Neuer Weltraum zu erobern: Endless Space
Ich habs schon mal angespielt und es erscheint mir recht gut gelungen zu sein. Es scheint einen Mittelweg zwischen den endlos langen Spielen eines GalCiv II zu gehen und den doch ehr kurzweiligen SoSE. Mir gefällts jedenfalls. Irgendwo erinnert es mich ein wenig and Ascendency..das hatte ich damals geliebt ^_^ Ich bin jetzt noch gespannt auf Legends of Pegasus. Das ist ja das nächste 4X Spiel das rauskommen soll. Dabei soll es angeblich mehr Storylastig sein. Bin mal gespannt wie das gehen soll.
Naja, hängt sicher auch von der Größe der Galaxie ab, die man sich auswählt. Die bisherigen Bewertungen sind recht positiv, und da ich auch noch einen Nachfolger für MoO 2 suche, kommt Endless Space bei mir definitiv in die engere Auswahl. Der Boxed-Preis von knapp 30 Euro ist sicher auch nicht zu verachten - mal sehen, wie es sich dann in den Läden verkaufen wird. Ansonsten warte ich Legend of Pegasus natürlich auch noch ab. Mal sehen, wie das ausfällt.
Bei den Steam Summer Sales gab es das Spiel günstiger, wenn ich mich recht entsinne. Jedenfalls hab ich mir Endless Space via Steam geholt.
Was die Galaxiegröße angeht. Ja da gebe ich dir recht, das hat natürlich auch einen Einfluss auf die Dauer des Spiels.
Trotzdem fühlt sich Endless Space irgendwie "schneller" an. Was mich allerdings etwas stört ist das man technologien relativ fix erforschen kann. Bei GalCiv hat man ja noch die Einstellmöglichkeit wie schnell neue Techs zu erforschen sind. Jedenfalls bin ich der Meinung das es das gab.
Warum ich das gut finde? Naja ich mag es nicht alle paar Runden meine Schiffsdesigns überarbeiten zu müssen weil sie sonst schon wieder veraltet sind. Ich mag das Gefühl wenn ich dann nach langer, langer Zeit ein gut gedientes Schlachtross außer Dienst stelle und durch ein neues ersetze.
Absolut möglich, dass der Preis über Steam noch günstiger war. Ich warte da lieber auf die Box im Laden, da ich keine Kreditkarte habe und ich mir für einen einzigen Titel nicht gleich ein PayPal-Konto einrichten will. Ich glaube, das wird vielen Interessierten so gehen - entsprechend gespannt bin ich auch, wie viele Abnehmer dieses Indiespiel noch finden wird!
Ich hab mir damals wegen Ebay ein solches Konto zugelegt. Ist ab und an ganz praktisch weil es mittlerweile recht viele shops gibt die Paypal akzeptieren. So hab ich mir meine Musikanlage letztens auch über Paypal bestellt.
Ist sicher praktisch, zumal ein Paypal-Konto bei abgehenden Buchungen ja nichts kostet. Wahrscheinlich komme ich auf Dauer auch nicht drum herum. Derzeit zögere ich aber noch etwas, mir für das ein oder andere Steam-Spiel eins anzulegen. Da kaufe ich irgendwie doch noch lieber im Laden - auch wenn man in der Packung vermutlich immer öfter nur noch den Downloadcode auf Zettel vorfindet...
Da mir die Ladenpreise zu hoch sind kaufe ich fast nur noch über Steam. Ich warte da immer auf die Sommeraktion oder das per Zufall mal wieder etwas günstig angeboten wird. Da die Verpackung meist nicht mehr bietet als die CD/DVD brauche ich die Verpackung auch nicht mehr. Hab dafür sowieso jeztt nicht mehr den Platz.
Einzig die Sonderedition kaufe ich noch über Amazon. Sprich in den Laden gehe ich eigentlich überhaupt nicht mehr für Spiele. Davon ab kenne ich jetzt so keinen reinen Spieleladen mehr.
Aber zurück zum Thema. Ich hab gerade die Reviews zu Legends of Pegasus gelesen und die sind ja mehr als niederschmetternd. Schade, das ist wohl ein ähnliches debakel geworden wie damals Swords of the Stars 2, welches selbst jetzt immer noch irgendwie komisch zu spielen ist obwohl die ordentlich Patches nachgeschoben haben.
