Review Classics: Wing Commander III "Heart of the Tiger"
Review Classics
-Wing Commander III „Heart of the Tiger“-
Origin hatte es mit seinen Spielen Wing Commander I und II vorgemacht – es gab einen Markt für SciFi-Games! Das ein dritter Teil kommen würde war wohl nur eine Frage der Zeit, auch wenn die Spielgemeinde sehr skeptisch auf diesen einen Tag wartete: Es stand außer Frage, das der neue Teil wieder einmal nach einer neuen Generation von High-End-PCs verlangen würde… Warnungen gab es genug: Im Sommer 1994 erschien das erste Multiplayergame mit dem „Wing Commander“ – Logo auf der Verpackung, Armada mit Namen. Und eben dieses Spiel diente gewissermaßen als Testfeld für Teil III der Saga, da es eine Basisversion der späteren Engine wie auch einiges an Werbematerial im Karton enthielt – für den Pentiumprozessor!
Im Vorfeld gab es einiges an Informationen, so wurde bereits zu einem frühen Zeitpunkt klar, dass man von den bewegten Bitmaps Abschied nehmen und Polygonen den Vorrang geben würde - diese Nachricht stieß nicht bei jedem auf Gegenliebe. X-Wing und der Nachfolger Tie-Fighter hatten bereits auf Polygone gesetzt, mit dem Ergebnis das sie rein graphisch nicht mit Wing Commander mithalten konnten. Neuerung Nummer zwei: Schauspieler statt Comicfiguren. Würde das wirklich funktionieren?
Im Dezember 1994 erschien das Game mit den geheimnisvollen Titel „Heart of the Tiger“, also Herz des Tigers. Unweigerlich musste man an Prinz Thrakkath denken – und damit völlig daneben liegen! Der Blick auf die Verpackung bot einiges an Überraschungen: Minimum war ein 486er (DX!) mit 66MHz Taktung… Und 8 MB Arbeitsspeicher! 4 MB waren zu jener Zeit quasi Standard, die Verdoppelung der Speicherbänke kostete zwischen 80 bis 120 DM, also noch einmal genau so viel wie das Spiel selbst! Sauerer Apfel Nummer zwei: ein CD-ROM Laufwerk, aber bitte mit Doublespeed… Drittens: die Grafikkarte musste mindestens ein Megabyte Speicher aufweisen… Viertens: der benötigte Festplattenplatz entsprach bei vielen fast die Hälfte (oder sogar noch mehr) der gesamten Kapazität… Um es kurz zu machen, WC III sorgte letzten Endes bei vielen Gamern dafür, das man vom 486er Abschied nahm und sich einen Pentiumrechner unter den Schreibtisch stellte… Viel Geld… Aber was man dann dafür geboten bekam – das war mehr als nur sagenhaft!
Wing Commander III ist eigentlich ein interaktiver Film mit eingebetteter Raumschiffsimulation, die aber ist vom Feinsten. SVGA heißt das Zauberwort, zusammen mit einer wirklich sauber erstellten Engine für die Grafik hat man sich hier selbst übertroffen. Obgleich die Modelle nicht unbedingt echte Highpolymonster sind, machen die fantastischen Texturen aus jeder Vorbeiflugszene ein Fest fürs Auge. Fürs Ohr gibt es nicht nur stimmige Musik, sondern auch eine runde Soundkulisse, jeder Fan der Serie fühlt sich sofort pudelwohl…
Was bietet denn nun das Spiel genau? In erster Linie Spaß, und das stundenlang… 5 Schiffe stehen zur Verfügung, die Freigabe erfolgt automatisch je nach Fortschritt im Spiel. Sekundärwaffen können selbst gewählt werden. Insgesamt wurde die gesamte Flotte (auf beiden Seiten) einer Komplettüberarbeitung unterzogen, dabei erhielten die Kilrathi wirklich einzigartige und oftmals asymmetrische Designs, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Bei den Missionen blieb man den bewährten Abläufen treu, neu waren Einsätze auf Planetenoberflächen. Die Geschichte wird in Filmsequenzen erzählt, dabei ist es möglich einzelne Abschnitte durch persönliche Entscheidungen zu verändern… All dies ist jedoch eigentlich nur der Zucker auf der ganzen Torte, denn Origin Systems griff tief in die Kiste der Möglichkeiten: Mark Hamil, besser bekannt als Luke Skywalker, verkörpert Christopher Blair – unser Comiccharakter bekommt endlich einen Namen (wie passend: Blue Hair = Blair…)! Und er kommt nicht allein, Tom Wilson, John Rhys-Davies, Ginger Lynn Allen, Malcolm McDowell and Jason Bernard sind nur einige der Schauspieler, die mit Hilfe der green-screen Technologie auf die Bildschirme gebannt werden. Dabei wirkt nichts hölzern oder gar unmotiviert, vielmehr erkennt man schnell, dass jeder der Beteiligten seinen Job mit viel Spaß, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit erfüllt hat. Übrigens – die Kilrathi wurden durch Schauspieler in „Puppenkostümen“ ersetzt, das Design weiß durchaus zu gefallen und dank der Größe der Gestalten (und der Soundtechnik) wirken die Katzen nun wirklich nicht wie liebreizende Zeitgenossen! Außerdem erinnerte man sich an den ersten Teil, hier hatte man dem Spieler ein fiktionales Magazin mit auf den Weg gegeben, die „Claw Marks“. Mit den „Victory Streaks“ feierte diese Idee ihr Comeback, zusätzlichen Zucker gab es mit einem Poster und einer zusätzlichen Liste der Raumjäger, inklusive Dreiseitenrisszeichnungen…
