Universums hastig aus dem Hut gezaubert werden musste. Dicht gefolgt übrigens von einer aus der wiederum alter-alternativen Zukunft rückwirkend eingeführten Transportertechnologie, die so dummdreist ins Drehbuch hineingeschmiert wurde, dass man davon eigentlich nie mehr etwas sehen oder hören wollte. Leider bleibt einem hier wieder einmal nichts erspart, und so haben wir hier abermals die tolle Abrams-Schöpfung namens „Transwarp-Beamen“ zu ertragen. Wo ist die Technobabble-Blubbermaschine, die in sieben Staffeln Voyager doch so zuverlässig funktionierte? Wenn man schon zu feige war, dieses alberne Plotvehikel schlicht „Langstreckentransporter“ zu nennen, hätte der ST-Thesaurus dann nicht wenigstens einen „Multiphasischen hyperakzelerierenden Subraum-Materiekonverter“ ausspucken können? Klingt doch viel eher nach Star Trek, so wie wir es kennen, und nach drei Pils kann man es sogar ganz gut aussprechen. Von mir aus aber auch „Super-Akzelerierende Materietransportertechnik“ (S.A.M.TECH), wenn man schon auf Akronyme mit Sprengkraft (ich weiß, die echte Knallpaste schreibt sich anders) nicht verzichten will. Im Ernst: Selbst nach den kanonisierten Regeln der ST-Physik ergibt es keinerlei Sinn, eine fortgeschrittene Antriebstechnologie ("Transwarp") mit dem guten alten Transporterstrahl („Beam“) zusammenzurühren. Stattdessen ist „Trans“ in Star Trek wieder einmal ein allseits beliebtes Präfix, mit dem man irgendeinen lächerlichen Technik-Hokuspokus zum Erfüllungsgehilfen von schwachsinnigen Drehbuchkonstruktionen erklärt. Wenn diese Transportertechnik also inzwischen Gang und Gäbe ist, wieso setzt der Erfinder Scotty sie dann eigentlich nicht ebenso locker ein? Andererseits ist es dieses Mal schon wieder ein Riesenproblem, sich schnell bewegende Personen in Sicherheit zu beamen, was im letzten Teil noch Chekovs Gesellenstück darstellte. Zu dem (Scotty) muss ich aber auch noch etwas sagen, nämlich:
9.) Scotty macht blau, Chekov sieht rot Genau! Kaum sind die neuen Wunderwaffen der Sternenflotte an Bord der Enterprise, veranstaltet der Chefingenieur plötzlich ein total unglaubwürdiges Buhei, die schicken Flugkörper nicht mitzunehmen, da sie ja irgendeine schädliche Wirkung auf den Warpkern (WTF?) haben könnten. Wollte man die eigentlich im Reaktorkern zwischenlagern, oder was? Habe ich mich da eigentlich schon wieder verhört, oder wurde schon wieder ein Techno-Blödsinn herbeigeschrieben, um den Kerl den Dienst mal eben quittieren zu lassen? Natürlich war das der Fall, den Scotty nimmt sich die Auszeit, die er braucht, da das Drehbuch noch viel Blöderes mit ihm vorhat. Was macht der Junge in der Zwischenzeit? Genau, er trinkt erst mal einen im Separee des nächsten Elektro-Schuppens! Seinen alten Saufkumpan vom Eisplaneten hat er gleich mitgenommen, wie sich das gehört. Der kleine Schuppenträger taucht danach übrigens nicht mehr auf. Kennt jemand seinen Namen? Danach wird Chekov also hurtig zum Chefingenieur ernannt und muss Farbe (gold gegen rot, haha) bekennen. Super Idee! Die 18-jährigen an die Macht! Der junge Chekov bekommt zwar die folgende Stunde rein gar nichts gebacken - nicht mal das Sprechen, geschweige denn das Laufen - zeigt aber, dass man Wesley Crusher großes Unrecht angetan hat! Der konnte zumindest sprechen, bekam dafür aber noch weniger gebacken...
10.) Wurm im Khan oder: Wie der Zufall so will... Verrückte Zufälle und irrsinnige Konstruktionen bestimmen sowieso das Drehbuch von „Into Darkness“, aber hier muss ich doch noch mal nachhaken, und zwar in der Form: „Was wäre, wenn?“. Ja, was wäre eigentlich geschehen, wenn Kirk, bei den Klingonen angekommen, Khan über Funk nicht damit gedroht hätte, seine neuen, frisch gelieferten Torpedos gnadenlos gegen ihn einzusetzen? Das hatte er zwar ohnehin nicht vor, aber bluffen ist ja erlaubt.
Antwort: Khan hätte ihn mitsamt seinem Landetrupp ebenso zu Schaschlik verarbeitet, wie er es mit den bedauernswerten Klingonen getan hat. Er hätte in diesem Fall nämlich überhaupt keinen Grund gehabt, die Sternenflotten-Nasen zu schonen. Danach hätte er sich vermutlich das kleine Schiff gekrallt, um damit die Enterprise zu kapern, was er mit seiner Wumme auch locker geschafft hätte. Hätte er dann mal die Ladeliste durchgelesen, hätte er frohlockend festgestellt, dass all seine Gefolgsleute an Bord sind. Bingo! Shall we? Nö. Natürlich läuft es so herrlich nachvollziehbar (wieder) nicht ab. Drehen wir die Situation aber mal ein klein wenig um:
Was wäre geschehen, wenn sich Kirk, der von den Menschen innerhalb der Torpedos zu diesem Zeitpunkt nichts wusste, wie ein kaltblütiges Arschloch verhalten und die Teile gnadenlos auf Khan abgefeuert hätte?
Antwort: Khan hätte unter Schmerzen festgestellt, dass sein schlauer Plan, seine Gefährten vor den Klauen des Admirals zu schützen, indem er sie in die Gehäuse von Raketen packt, ein Hirndurchfall erster Güte war. Ganz im Gegenteil: Wollte er seine Leute sinnlos in Gefahr bringen, musste er sie geradezu in diese blöden Dinger verfrachten.
Von Ende habe ich noch nichts gesagt! Es wird weitergehen, ob ihr wollt oder nicht. 😁
Sehr schön Arrow. Ja der Film hat mehr Löcher als ein Käse. So viel ist an den Haaren herbeigezogen und wirkt künstlich aufgesetzt. Allerdings wenn du dann andere Leute aus dem Kino kommen siehst dann haben die sich vom Film nur zwei Dinge gemerkt. A) Ab und an ein witziger Spruch B) Die Effekte sahen ja schon schick aus
Bei solchen Ansprüchen von der Mehrzahl der Zuschauer erwarte ich irgendwie das da noch mehr vom selben kommen wird. Vielleicht sogar in Serie.
Manchmal ist unwissenheit ein Segen. Es gibt nur 10 Star Trek Filme 😉.
Schon der Vorgänger war doch absoluter Müll... dagegen wirkten selbst die miesen Episoden aus jeweils der 2.Staffel aller ST Serien sowie die Kinofilme 3,5 und 7 wie Meisterwerke ^^.
Into Darkness habe ich mir deswegen gar nicht mehr erst angetan, denn schon bei Star Trek hatte ich schon Mühe nicht abzuschalten. Der einzige Grund warum ich den Film bis zum Ende gesehen habe war, um alle Szenen von Leonard Nimoy mitzubekommen 😁.
Die Star Trek Filme sind auch alle Samt realistisch oder?? Mensch Leute, dass sind doch nur Filme! Ich habe noch nie in meinen Leben einen SciFi-Film gesehen der den echten Leben nachempfunden ist. Für die heutige Zeit ist halt nur Action angesagt und sonst gar nix.Wenn man so will,hätten die überhaupt keinen Star Trek-Film mehr drehen dürfen. Aber den ging es hierbei nicht um die Trekkies, sondern nur ums Geld verdienen. 😉
Catkiller schrieb:Die Star Trek Filme sind auch alle Samt realistisch oder?? Mensch Leute, dass sind doch nur Filme! Ich habe noch nie in meinen Leben einen SciFi-Film gesehen der den echten Leben nachempfunden ist. Für die heutige Zeit ist halt nur Action angesagt und sonst gar nix.Wenn man so will,hätten die überhaupt keinen Star Trek-Film mehr drehen dürfen. Aber den ging es hierbei nicht um die Trekkies, sondern nur ums Geld verdienen. 😉
Natürlich erwartet niemand von Star Trek ein naturalistisches Gesellschaftsdrama oder einen historischen Film, der dem Leben nachempfunden ist - schließlich wird Into Darkness bei den Filmfestspielen in Cannes auch nicht vorgeführt. Wenn es den Machern aber nicht auch um die Trekkies ginge, hätten sie das Franchise doch gar nicht erst wiedererwecken müssen. Stattdessen aber bettelt man doch ständig um das Wohlwollen der Trekkies, denen man andauernd Namen, Orte und Figuren aus dem Franchise um die Ohren schlägt, und selbstverständlich will man die neue Filmserie an der alten messen. Dass man sein Zielpublikum etwas breiter wählt, als es bei den früheren Filmen der Fall war, ist übrigens gar kein schlechter Gedanke. Doch selbst als reiner Actioner macht der neue Film einfach viel zu viel falsch - übrigens, auch der neueste "Die Hard" wurde wegen seiner unsinnig konstruierten Story kritisiert. Auch solch lupenreinen Actionfilmen lässt man nicht jeden Quatsch einfach durchgehen. Den muss man doch aufzeigen dürfen, wobei du mir ja überhaupt nicht zustimmen musst. Ich rede erst mal nur für mich. 😉
Kommen wir zu einigen weiteren Punkten:
11.) Scotty in Gefahr? Nö, nur an Bord und stets vor Ort Der Held der Stunde ist wieder mal Scotty, den das Drehbuch gerade noch rechtzeitig von der Enterprise herunter geschrieben hat, damit er sich auf Zuruf als Geheimagent und Saboteur betätigen kann. Hier hat man uns doch eindeutig frech etwas vorenthalten, oder nicht? Ich hätte zu gerne einmal verfolgt, wie es Scotty eigentlich gelungen ist, die geheime Produktionsanlage / Schiffswerft des finsteren Admirals zu infiltrieren. Es muss ja nicht gleich à la „Blair vs. Black Lance in Axius“ (WCIV) ablaufen, aber das war doch wirklich die Höhe. So einfach dringt man also in eine streng geheime Waffenschmiede der Sternenflotte ein? Einfach mal so eben den anderen Shuttles hinterher fliegen und darauf bauen, dass die Sicherheit dort an diesem Tag darauf verzichtet, die Anzahl der gelandeten Schiffe zu zählen oder die Ankommenden zu kontrollieren? Danach verbringt unser Scotty Stunden oder gar Tage damit, sich an Bord des Dreadnoughts nicht erwischen zu lassen und am Ende das Schiff genau zum passenden Zeitpunkt lahmzulegen. Erklärung: Das Schiff ist extrem automatisiert und für den Betrieb mit einer winzigen Besatzung ausgelegt. Dafür besitzt es allerdings einen Hangar von der Größe eines Fußballfelds, durch den Scotty einen Marathonlauf absolvieren kann und in den der einzige Weg durch eine Luftschleuse von 1,70 m Durchmesser führt. Das geheime Versteck des Sternenflotten-Bösewichts befand sich übrigens auf einem der Jupitermonde. Was tricktechnisch recht schick anzuschauen war, scheint die restliche Sternenflotte allerdings nicht so recht zu kümmern. Wussten die eigentlich von der geheimen Anlage vor ihrer Haustüre? Wie lässt sich so ein Projekt den verheimlichen? Wenn es sich dabei aber um ein der restlichen Admiralität bekanntes Projekt gehandelt hat, wieso ist es dann für eine winzige Minialcrew ausgelegt, was es doch zur Perfekten Verschwörer-Geheimwaffe macht? Auch wenn der Film sich darüber ausschweigt, bekam man doch schwer den Eindruck, dass es sich hier um ein Spezialprojekt des Admirals zu seinem persönlichen Gebrauch handelte.
12.) Basejumping ohne Fallschirm für Bungeespringer ohne Seil: Mach´doch rüber! Herrlich doof war auch wieder diese Actionszene, die im letzten Film recht ähnlich noch in vertikaler Lage zu sehen war, wobei es damals doch schon wirklich genug sinnlose Todesopfer gegeben hatte. Damit es im neuen Star Trek wirklich rund geht, muss anscheinend immer mal wieder jemand über die Klippe gehen, stürzen oder durch den Weltraum springen. Dabei hätte doch allein die Ausgangssituation mal für kurze Zeit zum ruhigen Durchatmen verleiten können. Das klassische retardierende Moment stellte sich doch wahrlich gerade in dem Moment ein, wo die beiden Schiffe (Vengeance, Enterprise) mit schweren Schäden praktisch nebeneinander tot im Raum lagen. Also hopp, es wird Zeit für Freiwillige zum munteren Sprung aus der Luftschleuse, denn bei Data hat es ja schließlich (Nemesis) auch prima geklappt mit der Kaperung in letzter Not. Da keine Freiwilligen mehr aufzutreiben sind, muss Kirk also allein mit Khan zusammen einen Raumsprung von Schiff zu Schiff durchführen. Das ganze Vorhaben war nicht nur deswegen blanker Selbstmord, weil der Weltraum zwischen den beiden angeschlagenen Schiffen von einem Trümmerfeld durchzogen war, sondern weil Kirk immer noch glaubte, er könne es mit Khan im Notfall ganz alleine aufnehmen (also so wie auf Kronos, wo er ja nur leichte Verletzungen davontrug, also Kirk). Nicht erst jetzt hatte Kirk plötzlich einen gefährlichen Sprung in der Schüssel. Der anschließende Flug sollte wohl eine Hommage an „Iron Man“ sein, wirkte aber ansonsten wie die sinnloseste Gefährdung aller Zeiten. Kirk und Khan schafften es mit Ach und Krach an Bord der Vengeance, weil sich beide Schiffe in jenen Minuten zum Glück keinen Meter von der Stelle bewegten. Die kleinste Versetzung hätte beide entweder an der Außenwand des Schiffes wie den Coyoten aus den Looney-Tunes zerschellen oder gleich in den Weltraum sausen lassen. Als das Enterkommando jedoch an Bord war, schlug die Schwerkraft gnadenlos zu und zog beide Schiffe wie vom Magneten gezogen gnadenlos zur Erde. Warum eigentlich nicht zum Mond, wo der doch viel näher war? Hätte man nicht besser versuchen sollen, ein Seil zu spannen oder ein Shuttle einzusetzen? Was hätte Admiral Marcus dagegen schon ausrichten können?