Kann ich schon gut verstehen, dass man da gutes Geld einsparen kann. Die Zeiten, wo man noch seine Sammlung von Spielepackungen im Regal gepflegt hat, sind sowieso schon längst vorbei. Gerade an DVD-Hüllen von Spielen hat sich bei mir inzwischen auch so viel angestaut, dass digitale Distributionen wieder ihren Reiz haben. Gewisse Titel wird man sich aber sicher auch weiterhin im Laden oder per Versandt ins Haus holen. Was das angeht, kaufe ich ab und an sogar auch mal was beim Discounter aus der berühmten Pyramide für nen Zehner. Warum nicht? 😊
Zurück zu Thema: Nach der Lektüre einiger Tests zu Legend of Pegasus scheint die Sache erstmal ziemlich klar zu sein - sprich: Finger weg. In dem Genre scheint wohl komischerweise immer noch der Wurm drin zu sein. Sword of the Stars 2 hat wohl einen Nachfolger im negativen Sinne. Musste anscheinend unbedingt noch im August veröffentlicht werden und wird am Ende dann wohl gemütlich spielbar gepatcht werden. Da werde ich mir in acht Tagen wohl besser Endless Space zulegen. Da läuft vielleicht auch noch nicht alles perfekt rund, aber es ist wohl keine Bug-Katastrophe. Du hattest es doch angespielt, oder? Wie sieht es denn da mit dem Hardwarehunger aus? Wenn als Optimum eine CPU der i5/i7-Generation empfohlen wird, muss das ja nicht unbedingt allzu viel heißen, aber komme ich da mit einem C2Duo mit 3 GHz und 4 GB Ram noch weit?
Verpackung: Bin gerade umgezogen und hab da echt ein Problem bekommen wo ich den all diese DVD und CD Hüllen lasse. Insofern ist es online natürlich schön. Einziges Problem das ich sehe ist halt was passiert, wenn der onlinedienst mal nicht mehr funktioniert? Da konnte ich letztens meine Steamtitel nicht meht spielen. Das fand ich schon blöde. Ich denke Online ist nett solange ich mir die Daten dann auf ne externe Festplatte ziehen kann und auch offline spielen. Das ding ist halt auch das immer mehr Spiele ein Onlinezwang haben. Also selbst wenn ich es im Laden kaufe muß ich es trotzdem über den client des jeweiligen Anbieters starten. Dann kann ich es auch gleich online kaufen.
Legends of Pegasus: Ja das scheint leider wirklich ins wasser gefallen zu sein. Schade.
Endless Space: Ich kann zu dem Hardwarehunger wenig sagen da ich die Anforderungen schon erfülle. Denke aber das du mit nem 3Ghz Rechner wenig Probleme bekommen solltest. So aufwendig ist das Spiel nun auch nicht. Jedenfalls nicht das ich es so sehe.
gevatter Lars schrieb:Einziges Problem das ich sehe ist halt was passiert, wenn der onlinedienst mal nicht mehr funktioniert? Da konnte ich letztens meine Steamtitel nicht meht spielen. Das fand ich schon blöde. Ich denke Online ist nett solange ich mir die Daten dann auf ne externe Festplatte ziehen kann und auch offline spielen. Das ding ist halt auch das immer mehr Spiele ein Onlinezwang haben. Also selbst wenn ich es im Laden kaufe muß ich es trotzdem über den client des jeweiligen Anbieters starten. Dann kann ich es auch gleich online kaufen.
Diese Befürchtungen existieren ja bereits seit der Einführung von Steam mit HL2. Das Problem ist natürlich eher der Onlinezwang, der de facto auf dem Vormarsch ist, während sich andere Titel weiterhin nach dem Download auch offline spielen lassen. An Steam liegt das erstmal nicht, da die Titel dort meist nur vertrieben werden. Mir gefällt definitiv auch nicht, dass ich mein Batman: Arkham Asylum (über Steam geladen und verwaltet) auch nur nach Anmeldung bei Microsoft Online erst spielen kann. Das sollte echt keine Schule machen!
Was die Hardwareanforderungen von Endless Space betrifft mache ich mich jetzt mal nicht verrückt - immerhin ist das Spiel noch rundenbasiert und kein Shooter. Ich werde mich in ein paar Wochen mal melden und berichten, wie es bei mir läuft...
PS: Mit "Laden" hatte ich übrigens nicht nur das Ladengeschäft gemeint - das die großen Handelsketten einschließt -, sondern natürlich auch den Onlineverkauf der DVD-Boxen, ob nun mit oder ohne Datenträger. Sprich, die "konventionelle" Verkaufsweise per Barzahlung oder Bankeinzug. Es ging mir nur um die Unterscheidung zu Steam, PayPal & co.