Die (wahren) Stärken von WC III liegen wieder einmal bei der Story. Unser Held wird nach der Zerstörung der Concordia auf die Victory versetzt, einem Uraltträger unter dem Kommando von Captain Eisen. Daneben findet sich auch unser Kollege Maniac dort ein und schnell wird klar: Die Lage der Menschen ist alles andere als gut, man steht kurz vor dem unausweichlichen Ende des Krieges… Allerdings hat man noch einige Asse im Ärmel. Die Möglichkeit, in den Zwischensequenzen Gespräche unterschiedlich zu beantworten hat tatsächlich starken Einfluss auf den Spielverlauf – Motivation kontra Hoffnungslosigkeit, Vertrauen kontra Intrige – es gibt sogar eine böse Überraschung: entscheidet man sich für einen weiteren Drink an der Bar in der Messe um seinen Frust und die Trauer zu bekämpfen, so darf man sich sicher sein, das in der kommenden Mission der Alkohol zu Aussetzern innerhalb der Steuerung führen wird!
Pro: - die Storyline - die Darsteller (UND ihre Rollen) - Schiffsdesign - Interaktivität - Die Beilagen zum Spiel, „Victory Streak“ usw.
Contra: - die Rechneranforderungen für die damalige Zeit - ewige Wartezeiten zwischen den Missionen - KI der Gegner
Fazit: Ein kleiner Blick zurück… Ich sitze an der zweiten Mission, gerade eben bin ich ins Cockpit der Arrow geklettert, jetzt heißt es für mich warten – so etwa drei, vier Minuten lang. Denn so lange wird es dauern, ehe ich tatsächlich draußen im All unterwegs sein werde. SVGA wäre natürlich traumhaft, jedoch ist diese Auflösung für meinen 486er nicht drin, es sei denn ich stehe auf Diavorträge… Und selbst in der alten VGA Version ruckelt es gewaltig. Und? Egal! Selbst die „Schlieren“ in den Filmsequenzen sind mir völlig schnurz, ich will spielen, diesen Film sehen, Wing Commander ist zurück und ich bin mittendrin… Um ehrlich zu sein, Teil III war ein Meilenstein. Das Spiel zeigte auf, was tatsächlich möglich war und versetzte damit den Spieler in Staunen. Sicher, das Game hatte seine Schwächen und die lagen in den Rechnern, die gerade erst auf den Markt gekommen waren und doch… Das „Herz des Tigers“ sollte man am besten als das betrachten, was es tatsächlich ist: eine ehrliche Verbeugung einer Softwareschmiede – vor dem Spieler! Denn eben diese Spieler, diese Käufer waren der Idee eines kleinen Universums treu gefolgt und hatten im Endeffekt dafür gesorgt, dass es nicht bei einer „Idee“ blieb… Die Liebe zum Detail, die Story mit all ihren Wendungen, die Arbeit der Schauspieler (die übrigens auch bezahlt werden mussten), die Beigaben zum Spiel – all dies zeigt deutlich, das man hier mit Herz und Seele hinter der Sache stand. Es ging insgesamt wohl weniger ums reine Geschäft, als viel mehr darum eine Geschichte fortzusetzen…
Da hier ja die PC Version getestet wurde, stelle ich mal mein Review der Playstation Version rein 😁 Eigentlich für eine andere Seite geschrieben.. aber wer weiß ob die das haben wollen 😁
Ich hoffe es stört nicht, dass ich diesen Thread dadurch wieder hochhole.. aber hier gibt es eben schon ein Review zur PC Version, also passt die Konsolenfassung hier auch rein 😊
WING COMMANDER III: HEART OF THE TIGER Systeme: PC/PS Version: 1.0DE Sprache: Deutsch Erscheinungsjahr: 1994 (PC), 1996 (PS)
Wing Commander... ein Name der jedem Fan von Weltraumsimulationen ein Begriff sein sollte. In seiner bereits dritten Reinkarnation wird der Krieg zwischen Terraner und den katzenähnlichen Kilrathi zu einem Ende gebracht. Ging es in Wing Commander und Wing Commander II noch um Kämpfe um einzelne Sektoren der Galaxis kommt es im dritten Teil zum Showdown der zwischen endgültigem Sieg und totaler Niederlage entscheidet. Ich habe mir in diesem Review die Playstation Version des Titels geschnappt und die Katzenjagd für die Konsole auf Herz und Nieren untersucht.