13.) Visuelles: Effekte, Enterprise, Sinn und Verstand Sicher, optisch ist man wohl definitiv auf dem neuesten Stand der Technik. Mit knapp 190 Millionen $ dürfte "Into Darkness" einer der teuersten, wenn nicht der teuerste ST-Film aller Zeiten sein, wobei ich die Inflationsbereinigung gerade aus dem FF nicht leisten kann. Dennoch will mich das Gezeigte nicht so recht vom Hocker hauen, was aber weniger daran liegt, dass die unendlichen Weiten hier fast vollständig aus der Renderwerkstatt stammen, sondern eher der beknackten Kinematographie des Regisseurs zu verdanken ist, der im Jahre 2013 die Videoclip-Ästhetik der späten 90er immer noch für ein stilistisches Mittel hält. Viele sehen in der sanften Zurücknahme der nervtötenden „Lenseflares“ ja bereits ein freundliches Zugeständnis von Abrams an das Publikum. Ich betrachte Abrams gesamten Stil jedoch weiterhin als eine einzige ärgerliche Stümperei, mit der sich sein Film visuell ständig im Weg steht und noch viel schlechter aussieht, als er es eigentlich müsste. Sobald ein klein wenig Dynamik und Bewegung ins Spiel kommen, wird das Kameraobjektiv weiterhin mit Schwung durch die Gegend getreten, wird die Linse unmotiviert in schlecht platzierte Lichtquellen oder Reflektionen gerichtet, werden seit Jahrzehnte bekannte Grundregeln des Filmhandwerks konsequent missachtet. Selbst in ruhigen Dialogszenen wirkt der Film in weiten Teilen eher wie eine Experimentalbühne für rebellische Studenten einer zweitklassigen Filmhochschule. Ob nun Belichtung, Farbgebung, Szenenausleuchtung, Kontrast oder gar simpler Fokus: nichts wirkt stimmig, professionell oder einfach nur schön anzusehen. Schnitt und Postproduktion, die normalerweise selbst schlimmste Regieunfälle noch ausmerzen können, sind hier willige Erfüllungsgehilfen eines vorsätzlich hektischen Herumgehampels, das weder etwas Greifbares noch etwas Denkwürdiges übrig lässt. Dieser Philosophie fügen sich leider auch Setdesign und Interieur der Enterprise, weil sich diese ständige Nicht-Greifbarkeit sowie der fehlende Wiedererkennungswert perfekt darin widerspiegeln. (Und damit sind diesmal keine nervigen Lichtphänomene gemeint.)
Warum? Nun, wieder einmal passt die Innenarchitektur der Enterprise in vielerlei Hinsicht vorne und hinten nicht zum gezeigten CGI-Modell, auf das man ja so stolz zu sein scheint. Mich verwundert das längst nicht mehr, denn offensichtlich existieren unter Abrams´ Fuchtel sowieso zwei komplett unabhängig voneinander werkelnde Designabteilungen, deren Aufgabe darin besteht, die Enterprise von innen wie außen an den jeweiligen Drehbuch-Blödsinn anzupassen. Dass es im „Abramsverse“ nämlich keine Kontinuität, keinen Wiedererkennungswert sowie keine Eigenlogik bezüglich der Enterprise gibt, liegt daran, dass man das Pferd hier von hinten aufsäumt, um seine Ideen auf Teufel komm raus zu verwirklichen. Wo sich früher nämlich mal schlaue Köpfe gemeinsam überlegten, wie man ein halbwegs nachvollziehbares Raumschiff designt, dessen Interieur grob mit dem Rumpfmodell der Trickabteilung harmonierte, damit eine Handvoll glaubwürdiger Sets dafür gebastelt werden konnte, regiert bei Abrams die blanke Unterordnung jedes Sinns unter den Schauwert bzw. der Idee. Was das bedeutet, zeigt sich z.B. beim Maschinenraum der Enterprise, von dem doch nach nunmehr zwei Filmen immer noch niemand sagen kann, wie er denn nun tatsächlich aussieht, denn: Befiehlt das Drehbuch für eine total dümmliche Slapstick-Szene, dass Scotty durch ein Wasserohr zu flitzen hat, wird eben eine Brauereianlage angemietet, um den Maschinenraum der Enterprise so darzustellen, damit wir diesen Blödsinn sehen dürfen. Steht im Drehbuch jedoch, dass Kirk den Warpkern durch Fußtritte repariert, werden eben pflichtschuldig ein paar grüne Wände zusammengeschoben und CGI draufgeklatscht, damit das Ganze nun eben aussieht wie eine Miniaturausgabe des Reaktorraums des 2. Todessterns. Dieses willkürliche Gekasper, das der Enterprise konsequent jedes emanzipierte Design verwehrt, führt bei mir dazu, dass mir der ganze Krempel inzwischen schlicht scheißegal geworden ist. Genau dasselbe trifft übrigens auch auf dieses mehrstöckige Kaufhaus mit Abgrund und Brücke zu, das die Enterprise auf einmal beherbergt, und das nur dazu dient, die Besatzung und die Protagonisten in der Sturzszene in alle Himmelsrichtung stürzen zu lassen. Geschenkt. Sehen wir vermutlich ebenso niemals wieder, und so schlecht, wie das gefilmt war, behält es sich auch niemand im Gedächtnis, der es vermissen könnte. Dasselbe gilt nun endgültig auch für die tatsächlichen Abmessungen der „Abramsprise“, über die ja schon längere Zeit diskutiert wird. Sinnlose Zeitverschwendung, denn je nach Drehbuch werden die Bezugsgrößen doch ohnehin wieder geändert, und so ist das Schiff eben mal groß, dann mal klein. Ein Raumschiff-Konzept, das keines ist, da es die Enterprise nur zum herbeizitierten Plot-Vehikel für jeden Schwachsinn benötigt, weckt auch in mir keine Lust mehr auf die frühere Nerd-Beckmesserei. Die funktionierte nämlich nur, solange sich ein technophiles Franchise an seinen eigens aufgestellten Regeln zu messen hatte und dabei eben zwangsläufig auch mal versagte. Wo die Regellosigkeit zum Programm wird, ist es mir also auch völlig schnurz. Die schönste Enterprise war letztens eh wieder im TV zu sehen: ST: The Motion Picture im Free-TV, und inzwischen finde ich derartige physische Modelle eh aus Prinzip schöner. Der Film ist trotz all seiner Schwächen eh die filmische Antithese zu Abrams Kasperei, und die richtige Enterprise ist um Welten schöner als dieses neuaufgelegte Derivat, das sich doch nie von der „Refit-1701“ lösen konnte, weil man schlicht und ergreifend zu feige war!
Soll sich am Ende bei Paramount nur niemand wundern, dass diese Abrams-Star Trek-Attrappe ohne Wiedererkennungswert, ohne Regel und ohne Sinn und Verstand niemals Kult entwickelt. Dazu brauchte es nämlich einen Funken von Kontinuität, die inzwischen allenfalls noch bei der Enterprise-Brücke existiert. Diese sieht immerhin wieder genauso aus wie im Vorgänger: Nämlich wie ein Messestand von Sony: Ein einziger LCD-Alptraum, der in den Keller eines Fanfilmers verbannt gehört.
Für mich sind "Das unendteckte Land" und "Der Zorn des Kahn" immer noch die beiden Lieblingsfilme. Wobei ich mochte auch noch "Der erste Kontakt". Wobei der halt nicht an die anderen beiden ran kommt. Der erste ST Film hingegen hatte für mich immer den leichten Eindruck das die Schauspieler noch nicht so richtig wusten das sie jetzt großes Kino machen. Trotzdem waren die bei weiten besser als das was JJ bis jetzt abgeliefert hat.
Zu dem was Catkiller gesagt hat...ja SF ist nie eine Abbildung des wirklichen Lebens, jedenfalls nicht direkt ^_^ Trotzdem gibt es dinge die man beachten sollte. Halt zum Beispiel das die Story schon einer gewissen logik folgen sollte. Das Charaktere verständlich und ihrem Charakter entsprechend handeln. Das Orte irgendwie für dne Zuschauer greifbar sind und einen Sinn ergeben. Das Abfolgen von Handlungen nicht wirken als wären sie nur daszu da irgendetwas krampfhaft zu erzählen und es eigentlich egal wäre welcher Schauspieler das nun macht.
All solche Dinge wurden hier einfach über bord geworfen. Selbst wenn es kein SF Film gewesen wäre, hätte jeder halbwegs gute Kritiker den Film wahrscheinlich zerrissen. Apro po...hier ein Review http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... o-Darkness
gevatter Lars schrieb:Für mich sind "Das unendteckte Land" und "Der Zorn des Kahn" immer noch die beiden Lieblingsfilme. Wobei ich mochte auch noch "Der erste Kontakt". Wobei der halt nicht an die anderen beiden ran kommt. Der erste ST Film hingegen hatte für mich immer den leichten Eindruck das die Schauspieler noch nicht so richtig wusten das sie jetzt großes Kino machen. Trotzdem waren die bei weiten besser als das was JJ bis jetzt abgeliefert hat.Zu dem was Catkiller gesagt hat...ja SF ist nie eine Abbildung des wirklichen Lebens, jedenfalls nicht direkt ^_^ Trotzdem gibt es dinge die man beachten sollte. Halt zum Beispiel das die Story schon einer gewissen logik folgen sollte. Das Charaktere verständlich und ihrem Charakter entsprechend handeln. Das Orte irgendwie für dne Zuschauer greifbar sind und einen Sinn ergeben. Das Abfolgen von Handlungen nicht wirken als wären sie nur daszu da irgendetwas krampfhaft zu erzählen und es eigentlich egal wäre welcher Schauspieler das nun macht.
Zustimmung. "Zorn des Khan" (du hast übrigens das "h" falsch gesetzt 😉 ) und besonders mein perönlicher Favorit "Das unentdeckte Land" sind herausragende Star Trek-Filme. Auch "Der erste Kontakt" fand ich klasse, wobei auffällt, dass alle drei Filme unmittelbar an ihre jeweiligen TV-Serien anknüpfen. Scheint wohl kein unbedeutendes Merkmal der guten Filme zu sein. Gerade ST VI hat mich mit seiner unendlich düsteren, todernsten Grundstimmung immer in seinen Bann gezogen, wo "Into Darkness" eigentlich nur ein düsteres Raumschiff zu bieten hatte. Dein Eindruck, dass die Schauspieler bei ST I nicht so recht wussten, dass sie großes Kino machten, hat seine Gründe. Ursprünglich sollte ST nach dem Riesenerfolg von SW nämlich auf der Sci-Fi-Welle mitschwimmen, aber nur als ausgesprochen günstige Produktion - und das, soweit ich mich erinnere, auch nur für das Fernsehen. Man merkt der Handlung des Films immer wieder an, dass sie auf einem Drehbuch basierte, das für die nie produzierte Serie Star Trek: Phase II gedacht war. Am Ende stieg das locker gemachte Budget allerdings immer weiter in die Höhe bis auf für damals gewaltige 55 Millionen Dollar, da man sich plötzlich entschieden hatte, SW eher zu überbieten als einfach nur nachzueifern. Während der Produktion hat man drei Drehbuchautoren verschlissen, die damit beschäftigt waren, das Skript jeweils an die entsprechenden Erfordernisse anzupassen, und noch während der Dreharbeiten stand kein vollständiges Drehbuch zur Verfügung. Regie-Legende Robert Wise soll darüber ja fast verzweifelt sein, denn so etwas ist extrem ungewöhnlich und verheißt normalerweise nichts Gutes für einen Film. Die neuen Kulissen und Sets waren übrgens alle schon für die nie produzierte Serie gebaut gewesen. Ohne den Erfolg von SW: Episode IV wäre ST wohl nie (zumindest nicht damals) auf die Kinoleinwand gekommen. Interessant auch, dass die Trickeffekte allesamt bei ILM erstellt wurden. Aber warum nicht beim damals besten Unternehmen kaufen, wenn man die Dollars schon mal zugesichert hatte? Meines Erachtens ist ST: The Motion Picture sogar der visuell eindrucksvollste Film der ganzen Serie. Nie wurde eine Enterprise so schick in Szene gesetzt, und Artdesign sowie Soundtrack haben dem ganzen Franchise ihren Stempel aufgedrückt. Die Grundhandlung erinnert vielleicht eher an eine TOS-Episode mit großem Budget, ist aber glaube ich, sogar noch ein "waschechter" Roddenberry. ST II entfernte sich ja dann bereits etwas von Roddenberrys ursprünglicher Vision, denn alles wurde ernster, militärischer und gewalttätiger. Das Drehbuch des "Original-Khans" stammt übrigens von Nicolas Meyer und brachte Kino-ST erst so richtig auf Erfolgskurs. Dass sich "Into Darkness" so frech daraus bedient, stellt den Machern um Abrams kein großes Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten aus. Ich habe ja grundsätzlich nichts gegen ein möglicherweise sogar notwendiges "Reboot", das gewisse Grundelemente übernimmt, alte Zöpfe abschneidet, verstaubte Konzepte modernisiert und den sperrigen Kanon aufbricht. Abrams aktuelles Machwerk aber bricht auf den Kanon und das mit zahlreichen Bröckchen, die genüsslich zu einer ekelerregenden Soße verrührt und anschließend über dem Franchise ausgeschüttet werden. Spätestens vom zweiten Film konnte man doch eigentlich erwarten, dass sich das Abramsverse zumindest emanzipieren und eigene Wege gehen würde, nachdem man im ersten Teil viele Fans zwangsläufig ein wenig schocken musste. Stattdessen können Abrams Schreiberlinge ihre Dreckspfoten nicht vom alten Franchise lassen, kopieren genüsslich ganze Drehbuchzeilen, darunter regelrechte Aphorismen aus ST II, obwohl sie die Chance (und das Budget) hatten, von der andere nur träumen können. Entsprechend verströmt der ganze Film auch kein Stückchen Originalität, zeigt nichts Eigenständiges, keine einzige unverbrauchte Idee oder etwas, das man sich im Gedächtnis behalten wird oder will. Im Gegenteil, das schlechte Plagiieren wirkt besonders gegen Ende unglaublich frevelerisch und hochnotpeinlich. Auch in Punkto Soundtrack herrscht doch absolute Ideenpause: es wurden mehr oder weniger die Kompositionen des Vorgängers wiederverwertet und dessen inflationär verwendetes Hauptthema nur zaghaft modifiziert. Wer den Soundtrack des letzten Films besitzt (und sich über die ständigen Wiederholungen ärgert), wird sich also kaum die aktuelle CD zulegen. Während ich diese Zeilen tippe, höre ich gerade übrigens den OST von "ST II: Der Zorn des Khan", der schon im Grundthema mehr Wiedererkennungswert versprüht als der ganze "Darkness"-Blödsinn.