Auch wenn wir thematisch etwas abweichen von der News:
Sehe ich auch so. Der Onlinezwang wird definitiv noch weiter zunehmen. Unter diesem Gesichtspunkt ist Steam noch das kleinste dieser Onlineübel. Und wie ich nach so langer Steam Mitgliedschaft finde, gar nicht mal die schlechteste Variante. EA versucht ja mit Origin etwas ähnliches.
Persönlich versteh ich die Abneigung gegen Steam schon lange nicht mehr. Steam hat einige Vorteile die ich nicht mehr missen möchte:
- Automatische Aktualisierung der Spiele. Keine mühseelige Suche nach den richtigen Updates mehr.[/*:m]
- Man muss sich nicht meterweise die Regale mit DVD Boxen oder gar Pappkartons vollstellen. Wobei ich zugeben muss, das ich das sehr gerne mache. Auf dem Gebiet bin ich nunmal Sammler. 😉 [/*:m]
- Wenn ich ein Spiel unbedingt sofort haben will, kann ich es ein paar Stunden später schon spielen.[/*:m]
- Keine problematischen Kopierschutzmethoden die sich tief ins System eingraben wie ein Virus.[/*:m]
- Die gesamte Spielesammlung zieht bei einem neuen PC einfach mit um.[/*:m][/list:u]
Allerdings ergeben sich die beiden letzten Möglichkeiten nur dann, wenn das Spiel komplett an Steam angepasst ist. Im Falle von z.B. Crysis 2 besteht EA aber zusätzlich zum Steam Kopierschutz auch noch auf die Installation eines extra Kopierschutzes. Das ist der Hauptgrund warum ich Crysis 2 auch weiterhin verweigere. Eine Extrawurst bez. Arkham Asylum und übrigens auch Arkham City in Form von zusätzlicher Anmeldung bei Microsoft Online ist zwar ärgerlich, aber in Bezug auf EAs extra Kopierschutz noch zu verschmerzen. Zudem muss man gar kein echtes Online Konto bei MS einrichten, man kann auch ganz simpel ein Offline Konto anlegen.
Und nach der Installation der Spiele kann man Steam problemlos offline schalten und auch offline spielen. Zumindest bei den Spielen, die nicht irgendwelche Achivements verwalten. Wobei es auch da geht, dann muss man eben auf diese Achivements verzichten. 😉 Online muss Steam also nur sein, wenn man Änderungen durchführen will, also z.B. für Updates der Spiele oder ein neues Spiel installieren.
Ist schon richtig - gegen den heutigen Onlinezwang mancher Singleplayer-Spiele wirken die damaligen Befürchtungen bzgl. Steam inzwischen harmlos. Das Problem des Weiterverkaufs von Spielen besteht allerdings nach wie vor. Soll sich da nicht sogar demnächst etwas ändern? Bin jetzt gar nicht sicher, ob bei Arkham Asylum die Achievements überhaupt online verwaltet werden. Falls ja, wäre es sicher auch ohne Anmeldung möglich gewesen. Die zusätzliche Anmeldung nervt jedenfalls sehr.
Frage, wie viele Spiele hast du jemals weiterverkauft? Ich selbst... Null. Im höchsten Fall hab ich früher mal welche an freunde verliehen bzw. getauscht aber das letzte mal hab ich das vor vielleicht 10 Jahren gemacht als ich noch zur Schule ging und mit 20DM Taschengeld mir nur alle paar Monate ein Spiel leisten konnte.
Wo ich allerdings recht gebe ist dieses nervige doppelt und dreifach anmelden bei irgendwelchen Clients. Wenn ein Spiel zum Beispiel über Steam aktiviert werden muss dann sollte es auch nur darüber aktiviert werden und nicht noch zusätzlich über irgend etwas anderes. Ich sehe nicht so ganz den Sinn dahinter...bis auf das die Firmen natürlich alle damit indirekt "Werbung" für ihre eigene Plattform machen wollen. Denn selbst negative Werbung ist Werbung ^_^
Frage, wie viele dieser Clients laufen denn bei euch so? Bei mir sind es mittlerweile 4. Steam, Origin, Gamestop/Impulse und Windows live.
gevatter Lars schrieb:Wo ich allerdings recht gebe ist dieses nervige doppelt und dreifach anmelden bei irgendwelchen Clients. Wenn ein Spiel zum Beispiel über Steam aktiviert werden muss dann sollte es auch nur darüber aktiviert werden und nicht noch zusätzlich über irgend etwas anderes.