Story: Menschen gegen Kilrathi, der dritte
Wie eingangs erwähnt handelt auch Wing Commander III um den Krieg der bereits im ersten Teil der Serie eingeführt wurde. Im Gegensatz zu den Vorgängern findet der Krieg in diesem Teil aber endgültig ein Ende, ob es ein Gutes oder schlechtes Ende ist, hängt natürlich von den Leistungen des Spielers ab. Im Grunde ist das auch schon alles was man wissen muss, wer die Vorgänger gespielt hat, wird zwar gewisse Einzelheiten besser verstehen, aber auch Neueinsteiger werden mit der Story keine großen Probleme haben. Die Story beginnt mit düsteren Vorzeichen, es sieht schlecht aus für die terranische Konföderation. Die Kilrathi haben nicht nur die TCS Concordia abgeschossen, dem Trägerschiff des Spielers aus Teil 2, sondern planen überdies auch noch den letzten vernichtenten Schlag gegen die Erde. Als Colonel Christopher Blair, womit der Spieler im übrigen das erste Mal einen Charakter mit festgelegten Namen spielt, aber ansonsten dem Piloten aus den Vorgängern entspricht, ist es nun die Aufgabe an Bord der TCS Victory ins Kilrathi Gebiet einzudringen und den Krieg zu unseren gunsten zu entscheiden bevor es die Kilrathi tun können. Die im Grunde recht einfach gehaltende Story wird mit aufwändigen Videosequenzen, teilweise sogar mit unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten, die mit echten Schauspielergrößen wie Mark Hamill (Luke Skywalker, Star Wars), Tom Wilson (Biff Tannen, Back to the Future), Malcolm McDowll (Dr. Tolian Soran, Star Trek Generations) und John Rhys-Davies (Gimli, Lord of the Rings) verfilmt wurden zwischen den zahlreichen Missionen erzählt. Durch die rund vier Stunden Videomaterial kommt das ganze Spiel mit immerhin ganzen 4 CDs daher, die vom Spieler allesamt durchgespielt werden möchten.
Grafik: Grafik bis zu den Grenzen der Playstation
Wing Commander stand schon immer dafür, die neusten Technologien für Privatpersonen bis zu den Grenzen auszureizen, das hat sich auch mit Teil 3 nicht geändert. Auch auf der Playstation wird die Messlatte bis zum absoluten Maximum hochgerissen. Auch wenn die Playstation selbst nach Wing Commander III noch ein paar Jahre die aktuelle Spielkonsole blieb, wurde die Grafik die in diesem Spiel zum Einsatz kam nur selten erreicht. Die 640x480er Auflösung der PC Version wurde natürlich auf die normalen Playstation Auflösung herunter geregelt. Leider schaffte man es trotzdem nicht, ein ruckelfreies Spiel abzuliefern. In größeren Schlachten kommt die Playstation ordentlich in Schwitzen und Ruckler sind da keine Seltenheit. Besonders bei Schlachten wo Großkampfschiffe, wie zum Beispiel das eigene Trägerschiff, involviert sind, sollte man etwas Geduld mitbringen. Auch wenn Jäger einem direkt vor der Nase herum fliegen und daher extrem detailreich sind, kommt es zum einen oder anderen Ruckler. Das trübt etwas den Spielspaß, fast zwei Jahre nach dem PC Release konnte man mit Sicherheit mit einer etwas besseren Portierung rechnen, aber trotzdem sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man grafisch hier für Playstation Verhältnisse einen absoluten Spitzentitel präsentiert bekommt. Auch während der Mission gibt es ein kleines Videofenster für Kommunikationsnachrichten und ähnlichem, wurde dieses in der PC Version noch grün eingefärbt, erstrahlen diese Videos in der Playstation Version in sämtlichen Farben, die von der Qualität sogar den PC übertreffen. Allgemein muss der PC bei den Videos vor der Playstation kapitulieren. Aufgrund der höheren Kapazität der Playstation CDs im Gegensatz zu den damaligen CD-ROMs flimmern die Videos in deutlich besserer Qualität über den Bildschirm und man fühlt sich tatsächlich wie in einem Film. Die hohe Videoqualität wurde auf dem PC erst mit dem Wing Commander III Rerelease in der Kilrathi Saga erreicht. Was allerdings selbst die Kilrathi Saga nicht beinhaltete sind mehrere zusätzliche Videos wie Nachrichtenberichte über den Kriegsverlauf, die den Spieler auch mit mehr oder weniger wichtigen Hintergrundinfos versorgen, dazu aber beitragen noch tiefer in die Kriegsstimmung einzutauchen. Darüber hinaus enthält die Playstation Version sogar ein Storykritisches Video, was die Gründe einer Aktion eines Charakters aufklärt.