Das bringt mich aber geradezu butterweich zu einem weiteren Punkt, den ich ansprechen muss:
13.) Benedict Cumberbatch – hier maßlos überschätzt: Khan ist böse, sonst nix Der Brite mag ein begnadeter Charakterdarsteller sein, auch wenn ich von ihm noch nichts gesehen habe, aber die ständig kolportierten Lobeshymnen auf seine Leistung in "Into Darkness" kann ich langsam nicht mehr hören. Auch wenn das Drehbuch ihn vielleicht sträflich unterfordert, muss man seine Darbietung bzw. seine Rolle eben am hier Gezeigten beurteilen, und einen herausragenden Schurken vermag ich da nicht zu erkennen. Wer diesen Khan wirklich für den besten bzw. den am besten gespielten Bösewicht aller ST-Filme hält, kann doch gegen Shinzon oder gar den alten Khan gar nichts großartig auszusetzen haben. Ausdruckslos aus der Wäsche starren oder ab und an hasserfüllte Grimassen schneiden sind selbst für ST-Verhältnisse keineswegs preisverdächtig. Ordentlich dreinschlagen konnte auch schon Ricardo Montalban, der anno ´86 übrigens weitaus kultigere Sätze aufsagen durfte („Rache ist ein Gericht, dass am besten...[...]“) und auch physisch um Welten bedrohlicher wirkte als die neu gecastete Bohnenstange. Bin ich außerdem der Einzige, der bei der blutigen Tötungsszene des Admirals spontan an Rutger Hauer und „Blade Runner“ denken musste? Dieser Khan-Neuaufguss hat keine einzige denkwürdige Szene, wenn man mal die Punching Ball-Klopperei auf Kronos ausklammert, die aber eher reichlich albern war. Was man dem Film allerdings schon hoch anrechnen muss, das ist das Auftreten eines Schurken, der als entmachteter und im Weltraum ausgesetzter Tyrann immerhin ein nachvollziehbares Motiv hat, die Erde in ein Schlachthaus zu verwandeln. Für diesen Kerl sind „normale“ Menschen nichts als Gewürm, das sich ihm nur in demütiger Haltung zu nähern hat. Ich bitte um Handmeldungen von allen, die wirklich begriffen haben, wieso es Shinzon und Nero eigentlich auf die Erde abgesehen hatten, wo die Menschheit doch nicht einmal mittelbar an ihrem persönlichen Unglück beteiligt war. Was ich dem Film jedoch übel nehme, ist die Dreistigkeit, mit der man Khan für den Reboot reaktiviert hat, obwohl die Macher den misstrauischen Fans vorher hoch und heilig das Gegenteil versprochen hatten. Es kann doch für ein paar halbwegs begabte Drehbuchautoren nicht so wahnsinnig schwer sein, einen Charakter aus der Taufe zu heben, den fanatische Rachegelüste umtreiben und der über Superkräfte verfügt! Dass die Autoren ihre Dreistigkeit auch noch billig zu kaschieren versuchen, indem sie Khan erst einen anderen Namen verpassen, spricht doch Bände darüber, was diese Pappnasen von der Intelligenz all derjenigen halten, die die alte Filmreihe kennen. Dass man unter dem Namen Khan Noonian Singh ab jetzt auch das Gesicht dieser austauschbaren Bleichnase googeln kann, empfinde ich als die reinste Beleidigung von Ricardo Montalban (2009 verstorben). Es ist schlicht ärgerlich, wie einfach man es sich hier gemacht hat. Kleiner Nachtrag: Nach einigen YT-Fetzen im O-Ton bin ich der deutschen Synchronisation sogar dankbar, dass sie uns das erbärmliche, aufgesetzte Gekrächze von Cumberbatch erspart hat, auch wenn viele das durchaus anders sehen wollen (Deutsch= doff).
Ich finde das traurige an dem neuen Khan ist das er noch zu den interessantesten Charakteren des Film gezählt hat. Die anderen Charaktere haben keine aber auch wirklich keine Entwicklung durchgemacht. Beim ersten neuen Film waren da ja noch ansätze aber hier war es einfach nur noch mal das selbe mit weniger motivierten Darstellern. Beim neuen Khan fand ich es übrigens nicht schlecht das er so recht kalt war. Er hat wirklich kein funken gefühl gegenüber den anderen Menschen und das hat er, finde ich, halbwegs rüber gebracht. Das er keine Intelligente Zeile bekommen hat und seine Rolle teils unlogisch war ist ein ganz anderes Problem.
Nur so kurz nebenbei, weil es gerade so schön zur Diskussion passt: http://youtu.be/FO1nvmDjofo
FekLeyrTarg schrieb:Nur so kurz nebenbei, weil es gerade so schön zur Diskussion passt: http://youtu.be/FO1nvmDjofo
Auweia, wenn das schon zu einer offiziellen "Fedcon" läuft, dann spricht das schon Bände. 😊
gevatter Lars schrieb:Ich finde das traurige an dem neuen Khan ist das er noch zu den interessantesten Charakteren des Film gezählt hat. Die anderen Charaktere haben keine aber auch wirklich keine Entwicklung durchgemacht. Beim ersten neuen Film waren da ja noch ansätze aber hier war es einfach nur noch mal das selbe mit weniger motivierten Darstellern. Beim neuen Khan fand ich es übrigens nicht schlecht das er so recht kalt war. Er hat wirklich kein funken gefühl gegenüber den anderen Menschen und das hat er, finde ich, halbwegs rüber gebracht. Das er keine Intelligente Zeile bekommen hat und seine Rolle teils unlogisch war ist ein ganz anderes Problem.
Ich fand den neuen Khan bis zu dem Moment interessant, wo er uns plötzlich als Khan vorgestellt wurde. Bis zu diesem Moment hätte es mich nämlich richtig gereizt zu erfahren, warum ein Sternenflottenoffizier so einen Terrorfeldzug gegen die eigene Seite anzettelt. Danach konnte ich der Figur leider nichts mehr abgewinnen. Ich denke auch, viele finden Cumberbatch als neuen Khan noch sehr interessant und herausragend, weil die anderen Neuauflagen dagegen völlig abstinken. Allerdings sehe ich bei der Crew keine besondere Entwicklung, auch nicht im Vorgänger. Eines der wichtigsten Elemente von TOS war zum Beispiel das Triumvirat Kirk-Spock-McCoy. Natürlich wurde deren Freundschaft bereits in der ersten Folge von TOS als gegeben vorausgesetzt, aber wenn uns ein Reboot schon die Begegnung der "großen Drei" auf der Akademie zeigt, dann möchte ich diese Entwicklung zumindest in ihren Grundzügen sehen. Nichts dergleichen ist geschehen: Zwar erleben wir, wie sich Kirk und Pille kennenlernen, aber kurz darauf katapultiert uns der Plot drei Jahre in die Zukunft, wo die beiden eben längst dicke Kumpels sind. Die Begegnung Kirk-Spock wird uns durch einen Konflikt zwischen beiden vermittelt und dieser führt im Laufe der Handlung über eine Schlägerei(!) auf der Brücke bis zu "Into Darkness", wo beide erneut aneinander geraten. Wie ich schon schrieb, zwischen den beiden gibt es immer wieder nichts als Konflikte, Streitigkeiten und völliges Unverständnis. Die Basis dieser tiefen Feundschaft wird in den beiden ersten Filmen des Reboots jedenfalls nicht glaubwürdig entwickelt. Ich habe vielmehr immer wieder den Eindruck, dass Commander Spock es nicht so recht mit seiner Logik vereinbaren kann, dass das Drehbuch ihm so einen unerfahrenen Kadetten mit abgebrochenem Bachelor-Studiengang als Captain vor die Nase gesetzt hat. McCoy darf in "Into Darkness" sowieso nur noch einen Meter hinter Kirk herumstehen und ab und zu mal einen lockeren Spruch abdrücken, wobei auch der klassische running gag "Ich bin Arzt und kein [*...*]" inzwischen längst nicht mehr kultig klingen will, sondern nur noch ein erzwungenes Anknüpfen an vergangene Zeiten in einem anderen Universum darstellt. Die klassische Dreierbande funktionert nicht einmal in ihren Ansätzen, zumal uns jetzt auch noch diese nervige Beziehungskiste zwischen Spock und Uhura an die Backe genagelt wird und wir davon immer nur in Dialogen erzählt bekommen. Die Beziehung selbst findet gar nicht statt und ist lediglich ein verzweifelter Versuch, uns etwas neues zu zeigen, indem man uns praktisch gar nichts zeigt.
Hier habe ich auch gleich einen weiteren ganz wichtigen Kritikpunkt, zu dem ich kommen muss:
14.) Das Aggro-Finale: Warum man besser nicht plagiiert, wenn man es nicht kann Es ist schon wirklich schwierig über etwas halbwegs sachlich zu schreiben, das mir immer noch die Gliedmaßen vor Zorn zittern lässt, wenn ich nur daran denke. Trotz meiner vorherigen Lippenbekenntnisse sind mir ein paar Dinge an Star Trek immer noch nicht scheißegal, betreffen sie doch immerhin Momente, die in den alten ST-Filmen zu den Höhepunkten gehörten und über die viele Fans in den 80ern zahlreiche Tränen vergossen hatten. Egal, was unter dem Namen Star Trek jemals noch erscheinen mag, niemals wird man diese Dummdreistigkeit kopieren können, die „Into Darkness“ einen mit dem blanken Arsch ins Gesicht springen lässt. Nein, es geht mit nicht um das Plagiieren einiger Schlüsselszenen aus ST II oder die völlige Ideenlosigkeit, die man im neuesten Film an den Tag gelegt hat. Es geht mir vielmehr um den Alkoholpegel der Drehbuchautoren sowie um den allgemeinen Geisteszustand aller an der Produktion Beteiligten, die diesen Drehbuch-Durchfall allen erstes durchwinken konnten. Bei diesem hohen Peinlichkeitsgrad des Gezeigten kann ich leider nur noch rhetorische Fragesätze an die Macher formulieren: Wer, der noch niemals in seinem Leben einen Star Trek-Film gesehen hat, wird auch nur für eine Sekunde annehmen, dass die Hauptfigur im zweiten Film der neuen Reihe einfach mal so den Löffel abgibt? Wer, der die alten Filme kennt, benutzt seine freien Hände, um während solch einer hochnotpeinlichen Sterbeszene im Kino noch Poppkorn in seinen Hals zu stopfen, anstatt seine beiden Handflächen lauthals klatschend mit seiner Stirn zu vermählen und sich in Grund und Boden zu schämen? Wer, der noch nie in seinem Leben einen Spielfilm gesehen hat, soll euch den Tod irgendeiner wichtigen Figur eigentlich dramaturgisch abkaufen, nachdem ihr zuvor mit der eindeutigen Tribble-Szene eine ganz klare Wunderheilung durch Bluttransfusion angedeutet habt?
Antwort: Zachary Quinto in der Verkleidung und Maske von Spock
Wen sollte diese Szene eigentlich verärgern? Mich anscheinend, denn ICH bin wirklich sauer, vor allem, da der Irrsinn nach Spocks peinlichem Urschrei (Kha...Kanon!) leider weitergeht. Viele Leute mögen ja tatsächlich Zachary Quintos Darstellung von Spock, aber selbst die müssten sich doch spätestens nach dieser Szene reihenweise die Büßerpeitsche über den Rücken ziehen. Und was bitte lässt dieses unsägliche Drehbuch Spock kurz darauf denn noch alles tun? Was sollte denn diese peinliche Flennerei und das ganze Freundschaftsgeblubber, das man den beiden Neuauflagen für keine einzige Sekunde abkaufte, da es sich hier eben nicht um Shatner und Nimoy handelte, deren Freundschaft zu dem Zeitpunkt ein fester Bestandteil des klasischen Kanons war. Eine dramaturgische Fehlleistung erster Ordnung war hier zu sehen, mehr nicht. Danach sehen wir also einen Pseudo-Spock, der mal wieder wie ein Wahnsinniger ausrastet und Kahn nachstellt, der seinerseits davon auszugehen scheint, dass er als meistgesuchter Terrorist der Erde zu Fuß eine Chance auf erfolgreiche Flucht (wohin?) besitzt. Als Quinto-Spock schließlich wie eine wildgewordene Kampfmaschine auf Cumber-Kahn einschlug, hatte ich endgültig das Gefühl, dass hier weniger Khan, sondern eher 50 Jahre Star Trek herbe Schläge einsteckten. Das war kein packender Endkampf, sondern hier prügelte Quinto dem Franchise die letzten Reminiszenzen an Nimoy sowie die restliche Seele aus dem Leib. Alle Spock-Fans sollten zur Kenntnis nehmen, dass ihr geliebter Charakter schon zum zweiten Mal in zwei Filmen zum jähzornigen Haudrauf wurde, was der ganzen Figur hohnspricht. Die Macher der Originalserie wussten schon genau, warum sie die Endprügelei in der Folge "Space Seed" allein auf Kirk zuschnitten. Dort musste der Captain höchstpersönlich die Übernahme seines Schiffes durch Khan und die anschließende Ermordung seiner Besatzung mit den Fäusten verhindern, was damals übrigens auch nur unter Zuhilfenahme einer Metallstange gelang. Der neue Kirk ist solch einer physischen Auseinandersetzung jedoch endgültig nicht mehr gewachsen, was allein den Versuch in reinen Slapstick-Humor abgleiten ließ. Jetzt muss Spock also den Rollentausch vollziehen und Khan an Kirks Stelle unschädlich machen, doch die klassische Rache, die Spock vorher noch in den Äther brüllte, wird noch nicht einmal vollzogen, da Khan selbstverständlich nicht getötet wird. Feige lässt das Drehbuch, das Spock kurz zuvor noch zum entfesselten Racheinstrument ernannte, nicht zu, dass dieser dem Todfeind im Zorn einfach den Hals umdreht. Denn Khan wird ja noch gebraucht, um Spocks ursprüngliches Rachemotiv nachträglich aufzulösen: Kahns Blut rettet Kirk ja das Leben, weshalb man Spock auch nicht zum Mörder werden lassen musste! So etwas nennt man Plot-Konstruktion der billigsten Art. Für mich schließt sich der Kreis jedoch, denn Spock ist als Charakter hierbei locker zweimal gestorben...