Allerdings. Mit solchen Ausnahmen und Extrawürsten ruft man nur wieder die Steam Kritiker auf den Plan. Steam kann keine weitere negative Publicity brauchen, aber mit sowas ist der Frust der Kunden und weitere negative Meinungen vorprogrammiert. Hier sollte Steam klar und deutlich Regeln aufstellen das so etwas nicht vorkommen darf, wenn ein Valve-fremdes Spiel in Steam eingebunden werden soll. Aber naja, schlussendlich ist es ja immer das Geld, das alle Entscheidungen massgeblich beeinflusst in der Chefetage. Wenn also ein grosser Publisher auf diesen extra Krimskrams besteht, dann kann sich Valve dem wohl nicht verweigern. :doubtful:
Frage, wie viele dieser Clients laufen denn bei euch so? Bei mir sind es mittlerweile 4. Steam, Origin, Gamestop/Impulse und Windows live.
Hier das gleiche, bis auf Gamestop/Impulse (kannte ich bis eben noch nicht mal). Wobei ich sagen muss, wirklich überzeugt hat mich bisher nur Steam. Aber Steam (Valve) ist auf dem Gebiet schliesslich auch der langjährige Platzhirsch, da darf man Stabilität und Reife auch erwarten.
Gamestop/Impulse, darüber laufen Spiele wie Galactic Civ II oder Sins of a Solar Empire. Glaube bei GalCiv war es noch kein Zwang gewesen das zu installieren. Bei Sins glaube ich auch nicht allerdings fehlen dann Sachen wie eine einfache Update funktion.
@Lars Ah ok, danke.
Das ist eher weniger mein Genre, dafür umso mehr das meines Bruders.
Bis auf Steam auch nur Microsoft Online bei mir. Hoffentlich bleibt es dabei. Steam ist schon ziemlich gut etabliert, das stimmt. Das wird sicherlich noch ausgebaut werden, immerhin will man darüber ja bald auch andere Software anbieten. Wie ich gerade sehe, wurde Endless Space auf amazon.de um noch eine knappe Woche verschoben.
So, habe mir jetzt mal die "Special Emperor Edition" von Endless Space geordert. Neben dem Soundtrack soll noch ein extra Skin enthalten sein. Bin schon ziemlich gespannt darauf. Vielleicht werde ich über die ersten Runden mit ES ein wenig berichten und schildern, wie es sich gerenell so spielt!
Was soll ich sagen, mir gefällt´s ziemlich gut. Bugs kann ich bisher keine ausmachen - soviel man ließt soll das Spiel bereits in der über Steam veröffentlichten Alpha-Phase recht sauber gelaufen sein - und die Performanz ist prima, auch auf meinem etwas betagten Rechner. Bin bei 4X-Spielen ziemlich aus der Übung gekommen, habe ich gemerkt, aber so langsam finde ich mich ein. Spiele derzeit noch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad und nur mit kleinen Galaxien, aber es macht tierisch Spaß und fesselt einen so sehr, dass der Blick auf die Uhr oft einem Schock gleichkommt. Ganz so komplex wie ein Master of Orion 2 ist es sicherlich nicht, aber mir kommt es so gerade recht. Es gibt viel zu erforschen, viele Strategien auszuprobieren und den Rest kann man vor Spielbeginn festlegen. Das Interface ist klasse und sehr übersichtlich - die Planeten sehen einfach spitze aus - , die Grafik generell wunderschön und auch die deutsche Übersetzung ist generell sehr gelungen, auch wenn man ab und an noch einen Satz auf englisch entdeckt. Richtige Echtzeitschlachten gibt es allerdings keine, denn die Kämpfe laufen praktisch auf einer Schiene entlang ab, wo man nur einzelne taktische Verbesserungen aktivieren kann und sonst nur zuschaut, aber ich brauche da sowieso keine Gefechte wie in Homeworld. Etwas mehr Einfluss wäre natürlich schön. Für viele ist das sicherlich ein großer Nachteil, doch mich stört´s nicht besonders. Die Diplomatie mit den anderen Völkern könnete jedoch ruhig noch etwas komplexer sein, da man hier nur auf einem Balken Angebot gegen Nachfrage wechselt und strategische Finessen nicht möglich sind. Vielleicht liefert ein Patch da noch noch etwas mehr.