Sound: Hilfe, es knallt überall
Beim Sound macht Wing Commander III auf der Playstation einen deutlichen Schritt nach vorn. Es knallt und rummst überall und die Musik hört man in die dagewesener Qualität. Hier gibt es wahrlich nicht viel zu meckern, außer dass die insgesamt drei Lautstärkeregler individuell nachjustiert werden müssen, da die Stimmen teilweise im Feuergefecht untergehen oder die Musik stellenweise total untergeht. Wer es allerdings sowieso nicht mit dem Zuhören hat, kann sich sowohl für die Videosequenzen als auch für die Dialoge während der Mission ganz bequem Untertitel einblenden lassen. Positiv fällt auf, dass sämtliche Sprache im Spiel auch auf gutem Deutsch erklingt. Natürlich klingen die Synchronstimmen nicht immer ganz überzeugend und auch von kleineren Übersetzungsfehlern bleibt das Spiel nicht verschont. Aber im Grunde gab es hier auch auf der Playstation eine solide Arbeit, wo man sich sogar die Mühe machte, ein paar Synchrofehler des PC Originals auszubügeln. Die Fehler die dennoch existieren, stören aber nicht wirklich und sollten dem Spielspaß keinen wirklichen Abbruch tun.
Steuerung: Ahhh.. soviele Knöpfe!
Ja, weiß die Konsolenfassung in Grafik und Sound durchaus zu überzeugen gilt das nicht wirklich für die Steuerung. Fällt der PC durch eine recht harmonische Tastatursteuerung auf, braucht man auf der Konsole durchaus gewisse Einarbeitungszeit bevor man wirklich unkompliziert den Kilrathi das Fürchten lehrt. Man hat tatsächlich versucht sämtliche Befehle vom PC auf die Playstation zu bringen. So muss man für manche Befehle ganze drei Knöpfe auf einmal drücken (zwei Schultertasten und eine weitere) um einen bestimmten Befehl auszulösen. Manche Befehle sind auch leicht ungünstig gelegt, wo man sich vor allem im späteren Verlauf des Spiels tatsächlich ab und zu die Finger verknotet. Zwar wird die Steuerung im Handbuch gut dokumentiert, aber eine Funktion zur eigenen Konfiguration fehlt leider und wäre vor allem bei der großen Anzahl an Befehlen durchaus wünschenswert gewesen. Hier hat man leider auch von den Mängeln der PC Version nicht gelernt, da dort dieses Problem ebenfalls existiert. Eine Unterstützung für die Rumble Funktion eines DualShock(2) Controllers gibt es zusätzlich leider nicht.
Gameplay: Der totale Krieg... oder ein Durchmarsch
Beim Gameplay setzt man auf altbewährtes, man fliegt raus, klappert die Navigationspunkte ab und vernichtet alles auf dem Weg. Das ist im Grunde alles was man wissen muss. Natürlich muss man auch mal eigene Schiffe wie Frachter oder Großkampfschiffe beschützen, aber im Grunde lautet die Devise doch nur alles feindliche auszulöschen. Klingt eintönig und im Grunde ist es das auch, da sich nur die Gegner ändern und nur manchmal eben sowas wie Zeitdruck dazu kommt. Aber die spannend inszinierte Story treibt einen trotzdem so weit, dass man jede Mission anspielt. Und durch verschiedene Missionszweige lohnt es sich sogar das Spiel mal öfters zu beginnen und manche Missionen mit Absicht zu verlieren, da auf anderen Pfaden die Missionen teilweise doch abweichen. Zum Beispiel wo man den Gegner aufscheuchen msus und man einem Feindraumer sogar die Gelegenheit geben muss zu entkommen um die Kilrathi in eine größere Falle tappen zu lassen. Eine größere Änderung bei den Missionen gibt es auf der Playstation dann doch, die Missionen auf Planeten aus der PC Version wurden in der Playstation Version gestrichen und durch entsprechende CGI-Videos ausgetauscht. Ob es ein großer Verlust ist, bleibt jedem selbst überlassen. Wer die PC Version kennt, weiß dass die Missionen auf Planeten nicht besonders spektakulär waren und die CGI-Videos somit deutlich actionreicher sind als die Missionen im Spiel wirklich waren. Für Herausforderung ist in diesem Spiel durch die zahlreichen Schwierigkeitsgrade gesorgt, die allesamt die Schadenswerte und das KI Verhalten ändern. Anfänger sollten so selbst auf der einfachsten Stufe keine großen Probleme mit dem Spiel haben. Und selbst wenn, dann lässt sich jederzeit die Unverwundbarkeit