15.) Pille auf geistigen Abwegen Doktor McCoy war als Arzt im alten Universum nicht nur moralisch dem Hippokratischen Eid verpflichtet, sondern nahm auch stets die Rolle des aufgeklärten Humanisten ein. Ein idealistisches Kischeebild, mag man vielleicht einwenden, aber zum Dummkopf musste man ihn doch nun wirklich nicht abstempeln. Doch welche Erklärung kann es dafür geben, dass er Khan und seine genetisch verbesserten Getreuen am Ende einfach wieder brav in Kälteschlafkammern verfrachtet hat? Wenn eine Dosis von Khans Blut also ausreichte, um den angeblich verstorbenen Kirk wieder ins Leben zu rufen, wieso ließ man die unglaubliche Chance verstreichen, der Medizin ein wenig auf die Sprünge zu helfen? Wieso um alles in der Welt wurde Kahn nicht in eine sedierte Blutbank umfunktioniert, um Gevatter Tod die lange Nase zu zeigen? Natürlich weiß ich, dass das in aller Konsequenz schlicht nicht möglich ist, wenn man nicht völlig am Rad drehen will, und mir ist ebenso klar, dass Pille keinen Menschen vorsätzlich gefährden darf, um alle kürzlich Verstorbenen der Föderation auferstehen zu lassen. Aber hätte es denn nicht wenigstens für ein paar Literchen gereicht, um wenigstens die zahlreichen Mordopfer Khans wieder ins Reich der Lebenden zurückzuholen? Immerhin hätte Pille der Lebenssaft von 72 weiteren Supermenschen zur Verfügung gestanden. Hätte man nicht wenigstens ein paar Tropfen für die Wiederbelebung Admiral Pikes entbehren können, der ja nun wirklich unsinnig verheizt worden war? Hier hätten sich interessante Überlegungen und moralische Dilemmata die Klinke in die Hand gegeben, aber darüber wurde natürlich niemals nachgedacht. Pikes Tod musste endgültig sein, damit Kirk am Ende als Captain der Enterprise für alle Zeiten etabliert werden konnte. Khan und seine 72 Schergen mussten wieder eingefroren werden, bzw. es bleiben, damit man sie als zukünftige Antagonisten bei Bedarf wieder auftauen kann. Die "Vengeance" wird vermutlich abgewrackt und als Schrott verkauft werden, damit solche hochgezüchteten Überschiffe weiterhin nur als Unikate für besondere Bösewichte Angst und Schrecken verbreiten dürfen, während die Klingonen schon mal als potentielle Schurken gezeigt worden sind.
Hab gerade gesehen, dass inzwischen auch Bernd Schneider sein Review draußen hat: http://www.ex-astris-scientia.org/episodes/stid_g.htm
Darin finden sich viele Punkte wieder, die ich oben auch angesprochen habe...
Ich hab durch zufall ein paar Bilder von der dem neuen Dreadnought aus dem letzten ST Film gefunden. Mal abgesehen von der Größe die aber bekanntlich im JJ Universum sowieso zu vernachlässigen ist = http://judebautista.files.wordpress.com/2013/05/vengeance_scale1a-1.jpg
Ist der Pot auch noch so was von komisch designed. Es sieht für mich nur bedingt wie ein Föderationsschiff aus. http://judebautista.files.wordpress.com/2013/05/x1pgcoa.jpg
Sicher es hat alles was die anderen Schiffe auch haben, Untertasse, Maschinesektion usw. aber es läßt doch stark die Eleganz vermissen. Davon ab ist es doch irgendwie unterbewaffnet für ein Schiff dieser Größe im Verhältniss zur JJ Enterprise die ja scheinbar überall irgendwelche Waffen hat.
Naja ich will mich eigentlich nicht weiter damit beschäftigen aber....
Habe mir hier mit Absicht einige Beiträgen nicht durchgelesen, vor allem die vom Kollegen Arrow, da ich den Film erstmal selbst sehen möchte. Allerdings ist mir schon an anderer Stelle die eine oder andere Kritik untergekommen. Schade muss ich sagen, denn mit dem ersten Film der die Geschichte anders und neu erzählen soll, konnte ich mich durchaus anfreunden. Man muss sich allerdings auch darauf einlassen können, das etwas bekanntes ziemlich umgekrempelt wird.
Naja, ich werde mir den Film trotzdem anschauen, zumindest wenns den auf DVD gibt oder im Fernsehen läuft. Man muss sich dabei ja wohl nicht beeilen wie es aussieht. 😉
Es ist eine Sache ob man sich auf etwas neues einlassen kann/möchte oder ob es einfach ein Film ist der so viele dinge vom Erzählerischen her falsch macht.
Ich gebe zu das ich mich an viele Dinge einfach nicht gewöhnen kann die der liebe JJ da macht, andere sind hingegen durchaus nett. Die Raumschlachten sehen jetzt sehr spektakulär aus und in der theorie hab ich auch nichts gegen ein Maschinraum der mehr wie...nun...ein Maschinraum aussieht aber es gibt halt irgendwo Grenzen. Zum Beispiel das nicht einhalten von Proportionen, Logiklücken die selbst nach StarTrek Maßstäben alle balken brechen lassen oder Charaktere die so extrem Sprunghaft im Verhalten sind das man es sich nur damit erklären kann das der Autor der Geschichte sie später an einer anderen Stelle wieder auftauchen lassen muß.
Sicher Kino soll unterhalten und deswegen kann man auch über sehr vieles hinwegsehen...aber wenn selbst nicht StarTrek Fans unter mein Freunden anfangen mit "Das ist jetzt aber unlogisch" dann hat man den Bogen überspannt.
gevatter Lars schrieb:Ich hab durch zufall ein paar Bilder von der dem neuen Dreadnought aus dem letzten ST Film gefunden. Mal abgesehen von der Größe die aber bekanntlich im JJ Universum sowieso zu vernachlässigen ist = http://judebautista.files.wordpress.com/2013/05/vengeance_scale1a-1.jpgIst der Pot auch noch so was von komisch designed. Es sieht für mich nur bedingt wie ein Föderationsschiff aus. http://judebautista.files.wordpress.com/2013/05/x1pgcoa.jpg
Sicher es hat alles was die anderen Schiffe auch haben, Untertasse, Maschinesektion usw. aber es läßt doch stark die Eleganz vermissen. Davon ab ist es doch irgendwie unterbewaffnet für ein Schiff dieser Größe im Verhältniss zur JJ Enterprise die ja scheinbar überall irgendwelche Waffen hat.
Naja ich will mich eigentlich nicht weiter damit beschäftigen aber....
Was soll man zu diesen Bildern denn noch sagen? Größer, weiter, dümmer, böser... Warum dieses Ungetüm eigentlich noch in irgendein Verhältnis setzen, wenn es doch eh nur die Funktion hat, schwarz, böse, riesig, mächtig und geheim (*Hust*) zu sein. Ein verunglückter Drehbuch-Furz, veredelt durch die beauftragte CGI-Effektfirma. Ich wage die steile Behauptung, dass so ein Design-Unfall zu den seeligen Zeiten der physischen Trickmodelle nicht möglich gewesen wäre. Damals saßen daran noch ambitionierte Bastler und Designer (Probert, Taylor, Okuda), die ein 2-3 Meter langes Modell noch mit ihrem eigenen Herzblut klebten und von Hand lackierten. Die hätten sich vermutlich geweigert, ein Loch in die Mitte der Untertasse zu schneiden und ihren Elektrorasierer als Designvorlage der Triebwerksgondel zu missbrauchen. Darüber hinaus mussten die alten Miniaturen auch in physikalischer Hinsicht gewisse Kriterien erfüllen, weshalb ich auch davon überzeugt bin, dass ein Entwurf wie die "Abramsprise" nie weiter als bis zur nächste Mülltonne geflogen wäre. Wer die alten "Hängetriebwerke" der "1701" aus der unveränderten Originalserie kennt, weiß, was ich meine, wenn ich sage, dass die Position der Gondeln so weit vorne an den Pylonen (und so weit hinten am Sekundärrumpf!) jeden Käufer des Modellbausatzes Blut und Wasser schwitzen lassen muss. Dieses Schiff soll ja nun allen Ernstes auf dem Erdboden gebaut worden sein - was aber auch nicht mehr so richtig stört, da wir es ja inzwischen als Unterseeboot bestaunen durften...
Da hier kurz der Maschinenraum der Abramsprise erwähnt wurde: Mir würde es ja fast schon wieder reichen, wenn man sich mal auf ein Design festlegen würde, anstatt mit jedem Film ein anderes Set zu zeigen, nur weil das Drehbuch schnell ein entsprechendes verlangte. Der begehbare Doom3-Reaktor war im ersten Abrams-Film jedenfalls noch nicht zu sehen gewesen, da eigens für den neuen Film in der Szene konzpiert...
Arrow schrieb:Ein verunglückter Drehbuch-Furz, veredelt durch die beauftragte CGI-Effektfirma. Ich wage die steile Behauptung, dass so ein Design-Unfall zu den seeligen Zeiten der physischen Trickmodelle nicht möglich gewesen wäre. Damals saßen daran noch ambitionierte Bastler und Designer (Probert, Taylor, Okuda), die ein 2-3 Meter langes Modell noch mit ihrem eigenen Herzblut klebten und von Hand lackierten. Die hätten sich vermutlich geweigert, ein Loch in die Mitte der Untertasse zu schneiden und ihren Elektrorasierer als Designvorlage der Triebwerksgondel zu missbrauchen.
Kurz OT aber es passt soschön: Rasierer gab es zu Okudas Zeiten nicht - aber Textmarker...
http://ex-astris-scientia.org/articles/ ... -parts.gif
😉
Deacan schrieb:[Kurz OT aber es passt soschön: Rasierer gab es zu Okudas Zeiten nicht - aber Textmarker... http://ex-astris-scientia.org/articles/ ... parts.gif;)
Völlig richtig, aber diese waren für undetaillierte Neben-Miniaturen vorgesehen, von denen die meisten nur im Hintergrund herumdümpelten. Für das Schlachtfeld von Wolf 359 mussten sie in der Regel noch mit dem Gasbrenner verziert werden. Für die Hauptschiffe aus Film und Kino galten völlig andere Qualitätskriterien, und die vermisse ich bei Abrams. Komme mir bitte nicht mit dem Bernd - die Seite kenne ich wirklich gut - eine andere ST-Seite braucht ohnehin kein Mensch! 😊 Was täten wir ohne ihn?
Arrow schrieb: Komme mir bitte nicht mit dem Bernd - die Seite kenne ich wirklich gut - eine andere ST-Seite braucht ohnehin kein Mensch! 😊 Was täten wir ohne ihn?
Was wir ohne ihn täten? Nun, wir wären hoffnungslose Nerds und Geeks, die darüber streiten würden,ob die U.S.S. Thunderchild nun die Registry NCC-65549 oder NCC-63549 oder gar NCC-63898 haben würde...
Da haben wir ja noch mal Glück gehabt, dass wir solch einen Nerd haben, der uns die Beckmesserei zum Teil, aber auch nur zum Teil abnimmt! 😁
Grundsätzlich verfährt Schneider mit dem "Abramsverse" schon völlig richtig. Er trennt es vom etablierten Kanon ab bzw. markiert es entsprechend, was ihn in meinen Augen keineswegs zum Puristen stempelt. Man muss nicht jeden abgedrehten (Wortspiel!) Krempel, der unter dem Namen eines Franchise´ erscheint, auf Biegen und Brechen kanonisieren, beide Augen zudrücken und anschließend alles mit viel Fan(boy)fiction oder Phantasie zurechtzimmern. Das würde aufgrund der Breschen, die das "Abramsverse" mutwillig geschlagen hat, auch gar nicht mehr funktionieren. Schwachsinn muss man auch Schwachsinn heißen dürfen, um sich danach davon zu distanzieren. Eine Einstellung, die meines Erachtens auch Wing Commander als Franchise ganz gut anstünde. Ich erwähne das ja immer wieder, aber Roberts´ Wing Commander-Verfilmung sowie die verspielte Academy-Cartoon-Serie muss man einfach nicht auf Gedeih und Verderb in den Kanon hineinhämmern, da das nur Risse und Brüche im Gesamtbauwerk erzeugt, die sich kaum mehr verschließen lassen. So wenig, wie ich mir also künftig das Gesicht von Clutterbatch (oder wie der Kerl auch immer heißen mag) als Khan vorstellen kann, so wenig tangiert mich Chris Blairs angebliche "Pilger-Herkunft" oder gar eine Pseudo-Kampagne, die er mit einer Handvoll Piloten auf der Tiger´s Claw unter Commodore Tolwyn erlebt haben soll. Wenn wir uns als Fans bisweilen schon abmühen, alle WC-Romane als vollwertigen Teil des Kanons anzuerkennen, dann sollten wir nicht jeden Quatsch zu integrieren versuchen, der unter dem Namen Wing Commander erschienen ist. Damit will ich Peter Teleps Roman-Adaptionen ja gar nicht schlechtreden, aber man sollte sich schon darüber im Klaren sein, was man bereit ist, zu akzeptieren. Teilweise glückt das ja auch wunderbar - wer würde z.B. schon auf die alternativen Uniformen von "Super Wing Commander" bestehen, wenn diese selbst von offizieller Seite bei den Nachfolgern gänzlich ignoriert wurden. Ich denke, ich werde demnächst mal ein eigenes Thema dazu eröffnen, um die Grenzen des Wing Commander-Kanons zu diskutieren. Auf dem CIC fährt man bedauerlicherweise mehr auf der integristischen Schiene, weshalb ich die dortige "WCpedia" nicht mehr uneingeschränkt empfehlen kann.
Arrow schrieb: Ich denke, ich werde demnächst mal ein eigenes Thema dazu eröffnen, um die Grenzen des Wing Commander-Kanons zu diskutieren. Auf dem CIC fährt man bedauerlicherweise mehr auf der integristischen Schiene, weshalb ich die dortige "WCpedia" nicht mehr uneingeschränkt empfehlen kann.
OT: Da der Kanon des Wing Commander Universums durch die Fans halt selbst geschrieben wurde... Rate mal, wer von 2006 bis 2007 bei EA für das 62seitige Star Soldier Heft verantwortlich war...
Deacan schrieb:OT: Da der Kanon des Wing Commander Universums durch die Fans halt selbst geschrieben wurde... Rate mal, wer von 2006 bis 2007 bei EA für das 62seitige Star Soldier Heft verantwortlich war...
...dem Handbuch, dem wir ja so viel zu verdanken haben, da es den Restefundus von Origin so trefflich bedient hat? Spaß beiseite, mir ist schon klar, dass der gute "Ben" hier für vieles verantwortlich zeichnet(e) und seine Vorlieben in den Kanon hineinschmieren durfte. Das beginnt bereits bei den vielen römischen Laufnummern, die er einigen Jägern beifügte und die bereits die Saga-Entwickler umtrieben. Geschichte wird eben immer auch von Siegern geschrieben, und der nette PR-Onkel von Roberts´ Gnaden gehörte damals eben zu solchen. Diese Roberts-hörige Politik prägt eben bis heute das Verständnis des WC-Kanons auf dem CIC. Man muss diese ganz gewiss nicht teilen, aber man darf sie dennoch gerne anzweifeln.
Moinsen!
Es ist schon etwas her, dass ich den Film gesehen habe, daher schreibe ich vor allem aus Erinnerung.
Arrow, ich finde deine "Anfeindungen" gegenüber Darkness interessant, auch wenn ich aus einer ganz anderen Richtung komme. Ich muss ehrlich sagen: Ich mag den Film. Sehr sogar. In meinen Augen ist es mit der beste Star-Trek-Film, auch wenn er sicherlich seine Probleme hat.