Für mich jedenfalls ein echter Geheimtipp zum vernünftigen Preis, der sich vor der teils total verbuggten Konkurrenz auf keinen Fall verstecken muss. Ganz im Gegenteil. Die echten Hardcore-MoO2-Veteranen werden vielleicht etwas die Nase rümpfen, weil man nicht jeden Planeten einzeln mit einem Flakgeschütz auf der Karte bestücken kann, doch für mich ist es der erste gute Rundentitel in 4X-Tradition seit Jahren. Ich vergleiche es ganz bewusst auch nicht mit SoSE, da sich Echtzeit-Globalstrategie doch noch mal etwas anders spielt. Eine kleine, aber feine Endless Space-Communtiy ist bereits seit längerer Zeit aktiv und bietet jedem Einsteiger wertvolle Hilfe. Online-Partien sind natürlich längst möglich, auch wenn ich mich zur Zeit noch nicht an einen menschlichen Gegner traue. Ich bin gespannt, ob die Amplitude Studios auch weiterhin Änderungen per Patches mit den Spielern (Games2Gether) absprechen und zur Wahl stellen werden. Bislang hat sich diese Spielerbeteiligung anscheinend gut ausgezahlt - Endless Space spielt sich sehr rund und kann auch Einsteigern ins 4X-Genre empfohlen werden. Ich bleibe dran. Demnächst mache ich auch mal ein paar Screenshots.
Gesagt, getan. Möchte euch einfach mal ein paar Impressionen aus Endless Space in Bilderform zeigen. Das Hauptaugenmerk eines 4X-Spiels im Weltall liegt natürlich auf der Kolonisierung und Eroberung von Planeten, deren Ausbau und Verwaltung die Aufgabe eines jeden Herrschers ist. Hier zeigt sich ES von seiner schönsten Seite, denn derart schicke Himmelskörper habe ich noch in keinem Spiel gesehen. Leider vermitteln die Screentshots nur einen unvollständigen Eindruck, da sie die vielen Animationen und liebevollen Details logischerweise nicht in Bewegung zeigen können.
Je nach Galaxiengröße (einstellbar, ebenso Form) geht die Anzahl der Sonnensysteme und Planeten schnell ins Dutzendfache. Vielseitigkeit und Abwechselungsreichtum sind in solch einem Spiel also Pflicht, weshalb ES gleich fünf verschiedene Klassen von Planeten mitbringt, die sich noch in verschiedene Unterklassen aufteilen. Jeder Planet ist entsprechend seines Typs für andere Möglichkeiten des sinnvollen Ausbaus prädestiniert, wobei die Technologien dazu zum Teil erst erforscht werden müssen. Auch ist nicht jede Welt von Anfang an kolonisierbar, was allerdings auch von der gewählten Spielrasse abhängt. Vier Hauptressourcen bringt jede einzelne Kugel in das imperiale Konto ein, wobei es auch eine Vielzahl von Spezialgütern gibt, die man dort fördern kann. Eine kleine Auswahl möchte ich heute vorstellen:
Das war nur eine kleine Auswahl. Teilweise erkennt man im Hintergrund auch noch das Gestirn des jeweiligen Sonnensystems, von denen jedes bis zu sechs Planeten beherbergen kann. Größe und Spektralfarbe der Sonnen haben Einfluss auf die Planetentypen, die einen im System erwarten können. Vom Weißen Zwerg bis zum Roten Riesen ist so ziemlich alles dabei, was da strahlt und leuchtet. Doch selbst darauf kann man vor jeder Partie in den Einstellungen Einfluss nehmen: Alter der Galaxie (bestimmt die Häufigkeit bestimmter Sterntypen) oder Dichte der Sonnensysteme (erhöht oder senkt die Anzahl der Sterne generell) lassen sich vorgeben. Alle Bilder sind in 1080p aufgenommen, aber auf 70% ihrer Größe herabskaliert worden, damit die Übersicht nicht zu sehr leidet. Was man auf den Screenshots leider nicht sieht, sind die Rotation der Planeten, die Bewegungen von Wolken oder Stürmen in der Atmosphäre sowie das Herumschwirren von Raumschiffen und Flugzeugen, was den Anblick zu einer echten Freude werden lässt. Des Weiteren weisen viele Planeten sogenannte "Anomalien" auf; das sind bestimmte geologische, astronomische, atmosphärische oder biologische Phänomene, die sich jeweils positiv oder negativ auf die Grundwerte einer Welt auswirken können. Manche davon werden auch grafisch dargestellt und sind schnell unverwechselbar. So sorgt eine Anomalie namens "Kessler-Syndrom" dafür, dass der gesamte Planet von Trümmern und Weltraumschrott einer untergegangenen Zivilisation umgeben ist. Das bewirkt natürlich einen saftigen Malus auf Wissenschaft - logisch, da jeder Raumflug erst mal durch ein Minenfeld führt. Mit der richtigen Technologie, die erst erforscht werden muss, lässt sich dieses Manko aber beheben, was die negativen Effekte aufhebt. Andere Anomalien sind jedoch sehr hilfreich und sorgen für handfeste Vorteile. Schick anzusehen und nie zu unterschätzen sorgen sie für weitere Abwechslung unter den Himmelskörpern.