hinzuschalten. Absolute Profipiloten bleiben natürlich sterblich und stellen auf die höchste Stufe und erleben dann gemäß des Schwierigkeitsnamen einen "Alptraum", die Gegner sind nahezu perfekt und als Spieler erlebt man auf dieser Weise wie hart so ein Weltraumkrieg wirklich ist. Die höheren Schwierigkeitsgrade kann ich nur den Leuten empfehlen, die perfekt mit ihrer Steuerung umgehen können. Allerdings lässt sich jederzeit im Spiel der Schwierigkeitsgrad ändern, selbst ein Wechsel während der Mission ist möglich. Die Standardeinstellung ist der mittlere Schwierigkeitsgrad der im Grunde schon recht gut ausbalanciert ist, Anfänger aber doch den einen oder anderen Frustmoment bescheren wird. Neben dem Storymodus gibt es darüber hinaus auch noch mehrere Simulatormissionen die unterschiedliche Herausforderungen bieten. Neben Basismissionen wie einem Tutorial kann man auch in einen Spießrutenlauf einsteigen und sämtliche Kilrathi vom leichten Jäger bis zum Schlachtschiff das Fürchten lehren. Die Schiffsauswahl ist jedoch sowohl im Story- als auch Simulatormodus auf terranische Schiffe beschränkt. Insgesamt habt ihr die Auswahl zwischen 5 Vehikeln, vom leichten Aufklärer bis zum schweren Bomber oder gar Tarnjäger. Diesen könnt ihr neben den festgelegten Primärwaffen auch mit insgesamt sechs verschiedenen Raketentypen ausstatten, von der ungelenkten Rakete bis zum schweren Torpedo. Natürlich lässt sich nicht alles an jedem Jäger montieren. Speichern und Laden eines Spielstandes geht auch ganz bequem zwischen den Einsätzen, ein Speichern während einer Mission ist hingegen nicht möglich. In Sachen Ladegeschwindigkeit könnte das Spiel hingegen etwas schneller sein, es dauert durchaus seine Zeit bis eine Mission geladen wurde, es bleibt zwar im erträglichen Maße, aber für ungeduldige Spieler ist das nichts. Immerhin bleibt einem dadurch das Nachladen während der Mission zum Glück erspart, ist eine Mission eingeladen kann man sie also ohne Pause auch zu Ende spielen. Die Atmosphäre in diesem Spiel ist soweit gelungen, durch die Videosequenzen kommt sofort Stimmung auf und man fühlt sich wie in einem Weltraumepos. Durch die Nachrichtenbeiträge kommt auch das Gefühl auf, dass sich der Krieg nicht nur bei unserem Schiff abspielt, sondern eben auch in vielen anderen Systemen. Der einzige Atmosphärenkiller ist mit Sicherheit das fehlende Cockpit, konnte man auf dem PC noch alle Amaturen und so weiter sehen, bleibt auf der Playstation nur das HUD ohne irgendwelche Cockpitinstrumente übrig. Eine Umsetzung dessen wäre mit Sicherheit möglich gewesen, darauf hat man allerdings verzichtet. Größere Bugs gibt es in dem Spiel nicht, im Gegenteil, gegenüber der ohnehin recht fehlerfreien PC-Version wurden kleinere Fehler in den Missionen, die teilweise gar das erfolgreiche Beenden einer Mission verhinderten, ausgemerzt. Fehler die einem zur ungewollten Missionsaufgabe zwingen gehören damit der Vergangenheit an. Sämtliche von mir gespielten Missionen blieben bugfrei, kleinere Bugs gibt es hingegen bei den Kommunikationsnachrichten wo die Feinde teilweise falsche Antworten liefern bzw. Todesvideos sieht, während man gerade angegriffen wird. Auch bei der Musik gibt es den einen oder anderen Fehler, in der Regel ertönt die Score Musik beim Abschuss eines Gegners, manchmal ertönt dieser jedoch nicht und die Musik hört einfach auf und setzt dann nach kurzer Zeit wieder fort. Dies sind allerdings alles Fehler die nicht auf dem PC vorkamen und offenbar in diesem Fall fehler in den entsprechenden Verbesserungen sind. Aber wirklich störendes ist zum Glück trotzdem nicht dabei, weswegen man ohne Probleme das Spiel genießen kann. Alle Hobby-Piloten die auch gerne mit Ihren Freunden fliegen möchten, muss ich an dieser Stelle jedoch auch die traurige Mitteilung machen, auf einen Multiplayer Modus in Splitscreen Form wird leider verzichtet. In diesem Spiel haben nur Einzelpiloten eine Chance, schade. Vor allem der Simulator hätte dafür zahlreiche Möglichkeiten für Coop- und Deathmatchmissionen geboten.