Into Darkness macht mit den Star-Trek-Charaketern endlich etwas vernünftiges, wie ich finde. Klar, Kirk ist irgendwie etwas egomanisch. Spock ist arg emotional. Chekov noch sehr unerfahren und Scotty scheint sich gerne in komische Situationen reinzureiten. Aber genau das sind Situationen, die die Charaktere, die wir lieben, doch ausmachen. Erinnern wir uns doch mal kurz an die Tribble-Folge zurück: Chekov wird von Scotty "angelernt", wird nicht richtig ernst genommen und ist eher noch ein Zögling. Scotty ist ruhig und besonnen, kämpft aber für seine Überzeugung und fängt eine Prügelei mit den Klingonen an, als sie die Enterprise beleidigen. Jetzt dreht die Zeit noch mal circa zehn Jahre zurück, dann haben wir eben genau jene Charakterstrukturen.
Ein Kirk, der total überfordert ist, der das Kommando auch eigentlich viel zu schnell bekommen hat, der wird damit auch Unfug anstellen. Im bekannten ST-Universum hatte Kirk Zeit, als Kommandant zu reifen. Und selbst dann macht er Fehler und lässt seine "Ich bin der Beste, UGH!"-Einstellung an der falschen Zeit raus (Siehe Star Trek II und vor allem Star Trek TMP). Und wer in seiner Kindheit und seiner Jugend von der gesamten Gesellschaft respektlos behandelt wird (Spock), der wird, wenn er es denn zulässt, sicherlich jede Menge Aggressionen haben. Und die lässt Spock auch nicht gerne heraus.
Aber selbst wenn wir uns darauf nicht einigen können (denn das kann man so oder so sehen):
Spocks Kampf mit Khan ist fantastisch! Endlich wird gezeigt, wie ein echter Kampf eines Vulkaniers aussieht. Den Mind-Melt als Waffe einzusetzen war eine geniale Idee und zeigt, wie die uns lieb gewonnenen Eigenschaften in anderen Situationen nutzbar wären. Das war für mich einer der Highlights.
Kirk an Stelle von Spock sterben zu lassen fand ich gut. Allerdings hätte ich es tatsächlich besser gefunden, wenn Kirk tot geblieben wäre. Das wäre ein fantastisches Ende gewesen. Sie hätten ihn meinetwegen auch im nächsten Film wieder holen können, aber hier war es toll. Es gab eine gewisse Konsequenz, einen gewissen Schockfaktor. Schade, dass sie es nicht durchgezogen haben. Aber wenn wir ehrlich sind: Das hat man dazumal auch nicht, denn "Die Suche nach Spock" war ja schon so gut wie beschlossene Sache.
Zu der Blut-Sache: Wenn ich mich richtig erinnere, war Kirk noch nicht tot. Daher hat das Serum funktioniert. Welche humanistischen Probleme es hat, jeden im Sterben liegenden Menschen mit genetisch verändertem, "besseren" Blut auszustatten, sehen wir in Wing Commander 4.
Zu "Vengenace sieht anders aus, blubb blö blak 😉": Das muss doch so sein. Sollte mit dem Bau und dem Projekt tatsächlich ein Paradigmenwechsel stattfinden, so muss sich das Gesamtbild der Föderation ändern. Die Transformation von "Forscher"- zu "Kriegs"-Föderation kann nur mit der eindeutigen Positionierung zum Kriegsthema passieren. Oder würde man die Klingonen als Krieger akzeptieren, wenn sie mit rosagetupften Bird of Preys durch das All hüpfen? 😉
Hui, so viel Text...
Evan schrieb:Moinsen! Es ist schon etwas her, dass ich den Film gesehen habe, daher schreibe ich vor allem aus Erinnerung. Arrow, ich finde deine "Anfeindungen" gegenüber Darkness interessant, auch wenn ich aus einer ganz anderen Richtung komme. Ich muss ehrlich sagen: Ich mag den Film. Sehr sogar. In meinen Augen ist es mit der beste Star-Trek-Film, auch wenn er sicherlich seine Probleme hat.
Schön, dich wieder auf dem Wingcenter zu sehen, Evan! Freut mich auch, dass du dir offenbar die Zeit genommen hast, meine ellenlangen Ausführungen zu lesen. Ich gebe zu, dass es mir ein wenig Genugtuung verschafft hat, denn dieser Film hat mich nicht nur schwer enttäuscht, sondern regelrecht verärgert - entsprechend stehe ich hinter jedem Wort. Ich muss dir natürlich entschieden widersprechen, was dich sicher nicht überraschen dürfte.
Evan schrieb:Into Darkness macht mit den Star-Trek-Charaketern endlich etwas vernünftiges, wie ich finde. Klar, Kirk ist irgendwie etwas egomanisch. Spock ist arg emotional. Chekov noch sehr unerfahren und Scotty scheint sich gerne in komische Situationen reinzureiten. Aber genau das sind Situationen, die die Charaktere, die wir lieben, doch ausmachen. Erinnern wir uns doch mal kurz an die Tribble-Folge zurück: Chekov wird von Scotty "angelernt", wird nicht richtig ernst genommen und ist eher noch ein Zögling. Scotty ist ruhig und besonnen, kämpft aber für seine Überzeugung und fängt eine Prügelei mit den Klingonen an, als sie die Enterprise beleidigen. Jetzt dreht die Zeit noch mal circa zehn Jahre zurück, dann haben wir eben genau jene Charakterstrukturen.
Natürlich erwarte ich bei der jungen Crew nicht sofort das eingespielte, routinierte Verhalten aus der Originalserie, aber ganz so leicht, wie du es hier darstellst, verhält es nicht. Sicher, es gab auch bei TOS jede Menge Slapstick-Humor und teils skurrile Albernheiten, aber die 60er-Jahre sind vorbei. Spätestens in den klassischen Kinofilmen war diese Form der billigen Blödelei schlicht vorbei, wenn man mal von ST5 absieht. Es macht außerdem einen Unterschied aus, ob ich mich über komische Situationen amüsiere oder über die Charaktere ansich. Bei "Into Darkness" werden die Figuren für dümmliche Gags um des Gags Willen ausgeschlachtet, und man lacht sich eher über sie kaputt. Ohne Sinn und Verstand werden alberne Szenen produziert mit dem einzigen Effekt, nun auf Teufel komm raus lustig zu sein. Nimm die dämliche Szene, in der Pille seine Hand in den Torpedo steckt und die Sache beinahe schiefgeht. Eine dämliche Klamauk-Szene, die davon ablenken soll, dass es absolut unsinnig war, Pille für diesen Job mitzunehmen. Die meisten "lustigen" Szenen in "Darkness" sind extrem konstruiert, um die Figuren alberne Dinge tun zu lassen. Sie verhalten sich dabei oft völlig charakterfremd und peinlich, da diese Szenen nur für den schnellen Affekt ins Drehbuch geschrieben wurden. Der Vergleich mit der wirklich lustigen "Troubles with Tribbles"-Episode hinkt da gewaltig, denn dort wirkt kein Gag konstruiert und auf Kosten der Charaktere. Dass Scotty dort nach einer Beleidigung seines geliebten Schiffes dem Klingonen eine verpasst, entspricht seiner Figur viel mehr als das hysterische Herumgehampel in beiden Abrams-Filmen. Scotty war immer ein etwas grantiger Maschinenschrauber, der das Klischee des garstigen aber herzensguten Schotten verkörpern sollte, der sich am liebsten bei seinen Maschinen aufhält. Bei Abrams ist er eine schnell schwatzende Cartoon-Figur, die ihren Posten ganz plötzlich aus schwachsinnigen Gründen verlässt, da das beknackte Drehbuch es eben so wünscht. Selbst zehn Jahre jünger: das ist nicht Scotty, wie man ihn kennt, sondern ein "Lustiger Charakter"TM aus einer Star Trek-Parodie, gespielt von einem Comedian. Dass Kirk in seinen jungen Jahren ein leicht arroganter Draufgänger ist, akzeptiere ich. Was ich nicht akzeptieren kann, ist der fundamentale Schwachsinn, den das Drehbuch ihn hier tun lässt. Die offizielle Chronologie, laut der Kirk 34 Jahre alt ist, als er das Kommando übernahm, mag in Abrams Alternativuniversum nicht mehr gültig sein, aber sein ganzes Verhalten hier ist unreif, unglaubwürdig und konstruiert. Der "echte" Kirk hätte diesen Unfug im ersten Viertel des Films schlicht nicht fabriziert. Abrams nimmt bekannte Figuren, verfrachtet sie in eine alternative Zeitlinie und lässt sie wie Bolle herumkaspern, damit Star Trek das aktuelle jugendliche Publikum bespaßen kann. Da dienen ein paar plump herbeizitierte "Charakterstrukturen" (Pille mag das Beamen nicht, Scotty mag Whisky und hat nen Flachmann) nur dazu, die Zuschauer daran zu erinnern, dass wir es hier tatsächlich mit der Originalcrew zu tun haben sollen.
Evan schrieb:Ein Kirk, der total überfordert ist, der das Kommando auch eigentlich viel zu schnell bekommen hat, der wird damit auch Unfug anstellen. Im bekannten ST-Universum hatte Kirk Zeit, als Kommandant zu reifen. Und selbst dann macht er Fehler und lässt seine "Ich bin der Beste, UGH!"-Einstellung an der falschen Zeit raus (Siehe Star Trek II und vor allem Star Trek TMP). Und wer in seiner Kindheit und seiner Jugend von der gesamten Gesellschaft respektlos behandelt wird (Spock), der wird, wenn er es denn zulässt, sicherlich jede Menge Aggressionen haben. Und die lässt Spock auch nicht gerne heraus.
Hier wird es ein wenig zirkelschlüssig, oder nicht? Kirks Verhalten rechtfertigst du damit, dass er das Kommando viel zu früh erhalten hat und eben noch nicht gereift ist. Das Grundproblem dieses ganzen "Abramsverse" besteht aber darin, die bekannte Zeitlinie so vermurkst zu haben, dass ein Student wie Kirk überhaupt das Kommando über ein Raumschiff erhalten konnte. Das war nie glaubwürdig, egal wie absurd sich eine alternative Zeitlinie auch entwickeln mag. Meine Fundamentelkritik des Abramsverse besteht darin, dass dieser ganze Unfug eben kein Star Trek ist, auch wenn es groß draufsteht. Dieser ganze "Reboot" richtet in Punkto Glaubwürdigkeit einen gewaltigen Schaden an, nur damit eine "wäre es nicht cool, wenn..."-Idee verwirklicht werden konnte. Hier geht es einfach nicht mehr um einen Neustart von Star Trek, der alte Zöpfe abschneidet (was vielleicht sogar dringend nötig war), sondern hier geht es darum, aus dem Franchise so viel wie noch möglich herauszupressen, egal, was es kostet. Die ersten, die unter einer solchen Idee zu leiden haben, sind die lieb gewonnenen Figuren. Diese sind bei "Darkness" (und auch bei seinem Vorgänger) nur noch Hampelmänner für ein völlig bescheuertes Drehbuch, das vorne und hinten keinen Sinn ergibt. Um eine möglichst große Zielgruppe abzudecken, kommt man eben um die klassischen Fans nicht herum, weshalb man bei den alten Drehbüchern ständig Leichenfledderei betreiben muss. Hier war es eben Nick Meyers ST II. Wahllos wurde hier ausgeschlachtet und gewildert, damit man mit Khan einen bekannten Namen in den Ring werfen konnte. Natürlich wurde dies im Vorfeld konsequent verleugnet, damit die restlichen Fans nicht auf die Idee kommen würden, dass die Macher nicht den Hauch einer eigenen Idee vorzuweisen haben. Diese unsinnige Geschichte, die von vorne bis hinten auf unglaubwürdige Plot-Konstruktionen zurückgreifen muss, hätte man doch mit jedem anderen 0815-Schurken erzählen können. Khan ist nichts als ein Publikumsmagnet zum Zwecke der Erzeugung von Wiedererkennungswert und Kontinuität.
Dass Spock zu brutaler Gewalt fähig ist, konnten wir bereits in der Originalserie sehen. Immer, wenn das geschah, war er entweder nicht er selbst oder er stand unter dem Einfluss von "Pon Farr", seiner Paarungsaggression. Seinen Wutausbruch im ersten Film als Kind fand ich natürlich noch sehr passend, und dies entspricht sicher seiner Figur. Alles was danach kam, hatte mit dem klassischen Nimoy-Spock allerdings nicht mehr viel am Hut. Aber dazu gleich mehr.
Evan schrieb:Spocks Kampf mit Khan ist fantastisch! Endlich wird gezeigt, wie ein echter Kampf eines Vulkaniers aussieht. Den Mind-Melt als Waffe einzusetzen war eine geniale Idee und zeigt, wie die uns lieb gewonnenen Eigenschaften in anderen Situationen nutzbar wären. Das war für mich einer der Highlights.
Auweia! Was war an dieser peinlichen Prügelszene denn fantastisch? Wo haben wir bitteschön da den echten Kampf eines Vulkaniers gesehen? Unter hysterischem Wutgeschrei wie ein Irrsinniger um sich zu schlagen, dürfte so ziemlich alles sein, nur nicht das, was wir von einem Vulkanier erwarten! Im echten Star Trek bestand der vulkanische Kampf in der Person von Spock in einem geschickt ausgeführten Nackengriff - kurz und schmerzlos. Alle anderen Gewaltausbrüche Spocks fanden nur dann statt, wenn dieser seine typisch vulkanische Beherrschung verloren hatte, also unter Drogen, oder Hormonwirkung. Diese Spock-Parodie hastet jedoch wie ein Berserker Khan hinterher, obwohl diesse effektheischende Verfolgungsjagd noch nicht mal nötig gewesen wäre. Khan wäre früher oder später ohnehin festgenommen worden. Und auch der vermeintliche Tod Kirks taugt hier nicht als Rechtfertigung. Wenn uns der Film nämlich eines mit der Dachlatte in den Kopf geprügelt hat, dann die Erkenntnis, dass diese beiden Männer (noch) lange keine innigen Freunde sind! Da uns der Film aber nahelegen will, dass sie das ganz plötzlich doch sind, wirkt es im Kontext einfach nur unglaubwürdig. Dem Nimoy-Spock hätte ich so etwas unter umgekehrten Vorzeichen zugetraut, aber nicht diesem neuen Spitzohrträger. In ST II war die Freundschaft der beiden ein fester Pol der ganzen Dramaturgie, doch hier ist er ein heraus geklaubter Fremdkörper in einem Drehbuch, das die Feundschaft zwischen Kirk und Spock überhaupt nicht thematisiert. Billige Affekthascherei schrieb das ins Drehbuch hinein. Für mich eine der peinlichesten Szenen überhaupt und eine Vergewaltigung von allem, was Spock ausmacht.
Evan schrieb:Kirk an Stelle von Spock sterben zu lassen fand ich gut. Allerdings hätte ich es tatsächlich besser gefunden, wenn Kirk tot geblieben wäre. Das wäre ein fantastisches Ende gewesen. Sie hätten ihn meinetwegen auch im nächsten Film wieder holen können, aber hier war es toll. Es gab eine gewisse Konsequenz, einen gewissen Schockfaktor. Schade, dass sie es nicht durchgezogen haben. Aber wenn wir ehrlich sind: Das hat man dazumal auch nicht, denn "Die Suche nach Spock" war ja schon so gut wie beschlossene Sache.