Ich hoffe, die paar Impressionen gefallen euch. Vielleicht gibt´s demnächst noch mehr - dann allerdings aus einer anderen Sparte des Spiels.
Zwei Wochen sind vergangen, etliche Partien sind gespielt, viele bereits gewonnen, aber einige auch verloren. Langsam stellen sich die Erfolge ein, die Vor- und Nachteile der Fraktionen sind halbwegs verinnerlicht und der Technologiebaum hat seine anfängliche Unübersichtlichkeit verloren, da ich langsam weiß, was ich wann zu erforschen habe. Und wie ich es einzusetzen habe...! Weiterhin bleibe ich noch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad, da die KI hier noch keinerlei Boni genießt. Ein kommendes Update soll dies jedoch beheben, sodass die KI auch ohne unfaire Vorteile auf höheren Niveaus fordernd bleibt. Wie so einige Spieler der ES-Community mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad zurechtkommen und der KI das Fürchten lehren, bleibt mir allerdings ein Rätzel. Davon bin ich jedenfalls noch Lichtjahre entfernt...
Weiterhin bleibe ich auch erst mal auf kleinere Galaxien beschränkt und spiele dort nur gegen zwei oder drei KI-Rivalen. So sind die Partien einfach weniger zeitaufwändig und die Übersicht bleibt besser gewahrt, da man so nicht gleich Dutzende Systeme zu verwalten hat. Hierfür lässt sich ja zum Glück alles vorher passend einstellen. Ich möchte heute einmal ein paar Impressionen aus dem Kampfsystem von Endless Space zeigen, obwohl "System" hier vielleicht mehr verspricht, als tatsächlich eingehalten wird. Einer der größten Kritikpunkte an ES vonseiten der Fachpresse sowie den Spielern ist schon immer der Gefechtspart gewesen, und hat man erst einmal einen ausgewachsenen Krieg ausgefochten, kann man die Kritik schnell nachvollziehen: Hier gibt es einfach (noch) viel zu wenig zu tun, zu wenig zu kommandieren, zu wenig zu taktieren. Lässt man eine Schlacht nämlich nicht automatisch berechnen und klickt auf "Manuell", so bekommt man dennoch nicht viel mehr als eine Art interaktiven Filmn in Spielgrafik zu sehen. In insgesamt drei Phasen (Langstrecke, Mittelstrecke, Kurzstrecke) bewegen sich die Schiffe der beiden Fraktionen (mehr als zwei Fraktionen dürfen ohnehin nicht am Kampf teilnehmen) aufeinander zu und eröffnen das Feuer. Je nach individueller Bestückung der Schiffe können in diesen drei Phasen Flugkörper, Strahlwaffen und kinetische Geschosse ihre jeweiligen Stärken ausspielen. Die Interaktion beschränkt sich darauf, für jede der drei Kampfphasen eine Art "Taktikkarte" auszuspielen, deren Wirkung vom Gegner durch eine andere Karte bisweilen gekontert und damit ausgehebelt werden kann. Die Auswahl reicht hier von Waffenverstärkung, Reparatur, ECM-Ablenkung bis zum taktischen Rückzug, wobei ein eingesetzter Flottenkommandant die Liste noch erweitern kann. Auch durch militärische Forschung lassen sich hier noch weitere Möglichkeiten freischalten.
So schön das auch bisweilen anzusehen ist - die grafische Darstellung der Gefechte ist wirklich über jeden Zweifel erhaben - so sehr lässt einen der Mangel an Einflussnahme manchmal vor Wut die Haare raufen. Steht man mit wenigen, hochgerüsteten und insgesamt weit überlegenen schweren Kreuzern z.B. einer Flotte aus viel schwächeren Korvetten oder Zerstörern gegenüber, die aber mehr Schiffe zählt, verteilt sich das eigene Feuer nach dem "Gieskannenprinzip" wahllos auf alle Schiffe des Gegners. Es ist nicht möglich, sein Feuer auf einzelne Schiffe zu konzentrieren, was dazu führt, dass die kostbaren eigenen dicken Pötte viel zu lange brauchen, um die schwächere Feindflotte zu zerstören, während sie selbst unverhältnismäßig viel Schaden nehmen, da der Gegner sein Feuer auf wenige Schiffe konzentriert. Ebenso ärgerlich wird es aber umgekehrt, wenn man aus einer kleinen Feindflotte den gefährlichsten Dreadnought nicht gezielt unter Beschuss nehmen und ausschalten kann, da wieder einmal wahllos auf alle Schiffe zugleich geballert wird. Auch wenn ich an dieser Stelle gewiss kein RTS-Prinzip im Sinne eines Homeworld erwarte, sollte vonseiten der Entwickler hier dringend nachgebessert werden. Eines der vier X des namensgebenden Strategiegenres steht immerhin für eXterminate – und dort sollte nicht derart gespart werden!