Sonstiges
Während die PC Version bekanntlich mit allerlei Extras wie zusätzliche Begleitdokumente zum Spiel und teilweise gar einer Making Of Bonus CD ausgeliefert wurde, hält sich die Playstation Version sehr einfach. Im Grunde gibt es nur die CD-Hülle, die alle 4 Spiel CDs beinhaltet und zusätzlich ein Handbuch. Das ist alles, normaler Playstation Standard eben. Sammlerfreaks sind hier also definitiv falsch. Während die PC Version im Rahmen der EA Classics allerdings neu aufgelegt wurde und so weiterhin sogar manchmal in Elektrofachmärkten noch zu finden ist, gibt es keine Neuauflage der Playstation Version und man muss sie auf Flohmärkten oder bekannten Online Auktionshäusern suchen. Lauffähig ist die Playstation Version natürlich auf jeder erdenklichen Playstation, PSOne und Playstation 2 Konsole, sogar auf einem Playstation Emulator lässt sich Wing Commander III gut auf dem PC spielen, sogar besser als es lange Zeit mit der PC Version per DosBox möglich war. Nur ist die Steuerung eben auch gegenüber dem PC deutlich anders. Aber Wing Commander III für Playstation auf heutigen PCs zum laufen zu bekommen sollte dagegen kein großes Problem darstellen, am bequemsten ist es natürlich selbst eine Playstation sein Eigen zu nennen. Patches gibt es für das Spiel natürlich nicht.
Testsysteme: Sony Playstation 2 SCPH-30004R mit DualShock2 Controller Sony Playstation 2 SCPH-39004R mit DualShock2 Controller ePSXe Emulator 1.7.0 auf AMD Athlon64 4000+, 2 GB DDR2-RAM, ATI Radeon X1950 Pro AGP 512, Windows Vista Ultimate SP1
Zusammenfassung: Pro: + Spannende Präsentation + Hochqualitive Videos & Sound + Mehrere Missionspfade + Mehr Videos als auf dem PC + Komplett deutsche Synchronisation + Viele Schwierigkeitsgrade, für jeden ist etwas dabei
Kontra: - Etwas eintöniges Missionsdesign - Recht lange Ladezeiten - Ruckler im Nahkampf und bei Massenschlachten - Kleinere Fehler in der Musik und bei den Kommunikationsnachrichten - Recht komplexe und vor allem unkonfigurierbare Steuerung - Kein Multiplayer
Fazit
Wing Commander III ist auch auf der Konsole ein tolles Spiel, was die Konsole bis zum äußersten ausreizt. Die Entwickler sind bei diesem Vorhaben jedoch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die Grafik ist super, keine Frage, aber mehrere Ruckler stören das Spielvergnügen doch etwas. Das hätte wahrlich nicht sein müssen wie auch die recht komplexe Steuerung die zu allem überfluss auch noch unkonfigurierbar ist. Dennoch ist es für mein Empfinden die beste deutsche Version von Wing Commander III die irgendwie erhältlich ist. Die Qualität der Videos und des Sounds ist besser als auf dem PC und vor allem gibt es hier einfach etwas mehr Story und Videos zu sehen. Deutsche Wing Commander sollten sich von der Steuerung nicht abschrecken lassen und dieser Version wirklich eine Chance geben wenn sie irgendwo erhältlich ist. Per Playstation Emulatoren ist sie auch ohne weiteres in heutigen Zeiten auf dem PC mit modernen Systemen spielbar, was mit der PC Version selbst heute ab und zu noch ein Problem ist. Die Grafik ist natürlich nicht ganz so schön, wie in der DOS Version, aber das Spiel ist trotzdem einfach besser.
Hab letztens auch noch einen schönen Test von WC3 gefunden. Die gute alte Powerplay... als die Leser noch geduzt wurden.