Worin liegt denn der "Schockeffekt" begraben, eine Hauptfigur(!) im zweiten Film sterben zu lassen, wenn man, nebenbei bemerkt, das unglaubliche Wunderheilmittel bereits zuvor(!) vorgestellt hatte und selbst der Ursprungsfilm, der hier recht dreist kopiert wurde, eine Wiederbelebung in Aussicht stellte? Hattest du allen Ernstes nur eine Sekunde geglaubt, Kirk würde wirklich genauso verenden wie Spock in ST II? Sorry, aber das zu glauben fällt mir nun wirklich schwer, und die entsprechende Szene hat nicht im geringsten eine auch nur vergleichbare dramatische Wirkung. Ich muss leider auch deiner Annahme widersprechen, der Tod Spocks in den klassischen Filmen wäre beschlossene Sache gewesen. Nimoy wollte ursprünglich komplett raus aus Star Trek, und die erste Testfassung des Films enthielt eine endgültige Sterbeszene, ohne jede Möglichkeit der Rückkehr. Nimoy kehrte allerdings auch nicht aufgrund von Fanprotesten zurück, wie das der Trekkie-Mythos gerne sehen mcöhte, sondern schlicht aufgrund von Dollarnoten sowie der Möglichkeit, in den folgenden Filmen die Regie zu übernehmen. Erst nach diesem Deal nahm "The Search for Spock" Fahrt auf, auch aufgrund von Szenen in ST II, die erst nach der Unterschrift Nimoys in den fertigen Schnitt gelangten.
Evan schrieb:Zu der Blut-Sache: Wenn ich mich richtig erinnere, war Kirk noch nicht tot. Daher hat das Serum funktioniert. Welche humanistischen Probleme es hat, jeden im Sterben liegenden Menschen mit genetisch verändertem, "besseren" Blut auszustatten, sehen wir in Wing Commander 4.
Etwas weiter oben warst du zumindest noch der festen Überzeigung, Kirk sei tot gewesen. Zumindest Pilles Testobjekt, der Tribble, war mausetot, bevor er wieder munter schnurrte und gurrte, und Kirk war es auch. Oder wollte uns diese pathetische Drama-Szene, in der Spock seinen hochnotpeinlichen Urschrei zum Besten gab, denn etwas anderes mitteilen? Parallelen zu Wing Commander 4 kann nun wirklich auch keine erkennen. Weder gelangte irgendjemand durch das Blut von Tolwyns genetisch modifizierter Black Lance-Truppe zu Superkräften noch mutierte Kirk nach der khan´schen Bluttransfusion zu einem soziopathischen Gewaltmenschen. Es gab also keinerlei Nebenwirkungen, außer dass Tote wiederbelebt werden konnten. Über diese Feinheiten nachzudenken, ficht Abrams und seine Drehbuch-Schergen natürlich überhaupt nicht an. Es zählt nur, dass unser Kirk am Ende wirder putzmunter ist.
Evan schrieb:Zu "Vengenace sieht anders aus, blubb blö blak 😉": Das muss doch so sein. Sollte mit dem Bau und dem Projekt tatsächlich ein Paradigmenwechsel stattfinden, so muss sich das Gesamtbild der Föderation ändern. Die Transformation von "Forscher"- zu "Kriegs"-Föderation kann nur mit der eindeutigen Positionierung zum Kriegsthema passieren. Oder würde man die Klingonen als Krieger akzeptieren, wenn sie mit rosagetupften Bird of Preys durch das All hüpfen? 😉
Dass die "Vengeance" anders aussieht und ganz anders bestückt ist (Minimalcrew), ist ja in Ordnung. Dass einem das Schiff des Bösewichtes in ST weiterhin mit viel schwarzer Farbe sowie in Übergröße präsentiert wird, okay. Aber dass das Teil so einfallslos scheiße aussehen muss, obwohl die CGI-Firma heutzutage praktisch alles erschaffen kann, das enttäuscht dann doch. Null Wiedererkennungswert, kein eingängiges oder gar ikonisches Design, sondern lediglich eine düstere Darth-Vader-Einheits-Gurke, die man auch sogleich in die Erde rammen musste, damit man sie danach bloß nicht mehr zu sehen bekommt. Die gute alte Excelsior war um Welten besser designt und konstruiert, und auch die hatte die Enterprise als grobes Vorbild. In den Trailern wurde die "Vengeance" immerhin noch als größere und stärkere Variante der Enterprise in Szene gesetzt. Schaut man dann mal genauer hin - was "Darkness" dem Zuschauer ja gern verwehrt - wirkt das *Überschiff schnell ausgesprochen langweilig. Reiht sich also prima ein in die Gruppe der undefinierbaren, stets undeutlich gezeigten Bösewicht-Dschunken, die seit "Scimitar" (ST Nemesis) oder "Narada" (ST:2010) herumschippern. Der Original-Khan hatte da noch das beste und nachvollziehbarste Raumschiff, die "Reliant". Ein klassisches Design, ohne Abstriche. Steht neben mir als Modell auf dem Regal. Einziger Modellbausatz von AMT, der halbwegs etwas taugte. Das war ein ikonisches Feindschiff erster Güte! Nicht so eine hastig gerenderte Düster-Animation wie in "Darkness", die bei näherer Betrachtung nur beknackt aussieht! Dafür wird´s sicher irgendwann auch noch ein überteuertes Plastikmodell als Bausatz geben, das aber keiner kauft...
Entschuldige den langen Text. Geschieht eben manchmal... 😁
Arrow schrieb:Ich muss dir natürlich entschieden widersprechen, was dich sicher nicht überraschen dürfte.
Alles andere wär ja auch langweilig 😁.
Arrow schrieb:Natürlich erwarte ich bei der jungen Crew nicht sofort das eingespielte, routinierte Verhalten aus der Originalserie, aber ganz so leicht, wie du es hier darstellst, verhält es nicht. Sicher, es gab auch bei TOS jede Menge Slapstick-Humor und teils skurrile Albernheiten, aber die 60er-Jahre sind vorbei. Spätestens in den klassischen Kinofilmen war diese Form der billigen Blödelei schlicht vorbei, wenn man mal von ST5 absieht. Es macht außerdem einen Unterschied aus, ob ich mich über komische Situationen amüsiere oder über die Charaktere ansich. Bei "Into Darkness" werden die Figuren für dümmliche Gags um des Gags Willen ausgeschlachtet, und man lacht sich eher über sie kaputt. Ohne Sinn und Verstand werden alberne Szenen produziert mit dem einzigen Effekt, nun auf Teufel komm raus lustig zu sein.
Zugegeben, ich finde auch, dass nicht jeder Charakter zündet. Insbesondere Chekov kommt in den neuen Serie schlecht weg. Allerdings war sein Charakter in der Originalserie auch nicht unbedingt die komplexeste Figur. Mit Kirk wird jede Menge Slapstick betrieben. Alleine die Allergie-Szenen in Star Trek waren schon genug für zwei Filme. Aber alles in allem finde ich, dass mit den Charakteren mehr sinnvolles als albernes betrieben wird. Uhura gefällt mir zum Beispiel deutlich besser als im Original. Oder Sulu. Klar, es ist nicht George Takei (den kann man nicht toppen), aber insgesamt macht er dort einen aktiveren Eindruck als in den klassischen Filmen.
ST5 gibt es nicht 😉. Aber ST4 war doch ein einziger Slapstick-Albern-Film und gerade deshalb auch so beliebt. Und spätestens die TNG-Filme (bis auf First Contact) haben eine gewisse Albernheit wieder zurück gebracht. Ich finde, ein etwas holziger Humor gehört dazu. Abrams gibt dem holzigen aber tatsächlich etwas mehr "Hammer" zum Holz. Da sehe ich ein, dass das Geschmackssache ist und das nicht jeder mag.
Arrow schrieb:Nimm die dämliche Szene, in der Pille seine Hand in den Torpedo steckt und die Sache beinahe schiefgeht. Eine dämliche Klamauk-Szene, die davon ablenken soll, dass es absolut unsinnig war, Pille für diesen Job mitzunehmen.
Gerade bei der Szene muss ich widersprechen. Pille hat als Arzt zumindest die ruhigsten Hände und in Zusammenarbeit mit Carol gibt das doch ein gutes Team? Wen aus der "Stammcrew" hättest du denn abgestellt? Und vor allem: Was wären da wohl die Konsequenzen gewesen, wenn du bspw. Kirk runtergeschickt hättest? Das wäre direkt in die Luft gegangen.
Arrow schrieb:Die offizielle Chronologie, laut der Kirk 34 Jahre alt ist, als er das Kommando übernahm, mag in Abrams Alternativuniversum nicht mehr gültig sein, aber sein ganzes Verhalten hier ist unreif, unglaubwürdig und konstruiert. Der "echte" Kirk hätte diesen Unfug im ersten Viertel des Films schlicht nicht fabriziert. Abrams nimmt bekannte Figuren, verfrachtet sie in eine alternative Zeitlinie und lässt sie wie Bolle herumkaspern, damit Star Trek das aktuelle jugendliche Publikum bespaßen kann. Da dienen ein paar plump herbeizitierte "Charakterstrukturen" (Pille mag das Beamen nicht, Scotty mag Whisky und hat nen Flachmann) nur dazu, die Zuschauer daran zu erinnern, dass wir es hier tatsächlich mit der Originalcrew zu tun haben sollen.
Stimmt, der "echte" Kirk übernimmt lieber das Kommando über eine vollständig überarbeitete Enterprise, setzt den überaus fähigen Captain ab, führt Schiff und Crew in eine lebensbedrohliche Situation und akzeptiert nicht mal, dass der frühere Captain recht hat. Das sieht dem echten Kirk ähnlich. Das unüberlegte, rohe, draufgängerische ist aber tatsächlich nicht ganz so fern. Nimm doch beispielsweise Star Trek 3 oder Star Trek 2. Da ist er oftmals unüberlegt, aber erst in letzter Konsequenz noch mal nachdenkend. Das macht die Erfahrung, die der junge Kirk noch nicht hat.
Arrow schrieb:Hier wird es ein wenig zirkelschlüssig, oder nicht? Kirks Verhalten rechtfertigst du damit, dass er das Kommando viel zu früh erhalten hat und eben noch nicht gereift ist. Das Grundproblem dieses ganzen "Abramsverse" besteht aber darin, die bekannte Zeitlinie so vermurkst zu haben, dass ein Student wie Kirk überhaupt das Kommando über ein Raumschiff erhalten konnte. Das war nie glaubwürdig, egal wie absurd sich eine alternative Zeitlinie auch entwickeln mag.
Du erinnerst dich aber schon daran, dass in Star Trek mal eben ein Großteil der Sternenflotte und deren Kommandoebene zerstört wurde? Die Beförderung kam meiner Meinung nach auch zu früh (Ich hätte mir das für den zweiten Film aufgehoben), aber man kann es schon erklären. Wenn wir das einfach akzeptieren, ergibt sein Verhalten sehrwohl Sinn, wie ich finde.
Arrow schrieb:Hier war es eben Nick Meyers ST II. Wahllos wurde hier ausgeschlachtet und gewildert, damit man mit Khan einen bekannten Namen in den Ring werfen konnte. Natürlich wurde dies im Vorfeld konsequent verleugnet, damit die restlichen Fans nicht auf die Idee kommen würden, dass die Macher nicht den Hauch einer eigenen Idee vorzuweisen haben. Diese unsinnige Geschichte, die von vorne bis hinten auf unglaubwürdige Plot-Konstruktionen zurückgreifen muss, hätte man doch mit jedem anderen 0815-Schurken erzählen können. Khan ist nichts als ein Publikumsmagnet zum Zwecke der Erzeugung von Wiedererkennungswert und Kontinuität.
Das ist, glaube ich, eine Geschmackssache. Ich hatte bei den vielen Zitaten Gänsehaut, weil sie in anderen Situationen stellenweise ähnlich effektiv waren wie im Originalkontext. Das fand ich eigentlich gut.
Arrow schrieb:Dass Spock zu brutaler Gewalt fähig ist, konnten wir bereits in der Originalserie sehen. Immer, wenn das geschah, war er entweder nicht er selbst oder er stand unter dem Einfluss von "Pon Farr", seiner Paarungsaggression. Seinen Wutausbruch im ersten Film als Kind fand ich natürlich noch sehr passend, und dies entspricht sicher seiner Figur. Alles was danach kam, hatte mit dem klassischen Nimoy-Spock allerdings nicht mehr viel am Hut. Aber dazu gleich mehr.
Man sollte aber dabei annehmen, dass dem Originalspock in jungen Jahren nicht der gesamte Heimatplanet und auch nicht die Mutter genommen wurde. Ich glaube, dass da viele unterdrückte und nicht verarbeitete Emotionen im Spiel sind, die man nicht verachten darf.
Arrow schrieb:Auweia! Was war an dieser peinlichen Prügelszene denn fantastisch? Wo haben wir bitteschön da den echten Kampf eines Vulkaniers gesehen? Unter hysterischem Wutgeschrei wie ein Irrsinniger um sich zu schlagen, dürfte so ziemlich alles sein, nur nicht das, was wir von einem Vulkanier erwarten! Im echten Star Trek bestand der vulkanische Kampf in der Person von Spock in einem geschickt ausgeführten Nackengriff - kurz und schmerzlos.
Das hier ist allerdings ein offener Kampf mit jemandem, der seinem Nackengriff körperlich etwas entgegenzusetzen hat. Wir haben Originalspock nie in einem offenen Kampf gesehen, Kirk dagegen schon. Daher war es für mich ein Highlight, da hier ein Kampf stattfand, den beide mit offenem Visier angehen. Ein "Ich komm von hinten, weil mich keiner sieht und mach einfach pieks"-Kampf ist eher unrealistisch und selten der Fall.
Arrow schrieb:Wenn uns der Film nämlich eines mit der Dachlatte in den Kopf geprügelt hat, dann die Erkenntnis, dass diese beiden Männer (noch) lange keine innigen Freunde sind! Da uns der Film aber nahelegen will, dass sie das ganz plötzlich doch sind, wirkt es im Kontext einfach nur unglaubwürdig.
Da muss ich dir ein wenig beipflichten. Der Turnaround kam etwas früh und war nicht deutlich genug. Der Link zu der Einführungsszene war etwas schwach. Ja, das hätte man besser machen können und müssen.
Arrow schrieb:Worin liegt denn der "Schockeffekt" begraben, eine Hauptfigur(!) im zweiten Film sterben zu lassen, wenn man, nebenbei bemerkt, das unglaubliche Wunderheilmittel bereits zuvor(!) vorgestellt hatte und selbst der Ursprungsfilm, der hier recht dreist kopiert wurde, eine Wiederbelebung in Aussicht stellte? Hattest du allen Ernstes nur eine Sekunde geglaubt, Kirk würde wirklich genauso verenden wie Spock in ST II? Sorry, aber das zu glauben fällt mir nun wirklich schwer, und die entsprechende Szene hat nicht im geringsten eine auch nur vergleichbare dramatische Wirkung.