Taktieren findet also weniger innerhalb von Gefechten, sondern vielmehr zuvor, beim Aufrüsten der eigenen Schiffe, statt. Ob Raketen, Strahlen oder Kinetik: ein jedes Waffesystem in all seinen Ausbaustufen lässt sich durch entsprechende Technik - in ebenso vielen Stufen - gezielt abwehren. Hier wird es also erforderlich, seine eigene Flotte ständig an die Ausrüstung des Gegners anzupassen, um nicht am Ende gegen grundsätzlich schwächere Einheiten zu verlieren. Das kostet natürlich immer viel Geld sowie Forschungszeit, da alles rundenweise geschieht. Schnell wird es plötzlich erforderlich, seine Schiffe entsprechend umzurüsten - reine Spezialisierung auf eine Waffentechnik sorgt also schnell für böse Überraschungen. Hier kann man ES nichts vorwerfen, denn selbst auf dem leichtesten Grad lässt sich die KI nie sehr lange von den immergleichen Waffen eintüten und rüstet schnell um.
Ansonsten sind die Kämpfe natürlich verdammt schön anzuschauen: Schwärme von Raketen ziehen ihre Bahnen, die Schiffe spucken ganze Salven bunter Strahlenbündel und tödlich getroffene Schiffe vergehen in farbenfrohen Explosionen. Die grafische Präsentation erinnert an schönste Wing Commander-Momente, wobei man die Schlachtengemälde auch wahlweise in einer frei beweglichen Kameraperspektive bestaunen kann. Ein paar Impressionen in Bildform sollen das verdeutlichen, so gut das eben mit ein paar Screencaps geht. Alle Bilder sind auf 70% herabskaliert und zeigen die Grafik in maximaler Detailstufe sowie 8x Multisampling-Kantenglättung.
Das nächste Mal berichte ich ein wenig über das Expansionssystem von Endless Space. Schicke Bilder gibt es natürlich obendrein. 😉
Die Raumkämpfe sind in der Tat schick an zu schauen.
gevatter Lars schrieb:Die Raumkämpfe sind in der Tat schick an zu schauen.
Und ob! Ein bisschen mehr als nur zuzuschauen und grobe Boni zu verteilen wäre aber schön. Die Entwickler wissen allerdings über das Dev-Forum bescheid und möglicherweise wird sich da bald etwas tun. Der nächste Patch/Update soll wohl eine neue Rasse hinzufügen und auch die Balance optimieren. Da tut sich also etwas - ich bin da guter Dinge. Das Spiel wird sicher noch besser werden, nachdem die größten Schwächen aufgedeckt sind. Abwarten ist angesagt...
Endless Space bleibt definitiv weiterhin auf meiner Festplatte. Zwei kostenlose DLCs mit neuen spielbaren Rassen und einer Vielzahl an neuen Technologien, Phänomenen sowie Möglichkeiten sind inzwischen dazugekommen und machen das Haupt-Spiel so gut, wie gut noch nie. Mir fällt jedenfalls kein noch so kleiner Bug auf, der noch nicht beseitigt worden wäre!
Inzwischen wurde das erste kostenpflichtige DLC "Disharmony" veröffentlicht, das ich allerdings noch nicht habe. Dennoch kam die Tage wieder ein kleiner Patch heraus, der dieses Mal wichtige Verbesserungen in Punkto Performace brachte. Ich werde demnächst ausführlicher darauf eingehen!
Eine kurze Anmerkung zu Disharmony: Ich habe das Addon für GBase testen können. Alleine für die neuen Kampfmöglichkeiten und die neue Rasse lohnen sich die 10 Euro. Wirklich schick.
Sehr schön! Ich denke auch, dass ich mir "Disharmony" früher oder später zulegen werden. Wenn es nun wie du schreibst möglich ist, in Gefechten das Feuer auf einzelne Schiffe zu konzentrieren, anstatt die Gießkanne zu betätigen, ist das ein grpßer Fortschritt. Andererseits bleibt es mir unverständlich, wieso diese elementar wichtige taktische Möglichkeit nicht auch ins Vanilla-Spiel integriert wurde, was mit dem aktuellen Patch doch problemlos machbar gewesen wäre. Muss ich dazu erst "Disharmony" installieren, damit dies auch im Hauptspiel Eingang erhält? Ich kann ja gut verstehen, dass man die Erweiterung mit neuen Features bewirbt, und bei den vergangenen DLCs war Amplitude geradezu vorbildlich großzügig, aber dieses grundlegende Kommando wird seit den ersten Tagen von ES schmerzlich vermisst und würde das Vanilla-Spiel im Gefecht stark aufwerten. Dafür hätte ich auch gerne auf den neuen Schwierigkeitsgrad verzichtet, den es m.E. nicht gebraucht hat.