Hier ist noch der Testbericht der ´PC Player`vom Ferbuar 1995 grade noch so entdeckt
Wollte bloss ma fragen , ob villeicht jemand weiss ob es zu der sogenannten Premiere Edition von WC3 irgendwelche Änderungen im Spiel gibt 😕 ...sei es wie bei der Playstation Variante die TCN Videos zB ... oder ist es bloss das ganz normale WC3 ..bloss mit einigen Extra´s in der Box ?? wäre cool wenn das jemand weiss ...denn ich würd mir gern bei Ebay das Ding besorgen :yes: ...(auch wenn es bloss wegen der Verpackung sein sollte) 😉
Street Star schrieb: Wollte bloss ma fragen , ob villeicht jemand weiss ob es zu der sogenannten Premiere Edition von WC3 irgendwelche Änderungen im Spiel gibt 😕Noch mehr Frauen, meinst du? 😉 Ich kenne leider keinen, der sie besitzt. Wenn du sie noch zu einem vernünftigen Preis bekommen kannst, dann schlag zu. Ein echtes Sammlerstück!
Ja Danke dir ...hoffe sowas is noch zu finden... ich werd aber auch nur Maximal 150 euro investieren 500 euro zB wäre ja schon zu krass .....hehe ja noch mehr Frauen ...spass macht es ja Flugverbot zu erteilen oder die Mechanikerin zur verzweiflung bringen ...wenn man sich jedesmal das Arsenal und Schiffe selber auswählt oder das Schiff im schrottreifen zustand zurückbringt...aber die nervt mich ehrlich gesagt voll .. ``ziemlich heisser flugstill`` ...die alte Pornosau 😁
Street Star schrieb: Wollte bloss ma fragen , ob villeicht jemand weiss ob es zu der sogenannten Premiere Edition von WC3 irgendwelche Änderungen im Spiel gibt 😕 ...sei es wie bei der Playstation Variante die TCN Videos zB ... oder ist es bloss das ganz normale WC3 ..bloss mit einigen Extra´s in der Box ?? wäre cool wenn das jemand weiss ...denn ich würd mir gern bei Ebay das Ding besorgen :yes: ...(auch wenn es bloss wegen der Verpackung sein sollte) 😉
Am Game selbst wurde meines Erachtens nichts verändert. Die "Filmdose" wurde rund 2000 mal verkauft, laut Aussagen von den Jungs des CIC hauptsächlich in EA Stores. Neben dem Game ist wohl eine Ausgabe des Buchs "Fleet Action" (?), ein Kalender mit WC3 Motiv, ein WC3 Poster (war auch in der normalen Version enthalten), die "Warbirds" - Liste (auch im normalen Pack drin) sowie eine extra CD-ROM mit diversen Filmschnipsel, etwa Interviews mit den Darstellern, den Machern etc.pp.
Ich hatte mal die Filmdose, habe sie aber wieder über Ebay verkauft. Es lohnt nicht. Das Making-of gibt es hier zum Download (in der Dose auf Video-Kassette), ein Buch war nicht drin (soweit ich mich erinnere) und der Kalender war nicht so toll. Außerdem lag, glaube ich, noch ein T-Shirt mit WC3-Bild bei. Die Dose nahm nur Platz weg. Mir sind die Pappschachteln (mit Inhalt 😁), die Romane und die Lösungsbücher der Wing-Commander-Spiele viel wichtiger.
Anton
Ok hier noch der Testbericht der Playstation Variante ....die niedrige Testwertung kann ich allerdings nicht nachvollziehn ... denke mal das die mit der Steuerung nicht klargekommen sind
Die Steuerung ist tatsächlich nicht gerade einfach zu meistern - könnte aber auch schlimmer sein. 😉
Kaufe Dir besser die Kilrathi-Saga. Du wirst überrascht sein wie schön die sich spielen lässt. 😉
Ich habs. Trotzdem: was ist schöner als Wing Commander III/IV unterwegs auf der PSP zu zocken? 😉
Tolwyn schrieb: Ich habs. Trotzdem: was ist schöner als Wing Commander III/IV unterwegs auf der PSP zu zocken? 😉Mit dem Wing Commander 3-T-Shirt herumzulaufen, dass bei der Premiere Edition dabei ist! 😉 Die Filmbüchse würde ich mir jedenfalls sofort ins Regal stellen.
so wie Boris Schneider im PC Player Testvideo? ^^
Wenn wir gerade davon sprechen..was haltet ihr von diesen hier? 😉
Das Video startet bei mir leider nicht... :rolleyes:
Was haste den für ne Leitung? von Anno 1994?? :lol:
Giga? Die gibts noch oder ist der Bericht schon älter? Schade das nur die Offiziellen Teile erwähnt werden ^_^
Obs Giga noch gibt..vermag ich nicht zu sagen. Aber das Video ist aus dem Jahre 2008. :o Warum die WC-SAGA nicht erwähnt haben finde ich auch nicht in Ordnung. Aber Hauptsache den schlechten Film..und Arena was den Namen Wing Commander gar nicht verdient hat. 😊
Catkiller schrieb: Was haste den für ne Leitung? von Anno 1994?? :lol:Anscheinend. Hab das Problem ab und zu. Giga sendet schon eine ganze Weile nicht mehr.