Nein, ehrlich geglaubt habe ich das nicht. Aber ich habe es gehofft. Ich habe es dringend gehofft, das wäre ziemlich clever gewesen.
Arrow schrieb:Ich muss leider auch deiner Annahme widersprechen, der Tod Spocks in den klassischen Filmen wäre beschlossene Sache gewesen....
Sicherlich war das Nemoys Plan gewesen. Eigentlich hätte er auch viel früher im Film sterben sollen (Gerüchten zufolge war die Kobayashi-Maru-Sache ja auch nur eine Ablenkung, um den damaligen Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen.)
ABER! Er überträgt seine "Seele" auf Pille. Das war das Hintertürchen, welche sich alle Beteiligten aufgehoben haben. Und das nicht ohne Grund. Wenn auch nur für den Fall der Fälle.
Arrow schrieb:Etwas weiter oben warst du zumindest noch der festen Überzeigung, Kirk sei tot gewesen. Zumindest Pilles Testobjekt, der Tribble, war mausetot, bevor er wieder munter schnurrte und gurrte, und Kirk war es auch. Oder wollte uns diese pathetische Drama-Szene, in der Spock seinen hochnotpeinlichen Urschrei zum Besten gab, denn etwas anderes mitteilen?
Gute Frage. Dafür müsste ich den Film noch mal sehen.
Arrow schrieb:Parallelen zu Wing Commander 4 kann nun wirklich auch keine erkennen. Weder gelangte irgendjemand durch das Blut von Tolwyns genetisch modifizierter Black Lance-Truppe zu Superkräften noch mutierte Kirk nach der khan´schen Bluttransfusion zu einem soziopathischen Gewaltmenschen. Es gab also keinerlei Nebenwirkungen, außer dass Tote wiederbelebt werden konnten. Über diese Feinheiten nachzudenken, ficht Abrams und seine Drehbuch-Schergen natürlich überhaupt nicht an. Es zählt nur, dass unser Kirk am Ende wirder putzmunter ist.
Letzteres wäre allerdings interessant zu wissen. Vielleicht kommt da mehr, als wir jetzt wissen? So ganz unter den Teppich schieben würde ich das nicht.
Und zu Superkräften in WC4: Was war denn Seether, wenn nicht eigentlich ein Superpilot? Dafür wurde er doch geschaffen.
Arrow schrieb:Dass die "Vengeance" anders aussieht und ganz anders bestückt ist (Minimalcrew), ist ja in Ordnung. Dass einem das Schiff des Bösewichtes in ST weiterhin mit viel schwarzer Farbe sowie in Übergröße präsentiert wird, okay. Aber dass das Teil so einfallslos scheiße aussehen muss, obwohl die CGI-Firma heutzutage praktisch alles erschaffen kann, das enttäuscht dann doch. Null Wiedererkennungswert, kein eingängiges oder gar ikonisches Design, sondern lediglich eine düstere Darth-Vader-Einheits-Gurke, die man auch sogleich in die Erde rammen musste, damit man sie danach bloß nicht mehr zu sehen bekommt.
Jau, stimmt. Ich fand das Design auch eher enttäuschend. Mein Wink war ja auch nur mehr auf die Leute bezogen, die die grundsätzliche Richtung komisch fanden.
Arrow schrieb:Reiht sich also prima ein in die Gruppe der undefinierbaren, stets undeutlich gezeigten Bösewicht-Dschunken, die seit "Scimitar" (ST Nemesis) oder "Narada" (ST:2010) herumschippern.
Die Narada mochte ich aber. Über Nemesis müssen wir nicht sprechen, das war insgesamt ein total enttäuschender Film.
Arrow schrieb:Der Original-Khan hatte da noch das beste und nachvollziehbarste Raumschiff, die "Reliant".
Die Reliant war fantastisch. Und sie hatte genau die Eigenschaften, die man für den Film brauchte. Es war kein Überschiff, der "überlegene Intellekt" des Captains machte es aus 😊.
Arrow schrieb:Entschuldige den langen Text. Geschieht eben manchmal... 😁
Entschuldige die späte Antwort 😉.
Na, da ist ja endlich die ersehnte Antwort, Evan. Nimm dir einen Keks und etwas Zeit, da ich natürlich auf fast alles antworte. 😁
Evan schrieb:Zugegeben, ich finde auch, dass nicht jeder Charakter zündet. Insbesondere Chekov kommt in den neuen Serie schlecht weg. Allerdings war sein Charakter in der Originalserie auch nicht unbedingt die komplexeste Figur. Mit Kirk wird jede Menge Slapstick betrieben. Alleine die Allergie-Szenen in Star Trek waren schon genug für zwei Filme. Aber alles in allem finde ich, dass mit den Charakteren mehr sinnvolles als albernes betrieben wird. Uhura gefällt mir zum Beispiel deutlich besser als im Original. Oder Sulu. Klar, es ist nicht George Takei (den kann man nicht toppen), aber insgesamt macht er dort einen aktiveren Eindruck als in den klassischen Filmen.ST5 gibt es nicht 😉. Aber ST4 war doch ein einziger Slapstick-Albern-Film und gerade deshalb auch so beliebt. Und spätestens die TNG-Filme (bis auf First Contact) haben eine gewisse Albernheit wieder zurück gebracht. Ich finde, ein etwas holziger Humor gehört dazu. Abrams gibt dem holzigen aber tatsächlich etwas mehr "Hammer" zum Holz. Da sehe ich ein, dass das Geschmackssache ist und das nicht jeder mag.
Mit Chekov wurde in der Originalserie zweifelsohne auch jede Menge Blödelei getrieben, das leugne ich überhaupt nicht. Er war immer der Jüngste und als russische ( eigentlich sowjetische) Klischeefigur natürlich auch mehr Idealtyp als richtige Figur. Dennoch musste man diesen klischeebehafteten Slapstick aus der Originalserie nicht ins 21. Jahrhundert übertragen. Es gibt einen Unterschied zwischen komischen Figuren und Witzfiguren, und ein hyperaktives 17-jähriges Wunderkind, das sofort wieder verblödet, sobald das Drehbuch es vorschreibt, braucht kein Mensch. Der neue Chekov nervt gewaltig, und das praktisch immer. Ansonsten hat der Charakter keinen Zweck, und das nervt mich. Uhura ist ein nettes Accessoire, wie auch schon früher. In den 60er Jahren mag eine Afroamerikanerin als unwichtige Nebenfigur eine kulturelle Botschaft dargestellt haben, die sicherlich sehr wichtig war, doch heute tappt man in dieselbe Falle. Man hat sie zwar ein wenig aufgewertet, aber nur insofern, als dass sie plötzlich die Freundin von Spock darstellt. Daraus hätten sich natürlich interessante Szenen und Spannungen ergeben können, aber was wir zu sehen bekommen, geht einem eher auf den Geist. Ihr großer Auftritt vor den Klingonen wurde durch die gleich folgende Ballerei abgeknickt, bevor er überhaupt beginnen konnte. Auch mit dieser Figur weiß man Jahrzehnte danach kaum etwas anzufangen. Vor einer Konsole herumzusitzen und Meldung zu machen, durfte sie schon früher. (gut, in ST VI durfte sie mal ein klingonisches Wörterbuch wälzen)
Und hier sind wir vielleicht schon bei einem ganz wichtigen Thema angelangt, nämlich Humor. Hier mögen sich die Geschmäcker sicher scheiden, das ist klar, aber meine Meinung dazu ist folgende:
Das "alte" Star Trek war im Grunde genommen eine ernste Angelegenheit, die immer wieder witzig sein wollte und es auch oft genug war - manchmal freiwillig, manchmal unfreilig. Das Abrams-Trek ist allerdings hoffnungslos infantil und albern, will dabei aber gleichzeitig todernst genommen werden. Das Erstere ist alles andere als perfekt, aber es hat funktioniert, das Letzere funktioniert jedoch kein Stück, da Anspruch und Ausführung nicht zusammengehen wollen. Was das Franchise meiner Meinung nach wirklich gebraucht hätte, wäre endlich erwachsen zu werden. Ansätze waren vorhanden, und hier möchte ich nur mal Star Trek VI in den Ring werfen. Sicher nicht perfekt, aber zweifelsohne ein ST-Film, der einem wirklich unter die Haut geht, da die ganze Geschichte reif, nachvollziehbar und ernsthaftig wirkt. Dort ging es um etwas, das jeder sofort begreifen konnte: Krieg oder Frieden, Sein oder Nichtsein, Hass oder Vergebung, Tod oder Leben, Hoffnung oder Verzweiflung. Kalt und unbarmherzig traf hier Realpolitik auf Idealismus, und das mag nicht nur aufgrund der damaligen historischen Ereignisse so greifbar gewesen sein, nein, das würde auch heute noch funktionieren, wenn man es nur mal anstreben würde. Das gelang übrigens auch alles ohne Sprünge durch die Zeit mittels verrückter Technologien oder Praktiken (STIV), ohne Rettung der Welt und auch ohne religiöse Sehnsüchte (STV). Gute Filme wie Star Trek VI kommen ohne überbordenden Hokuspokus aus und brillieren durch ihre grundsätzliche Einfachheit, quasi "Ockhams Rasiermesser" auf Drehbücher angewendet. Hier war ST erwachsen wie nie, doch leider fand dies keine Fortsetzung. Dennoch kam dabei der Humor nie zu kurz, ohne dass irgendein Charakter zur Witzfigur wurde. Auch Chekov nicht.
Evan schrieb:Gerade bei der Szene muss ich widersprechen. Pille hat als Arzt zumindest die ruhigsten Hände und in Zusammenarbeit mit Carol gibt das doch ein gutes Team? Wen aus der "Stammcrew" hättest du denn abgestellt? Und vor allem: Was wären da wohl die Konsequenzen gewesen, wenn du bspw. Kirk runtergeschickt hättest? Das wäre direkt in die Luft gegangen.
Wen ich stattdessen runtergeschickt hätte? Jemanden mit technischem Sachverstand, der weiß, was er tut. Natürlich Scotty, wenn denn sonst? Aber halt, den hatte das vorausschauende Drehbuch natürlich längst unter fadenscheinigsten Gründen von Bord gejagt. Nun denn, dann eben einen Techniker aus dessen Stab oder seinen Stellvertreter (nicht Chekov). Und wofür war die ruhige Hand dann noch mal erforderlich gewesen? Einen Schalter zu drücken? Pille musste als kindische Slapstick-Figur herhalten, weil das eben lustig sein sollte, mehr nicht. Der Bordarzt ist da einfach keine vernünftige Wahl.
Evan schrieb:Stimmt, der "echte" Kirk übernimmt lieber das Kommando über eine vollständig überarbeitete Enterprise, setzt den überaus fähigen Captain ab, führt Schiff und Crew in eine lebensbedrohliche Situation und akzeptiert nicht mal, dass der frühere Captain recht hat. Das sieht dem echten Kirk ähnlich. Das unüberlegte, rohe, draufgängerische ist aber tatsächlich nicht ganz so fern. Nimm doch beispielsweise Star Trek 3 oder Star Trek 2. Da ist er oftmals unüberlegt, aber erst in letzter Konsequenz noch mal nachdenkend. Das macht die Erfahrung, die der junge Kirk noch nicht hat.
Der Kirk aus ST:TMP, auf den du da anspielst, hatte jedoch den ausdrücklichen Befehl dies zu tun. Dass er sich irrte, lag daran, dass er mit der "neuen" Enterprise noch nicht vertraut war, und am Ende kam er mit Decker ganz gut zurecht. War da noch der alte Heißsporn in ihm? Ein Teil davon, möglicherweise. Aber, was ST II und III betrifft, muss ich entschieden Widersprechen. Gerade ST II wählte das Altern als Grundmotiv, das auch durch die ärztlich verschriebene Lesebrille veranschaulicht wurde. Kirk blickt am Anfang des Films auf sein Leben zurück und muss sich eingestehen, dass er als Admiral all das verloren hat, was er früher mal als erstrebenswert erachtet hatte. Seine geliebte Enterprise ist er (anfangs) los, doch eine richtige Familie besitzt er auch nicht: Er ist unverheiratet, kinderlos, kann nicht sesshaft werden, sehnt sich aber nach den Tagen, als er zumindest ein Raumschiff und einen Auftrag hatte. Nichts scheint ihm geblieben, außer seinen Freunden aus vergangenen Tagen. Am Ende jedoch bekommt er nicht nur sein Schiff zurück, sondern erfährt, dass er einen erwachsenen Sohn hat, doch auch die Vaterschaft ist ihm verwehrt geblieben, denn er hat ihn nie aufwachsen sehen. Dies spiegelt sich wunderbar in der Szene mit Carol Marcus in der "Genesis-Höhle": Kirk gesteht Carol, dass er sich alt und verbraucht fühle. Da sehe ich weiß Gott keinen jungen Heißsporn, sondern nur einen gealterten, verbitterten Mann, der sich fragt, wohin ihn sein Weg geführt hat, nämlich in die Einsamkeit. Am Ende des Films konnte Kirk zwar einen Sohn gewinnen (Versöhnungsszene, gut gespielt), verlor dafür aber seinen besten Freund. Nein, hier sehen wir keinen jungen Draufgänger mehr, sondern einen routinierten Veteranen, dem es gar gelingt, Khan wertvolle Sekunden abzuluchsen, indem er umständlich seine Brille (Achtung: Symbol des Alterns) aus der Tasche friemelt. Dieser Kirk ist nicht mehr jung, aber dafür ein alter, gewiefter Fuchs, der sich seinem Alter stellt (gegen einen ebenso gealterten Feind) und sich am Ende sogar wieder verjüngt fühlen darf, da sein Leben wieder einen Sinn bekommen hat. Für weitere Symbolik ist übrigens bestens gesorgt, denn Spock überreicht seinem Freund zum Geburtstag immerhin Dickens´ "Geschichte zweier Städte", woraus Kirk auch sogleich zitieren darf. Spätestens seit diesem Film ist Kirk ein anderer Mensch und hat sich weiterentwickelt. Sein Entschluss, die Enterprise in ST III zu stehlen, taugt keinesfalls als Grund, ihn zum Heißsporn zu stempeln. Es war zwar definitiv etwas Persönliches, aber da agierte nun wirklich kein heißblütiger Lümmel. Hier ging es längst um Freundschaft und Treue, was ich diesem Kirk immer abgenommen habe. Dem neuen Kirk nehme ich nicht einmal die Freundschaft ab. Das funktioniert einfach nicht!