Ich bin aber sehr froh darüber, dass man diese leichte Performace-Bremse ausgebügelt hat, die mit einem der beiden DLCs ins Spiel gekommen war: Nach dem Abschluss der Berechnung einer Runde stockte das Spiel stets für eine Schrecksekunde, bevor es wieder eingabebereit war. Das klingt zwar lächerlich unbedeutend, hat sich aber immer unangenehm "angefühlt" und hat die virtuelle Haptik, wenn ich es mal so ausdrücken darf, gestört. Erst jetzt flutscht das wieder wie ganz zu Beginn, wirkt flüssiger und flotter. Ich werde mal darauf achten, ob ein paar der kleineren Minibugs und Ungereimtheiten ebenso verschwunden sind. Da geht es vor allem um die planetaren Phänomene, die auf manchen Planeten komplett absurd waren. Mali wie "zerklüftete Oberfläche" oder "saurer Regen" lassen sich natürlich mit der entsprechenden Technik abstellen, aber bei Gasplaneten sind sie völlig deplaziert. 😉 Immerhin lassen sich Gasplaneten seit dem letzten DLC dank einer brandneuen Technologie in Gesteinsplaneten verwandeln - man denke an das "Genesis"-Projekt aus ST II... Ansonsten sollte man vielleicht noch darauf achten, dass die Umlaubahn eines Planeten auch maßgeblich dessen klimatische Bedingungen bestimmt. Wenn also "Pollux I" bereits eine lebensfeindliche Eiswüste ist, darf der vierte Trabant des Systems nicht plötzlich eine feucht-warme Dschungelwelt sein. Das scheint immer noch ohne Einschränkungen zu Spielbeginn ausgewürfelt zu werden, aber realistisch ist es nicht. Kleinigkeiten, logisch, aber mir fällt so etwas auf...
Eine Frage an das Forum: Wer von euch spielt Endless Space? Wer hat mal Lust auf eine Online-Partie? Besitze zwar noch nicht das Kauf-Addon, aber damit dürfte ich wohl nicht allein sein...
Und ich war froh den Titel vergessen zu haben. Nicht weil er schlecht ist sondern weil ich dann nicht wieder davon los komme ^_^ Gerade jetzt wo die Prüfungen vor der Tür stehen.
Ansonsten. Ich habs vor sehr langer zeit (gefühlt) mal gespielt. Habs auch noch auf dem Rechner...glaube ich aber momentan ist es nicht mein Spiel.
gevatter Lars schrieb:Und ich war froh den Titel vergessen zu haben. Nicht weil er schlecht ist sondern weil ich dann nicht wieder davon los komme ^_^ Gerade jetzt wo die Prüfungen vor der Tür stehen.Ansonsten. Ich habs vor sehr langer zeit (gefühlt) mal gespielt. Habs auch noch auf dem Rechner...glaube ich aber momentan ist es nicht mein Spiel.
Wenn du mal wieder Lust darauf verspürst, lass es mich wissen. 😊
So, es ist soweit: Ich habe mir nun doch das kostenpflichtige Addon "Disharmony" angeschafft. Bei Steam wurde es zuletzt noch für 9,99.- Euro angeboten, aber die aktuelle Offerte von Amazon für 4,99.- war dann doch verlockender. Angekommen ist natürlich eine DVD-Box ohne Datenträger; dafür mit DL-Code für Steam sowie einem netten Artbook. Die ersten Partien gegen die verbesserte KI sind bereits gespielt, und ich muss sagen: Bisher nicht übel, doch es bleibt schon jetzt ein lachendes sowie ein weinendes Auge, wenn ich die Änderungen in Betracht ziehe. Demnächst kommt eine längere Stellungnahme dazu, doch eines vorweg: Die Entwickler bauen bei aller Jovialität in Punkto der bereits erschienenen DLCs ganz klar nunmehr auf "Disharmony" auf und lassen die Spieler der "Vanilla-Version" immer mehr im Regen stehen. Doch bald mehr dazu. Mein Angebot zum Online-Spiel an alle Mitleser gilt natütlich weiterhin.
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