@ Deathsnake:
Nein, nach dem Video mit Bobo Schneider will ich das T-Shirt auch nicht mehr haben... Höchstens die selige PC-Player wieder zurück! :(
Jup, das Duo Lenhardt und Schneider ist bis heute immernoch unübertroffen. Schau dir doch nur mal das WC3 video an. Welches Magazin würde es denn heute noch wagen negatives über ein WC3 zu sagen. Langer zerreißt es ja praktisch und hat mit all seinen Kritikpunkten auch noch recht =) Wenn du heut sowas mit nem EA game machen würdest bekämst von denen keine testmuster mehr 😉
Auch die Power Play hatte (siehe Test) ja angeprangert, dass es an Missionen eigentlich nichts neues gäbe und dass der Genozid an den Kilrathi am Ende völlig daneben war. Die Hardwareanforderungen wurden ja, glaube ich, überall bemeckert.
Die Testphilosophie hat sich ganz gewaltig geändert. Wie könnte es sonst sein, dass EAs jährliche Fortsetzungskonserven, trotz allem Gezeter, nie schlecht bewertet werden? Gerade da tat sich doch vor allem die Gamestar (eigentlich Kind der Power Play und der PC Player) immer besonders negativ hervor. Die vergaben ja bereits für ein Gothik 3 im ersten Test eine vorauseilende Top-Zweitnote, für den Fall, dass der angekündigte Patch dieses und jenes beheben würde! Dummdreister und albernder ging es wirklich nicht mehr.
Wenn ich überhaupt noch Spieletests lese, dann allenfalls bei 4players. Nur dort traut man sich anscheinend, schlechte oder auch verbuggte Produkte konsequent abzustrafen. Dort gibt´s auch keinerlei Nachtests, sondern die Spiele werden so bewertet, wie sie im Laden zu kaufen sind. Manchmal wünsche ich mir ja ein großes Comeback von Bobo Schneider und Heini Lenhardt; doch wer weiß schon, wie sehr die beiden inzwischen bereits von der Großindustrie "verdorben" wurden und noch als Tester taugen...
Die Tests von www.4players.de sind zwar nicht schlecht, in manchen Bereichen aber auch nicht ganz objektiv.
Ich bin großer Fan von Fußball-Games, PES hat in den letzten Jahren regelmäßig Traumwertungen bekommen, obwohl die Entwicklung der Serie nachweislich seit Jahren einen Abwärtstrend genommen hat. Aber Konkurrent FIFA kommt von EA und ist deshalb von vornherein schon mal schlecht. Es hat eine Weile gedauert, bis man dieses Jahr erstmals PES abgewertet hat.
Wertungen in Zeitschriften sind für mich nur Orientierung, man muss ein Spiel selbst ausprobiert haben!
Boris Schneider-Johne und Heinrich Lenhardt machen mit ein paar Leuten regelmäßig einen Podcast (http://www.lenhardt.net/), der geht zwar auch auf aktuelle Entwicklungen ein, ist aber teilweise etwas zu sehr rückwärts gewandt.
Anton
antonrumata schrieb: Entwicklung der Serie nachweislich seit Jahren einen Abwärtstrend genommen hat. Aber Konkurrent FIFA kommt von EA und ist deshalb von vornherein schon mal schlecht. Es hat eine Weile gedauert, bis man dieses Jahr erstmals PES abgewertet hat.
Na ja, auch das ist natürlich eine subjektive Aussage. 😉 Aber stimmt, diesen Vorwurf hab ich in den Foren dort auch schon öfter gelesen. Grundsätzlich sollte man solche Wertungen nie zu ernst nehmen. Meistens ist es deshalb auch sehr hilfreich, vor dem Kauf die entsprechenden Kommentare zu lesen. Spielspaß ist stets nur eine persönliche Erfahrungen und lässt sich sowieso nicht in Prozentwertungen formulieren. Vor allem gibts es auch keine Prozentwertung ohne den Vergleich bzw. den Rückgriff auf vorangegangene Wertungen...
Arrow"]Ich besitze sie.. glaube sogar zwei, wobei bei einer die Papp-Box etwas demoliert ist.
Ich besitze Sie auch!
Eine davon habe ich vor geraumer Zeit mal hier verlost! 😊
btw: Hier werden sowohl Privateer als auch Wing Commander und Freespace erwähnt.
http://www.pcgameshardware.de/aid,69139 ... le/Wissen/
Gruß Aginor
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