Evan schrieb:Du erinnerst dich aber schon daran, dass in Star Trek mal eben ein Großteil der Sternenflotte und deren Kommandoebene zerstört wurde? Die Beförderung kam meiner Meinung nach auch zu früh (Ich hätte mir das für den zweiten Film aufgehoben), aber man kann es schon erklären. Wenn wir das einfach akzeptieren, ergibt sein Verhalten sehrwohl Sinn, wie ich finde.
Sicher, wenn man bereit ist, alles zu akzeptieren, mag auch alles irgendwie seinen Sinn ergeben. Ich weigere mich jedoch, unglaubwürdigen Blödsinn zu akzeptieren, nur weil er durch ein völlig irrsinniges Drehbuch etabliert wurde. Das Schlimme ist, selbst wenn man es akzeptieren mag, ist es schlicht unrealistischer Blödsinn. Wären heute mit einem Schlag alle CDU-Politker tot, käme auch niemand auf den Gedanken, Philip Mißfelder zum neuen Bundeskanzler zu ernennen, nur weil er eben jung und verfügbar ist. Kirks Ernennung nach den Ereignissen des letzten Films ist und bleibt eine Ursünde des neuen Franchise´. Seine Degradierung im aktuellen Film ist ebenso lächerlich wie auch seine Wiederberufung.
Evan schrieb:Das ist, glaube ich, eine Geschmackssache. Ich hatte bei den vielen Zitaten Gänsehaut, weil sie in anderen Situationen stellenweise ähnlich effektiv waren wie im Originalkontext. Das fand ich eigentlich gut.
Plagiate rufen bei mir keine Gänsehaut hervor. Vor allem, wenn sie so sinnlos und frech verheizt werden, um Affekte zu erheischen, die längst verpufft sind und auch überhaupt nicht passen. Die Mischung aus Plagiat und Dreistigkeit, die hier zur Schau gestellt wurde, darf man wohl mit Fug und Recht Frevel nennen!
Evan schrieb:Man sollte aber dabei annehmen, dass dem Originalspock in jungen Jahren nicht der gesamte Heimatplanet und auch nicht die Mutter genommen wurde. Ich glaube, dass da viele unterdrückte und nicht verarbeitete Emotionen im Spiel sind, die man nicht verachten darf.
Gerade als einer der letzten Überlebenden seines Volkes sollte Spock doch mehr daran gelegen sein, die Ideale und Disziplinen seiner Kultur zu achten und bewahren, anstatt sich wie ein Wahnsinniger aufzuführen. Die Menschen schauen auf ihn als ein Vetreter seiner verloschenen Kultur. Wer den Mythos "Spock" so sehr bemüht, sollte in dessen Darstellung doch respektvoller sein. Das war man hier nicht und entsprechend lachen sich die Leute eher kaputt über diese Gewaltvorstellung.
Und genau dies berührt jedoch genau das, was mich an den neuen Filmen so wahnsinnig stört: Diese unglaubliche Doppelzüngigkeit der Affekte sowie die damit verbundene Heuchelei: Auch wenn man uns ein alternatives Szenario vor den Latz knallt, um alle wahnwitzigen Änderungen in diesem neuen Universum zu erklären und zu entschuldigen, so baut man dennoch ganz frech darauf, dass wir mit den Figuren genauso mitfiebern, als seien sie doch irgendwo dieselben aus unserem seit Jahrzehnten gewohnten Star Trek. Man kritzelt mit einer Mischung aus Großkotzigkeit und Wichtigtuerei eine alternative Zeitlinie zusammen, die in vielerlei Hinsicht komplett absurd ist, hält uns aber immer noch für so dämlich, jedes dreisteste Plagiat ebenso zu beklatschen und zu beweinen wie einst das so reformbedürftige Original, von dem man sich ja großspurig losgesagt hatte! Eines wusste man nämlich ganz genau: Mit einer unbekannten Crew in einem komplett neuen SciFi-Szenario hätte niemand diesen Quatsch jemals verfilmt, und das aus guten Gründen. Kult und Gefühle werden gerne mitgenommen, aber außer infantiler Kasperei hat man rein gar nichts anzubieten, und dann bedient man sich noch schamlos bei den Vorgängern, von denen man ohnehin weiß, dass sie besser waren. Abrams und seine Autorenmischpoke (Ocri, Lindelof) durften schon mit "Lost" zeigen, wie man eine eigentlich interessante Idee in sechs Staffeln mit Volldampf in den Locus rammt. Dass der nächste Film nicht von ihm stammen wird, ist doch nur konsequent. Habe ich nun Mitleid mit den Star Wars-Fans? Ob die überhaupt noch den Schlag spüren, weiß ich nicht, denn was soll man denen eigentlich noch antun?
Evan schrieb:Sicherlich war das Nemoys Plan gewesen. Eigentlich hätte er auch viel früher im Film sterben sollen (Gerüchten zufolge war die Kobayashi-Maru-Sache ja auch nur eine Ablenkung, um den damaligen Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen.) ABER! Er überträgt seine "Seele" auf Pille. Das war das Hintertürchen, welche sich alle Beteiligten aufgehoben haben. Und das nicht ohne Grund. Wenn auch nur für den Fall der Fälle.
Ursprünglich sollte Spock bereits in der Eröffnungsszene von ST II kurz und schmerzlos sterben. Das, was später die "Simulator-Sequenz" werden sollte, war als endgültige Sterbeszene geplant, doch die Probevorführungen haben die Macher eines Besseren belehrt. Es wäre nämlich schlicht zu hart geworden. Die Wiederauferstehung Spocks war zu diesem Zeitpunkt übrigens gar nicht geplant. Das kam erst, als Nimoy der Regiestuhl zugesichert worden war. Es gab also vielmehr eine krasse Kehrtwende als ein Hintertürchen, denn Nimoy musste man erst mühselig überreden.
Evan schrieb:Die Narada mochte ich aber. Über Nemesis müssen wir nicht sprechen, das war insgesamt ein total enttäuschender Film..
Du mochtest die Narada? Warum denn eigentlich? Selbst für ein romulanisches Design aus dem Ende des 24. Jahrhunderts sah sie aus, wie eine umgeworfene Restmülltonne. Den Designern war sie anscheinend selbst peinlich, weshalb man das "Schiff" ganze 0,8 sek mal in der Totalen zeigte. Dieses Schiff wird man ganz schnell als/unter CGI-Alptraum verbuchen und vergessen...
Ein Schicksal, dass diesem Schiff sicherlich nicht beschieden sein wird!
Evan schrieb:Die Reliant war fantastisch. Und sie hatte genau die Eigenschaften, die man für den Film brauchte. Es war kein Überschiff, der "überlegene Intellekt" des Captains machte es aus 😊.
Hier sind wir uns schnell einig. Die Reliant war ein ausgezeichnetes Design (und Modell!), das wir bis zu ST VII zu sehen bekamen (Evakuierung). Der Enterprise war sie natürlich unterlegen, aber Khan benützte ja auch die älteste Kriegslist der Welt, um diesen Vorteil auszugleichen. Dennoch war der legendäre "Hecktorpedo" einmalig und von seiten der Enterprise nicht zu kontern. Klasse Schlacht, klasse Effekte: Ein Klassiker, der sich gewaschen hat!
Der neue "Into Darkness" hat nichts davon und ist darüber hinaus auch ein ganz schlechter Film. Dieser Khan ist ein echter Wurm im Kahn!
Arrow schrieb: Hier sind wir uns schnell einig. Die Reliant war ein ausgezeichnetes Design (und Modell!), das wir bis zu ST VII zu sehen bekamen (Evakuierung).Nebenbei bemerkt war die Miranda-Klasse auch in VIII, DS9 und VOY dabei.
Ja, ich habe mir JJTrek 1 auch angeschaut und muss ehrlich sagen, dass ich auch nicht besonders begeistert war. Zu viel Action und zu viele Effekte, die Schiffsdesigns gefallen mir nicht, der Humor ist nicht meins, die Story ist für mich nicht so berauschend, und und und.
FekLeyrTarg schrieb:Nebenbei bemerkt war die Miranda-Klasse auch in VIII, DS9 und VOY dabei.Die Schiffsklasse war vertreten, allerdings nicht mehr als physisches Trickmodell. Gut, in den ersten drei Staffeln von DS9 wohl noch, aber danach nicht mehr. Insofern hast du sicher recht. In First Contact kam bereits eine CGI-Variante von ILM zum Einsatz.
Grundsätzlich habe ich mich aber stets gefreut, diesen sehr schicken Schiffstyp (dieses Mal schließe ich die CGI-Exemplare mit ein) auch in späteren Serien und Filmen noch anzutreffen. Ich mag dieses Design einfach sehr - und bereits Kirk musste in STII schmerzhaft spüren, dass so ein Hecktorpedowerfer eine verdammt nützliche Sache ist. Die Enterprise fängt sich dort jedenfalls einen fiesen Treffer damit ein, wobei die Wirkung wohl nicht so durchschlagend war wie später in STVI. Der dortige Aal war allerdings auch klingonischer Bauart... Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, dass dieses klassische Design auch noch im Dominion-Krieg seinen Dienst tat, auch wenn die vielen Mirandas dort einen heftigen Blutzoll entrichten mussten. In "First Contact" brennt so eine Miranda dem mächtigen Borg-Schiff mit ihrem Hecktorpedowerfer auch ein hübsches Loch in den Pelz. Einfach mal schauen. Fast hundert Jahre alt und trotzdem noch an vorderster Front im Einsatz: Respekt!
FekLeyrTarg schrieb:Ja, ich habe mir JJTrek 1 auch angeschaut und muss ehrlich sagen, dass ich auch nicht besonders begeistert war. Zu viel Action und zu viele Effekte, die Schiffsdesigns gefallen mir nicht, der Humor ist nicht meins, die Story ist für mich nicht so berauschend, und und und.
Das schlimme ist, dass noch nicht einmal die Trickeffekte richtig begeistern können, da visuell und kinematografisch total verhunzt.
Ja, die Miranda-Klase ist auf jeden Fall ein tolles Design. Ich befehlige sie gerne in Spielen wie Starfleet Academy, Starfleet Command, Klingon Academy oder Bridge Commander. 😊 (Eigentlich fast schade, dass sie in DS9, fast wie die Excelsior-Klasse, meist Kanonenfutter war)
Was auch noch dazu kommt ist, dass auch die Soundeffekte in JJTrek 1, vorallem die der Waffen, für mich auch eher unspektakulär waren. Sogar TOS hat meiner Meinung nach bessere und Soundeffekte.
Ganz ehrlich: Ich weis nicht, ob ich mir JJTrek 2 mir auch noch antun möchte. Da schaue ich doch lieber "Star Trek: Of Gods and Men" oder "Star Trek: Phase II".
FekLeyrTarg schrieb:Ja, die Miranda-Klase ist auf jeden Fall ein tolles Design. Ich befehlige sie gerne in Spielen wie Starfleet Academy, Starfleet Command, Klingon Academy oder Bridge Commander. 😊 (Eigentlich fast schade, dass sie in DS9, fast wie die Excelsior-Klasse, meist Kanonenfutter war)Was auch noch dazu kommt ist, dass auch die Soundeffekte in JJTrek 1, vorallem die der Waffen, für mich auch eher unspektakulär waren. Sogar TOS hat meiner Meinung nach bessere und Soundeffekte.
Ganz ehrlich: Ich weis nicht, ob ich mir JJTrek 2 mir auch noch antun möchte. Da schaue ich doch lieber "Star Trek: Of Gods and Men" oder "Star Trek: Phase II".
Ja, die Miranda bin ich bei SA auch gerne und häufig geflogen. War schon enorm, was man per Energiemanagement aus dem kleinen Kreuzer rausholen konnte. Damit gescheit umzugehen, machte die Missionen wesentlich einfach, und ich bin mir sicher, ich hätte Kirk nebst Enterprise (wie in ST II) ziemlich alt aussehen lassen. Gut, den ersten Schuss hätte ich dann doch gerne gehabt. 😊
Natürlich hat´s auch mir in der Seele wehgetan, dass sie in diesen unsäglichen Massenschlachten reihenweise niedergeschossen wurden. Oft genug haben diese Schiffe das Feuer auf sich gelenkt, damit Sisko in seiner kleinen Hi-Tech-Flunder gediegen durch die feindlichen Linien fliegen konnte. Allerdings habe ich diese Klasse und ihre Derivate noch lieber gesehen als diese teils unsäglichen Hybridkonstruktionen, die Bernd Schneider so gerne als "Frankenstein-Flotte" bezeichnet. Was hier noch in der Prä-CGI-Ära zum guten Teil aus alten AMT-Bausätzen zuammengeklebt und zusammengespachtelt wurde, dürfte Probert und Okuda die Hutschnur hochgehen lassen. Es mussten ja urplötzlich massenweise neue Schiffsklassen eingeführt werden, wofür anscheinend jedes Mittel recht war. Später wurde diese skurrile Maßnahme im "DS9 Technical Manual" halbherzig zu kanonisieren versucht, aber diese Plastikorgien, für die sich jeder anständige Amateur-Modellbauer schämen würde, haben wir zurecht nie wiedergesehen...
Über die Soundeffekte von Abrams erstem Schandstück will ich eigentlich gar nichts schreiben - in der einen Szene direkt nach dem Hüllenbruch auf der Kelvin wurden sie ja auf einmal stummgeschaltet, der dramatischen Wirkung oder des Realimus´ Willen, nur um später umso nervtötender wieder loszubratzeln... Für den nächsten Film schlage ich schon mal aus tiefster Überzeugung die Weltraum-Soundbibliothek aus "Firefly" vor. Die ist am besten und in Punkto Glaubwürdigkeit immer noch ungeschlagen.
Diese neueren semiprofessionellen Produktionen habe ich mir bisher noch nicht angeschaut, sondern nur ein paar Ausschnitte gesehen. Nichts gegen die trashigen Amateur-Filmereien aus den 90ern, aber ob ich mir wirklich solche verfilmten Fan-Drehbücher mit grottig aussehenden Alt-Darstellern antun muss...ich weiß nicht so recht. Dass man heute mit kleinstem Budget den Charme der 60er 1 zu 1 wiederauferstehen lassen kann, glaube ich gern. Aber dieser Charme gehört eben in seine Produktionszeit und die dazu gereichten Storys ebenso. Außerdem habe ich TOS nicht jahrelang gegen die bornierten Effekt-Huren von damals (TNG, DS9) verteidigt, um jetzt (2013!) wieder kunterbunte Setausleuchtung toll zu finden. Versteh´ mich nicht falsch: Ich finde die remasterten TOS-Episoden aufgrund ihrer wirklich schön restaurierten Bild- und Tonqualität klasse, aber das ist nunmal nicht dasselbe. Star Trek: Phase II ist und bleibt für mich die Serie, die Ende der 70er nie produziert wurde. Ihren Designs verdanken wir ja vieles, das später in den Kinofilmen und auch in den Serien zum Design-Standard geworden ist. Von der neuen Enterpise ganz zu schweigen...
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