Topic-icon Science Fiction vs Realität vs Spiel

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13 Jahre 4 Wochen her - 13 Jahre 4 Wochen her #8132 von Whittaker
Wie sehr schwebt ihr zwischen den Welten der Realität, des Sience Fiction an sich oder des generellen Spiels (z.B. Wing Commander)

Trauert ihr dem Spielende schon im voraus nach

"Ich bin Maniac, natürlich ist alles in Ordnung !!" zitat: Todd 'Maniac' Marshall
Letzte Änderung: 13 Jahre 4 Wochen her von Whittaker.

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13 Jahre 3 Wochen her #8137 von Koractu
Erstmal zur Gegenüberstellung Realität<->Science Fiction:
Ich oute mich mal als Träumer - ich stell mir gerne mal vor, wie es wäre, wenn es diverseste Erfindungen gäbe, vom Raumflug für jedermann bis hin zu Terraforming und ähnliches. Ich verfolge auch gerne mit Erstaunen welche erstaunlichen Fortschritte die Forschung manchmal macht, etwa das zufällige Entdecken von künstlicher Schwerkraft(zwar in einem kleineren Maßsstab als in einem Raumschiff - aber alles fängt klein an).

Bei Spielen tauche ich meist ziemlich ab, wenn auch nie ganz. Ich versuche mich in die Rolle des Charakters zu versetzen und liebe es Entscheidungen zu treffen, die sich sehr reel auswirken im Verlauf des Spiels(was ich an Prophecy sehr vermisst habe).
Das Ende eines Spiels ist bei mir meist ein getrübter Höhepunkt des Spiels - denn meist find ich Endtros viel zu kurz und viel zu offen und frage mich ob es in einem vernünftigen Verhältnis zur Spielzeit steht.

"Selbst die schönste Blüte vergeht im Angesicht des Todes."

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13 Jahre 3 Wochen her #8139 von Deacan
...einfach abschalten geht nicht, warum? Da habe ich keine Ahnung!"

Ich denke mal, das ich gerade als "Hobbyautor" eine recht enge Beziehung zu SciFi habe, als Träumer würde ich mich zwar nicht bezeichnen, aber als "Fantast"... ja, das trifft es wohl am besten. Ich gebe es mal zu: während der Phasen der Schreiberei rede ich oft mit mir selbst, "schlüpfe" in die einzelnen Rollen, überlege ob Reaktionen und Aktionen angemessen sind. Auch versuche ich so viel als möglich im Hintergrund zu erklären, was sich in der Arbeit für die Wiki widerspiegelt...

Aber... wenn ich träumen würde, dann nicht allzu unrealistisch. Die Schiffe aus der ersten Phase vom Spiel "Nexus - the Jupiter Incedent" kämen als Handlungsort in Frage...

Was ich gerne einmal erleben würde... am Jupiter vorbeifliegen und seinen "Klängen" lauschen...

There is something under my wing - and it's not friendly!

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13 Jahre 3 Wochen her #8142 von Sturmvogel
Ich selbst kann von mir behaupten, dass ich wohl wirklich richtig abschalten und eintauchen kann. Solange das Spiel oder der Film läuft. Danach bin ich wieder der normale Typ von nebenan, bei dem die Damen ein und ausgehen. Äh... die vom betreuten Wohnen, meine ich. :D Auch beim schreiben gelingt es mir manchmal, darin einzutauchen. Aber nicht als Prota- oder Antagonist, sondern eher als unbeteiligter Zuschauer. So ähnlich wie die Kamera aus Experience 112. Geträumt hab ich bisher aber noch nie von Science Fiction, und ich erinnere mich immer an meine Träume.

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13 Jahre 3 Wochen her - 13 Jahre 3 Wochen her #8150 von Dark Hunter
Realität: Sagen wir mal so, mich interessiert Astronomie und Physik am Rande und ich verfolge es gern mal, wenn neue Entdeckungen und Meldungen aufkommen (sei es das aktuelle Thema CERN oder ein neues Hubble und Co. Bild mit ungeahnten Details). Wirklich vertiefen tue ich es jedoch nur selten. SciFi spielt sonst dann eben in meiner Freizeitgestaltung eine Rolle und darin, dass ich mich manchmal hinsetze und statt PC Spielens, Lesens, selber eine Geschichte schreibe (meistens jedoch ist meine Idee zu umfangreich und meine Zeit zu knapp, um sie ganz zu beenden, sprich bislang ist kein komplettes Buch fertig geworden).

Spiel: Nun, hm WC, TF, XW, XWA, X, X2, Darstar One, Freelancer und co. können mich lange fesseln, ebenso wie einige schrullige SciFi Adventure (Beneath a Steel Sky,...) und manch andres, insbesondere die UFO Reihe in alter Manier (also bis Apocalypse, die neueren kenne ich nicht so).

Fiktion: Nun, von meinen bescheidenen Versuchen abgesehen, konsumiere ich hauptsächlich SciFi richtiger Autoren. Hab eine Menge an SW Material, wobei mein Interesse da inzwischen nachgelassen hat (ich mag bestimmte Entwicklungen innerhalb der Fiktion nicht). Dann lese ich manchmal Ringworld, seit kurzem bin ich auf Charles Stross gestoßen und seine sehr fremdartigen und durchdachten Geschichten fesseln mich immer wieder. Aasimov ist nicht zu verachten und seit Kindestagen an mag ich Stanislaw Lem (war nun mal in der DDR die gängige Antwort auf Aasimov und ST). An Filmen mag ich viele SciFi Streifen von sehr unterschiedlicher Art (von Space 2001 bis SW ist da vieles dazwischen), ebenso an Serien (insbesondere B5 und die neuen BSGs, aber auch so alte Dinge wie UFO).

Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch. (Orson Welles)
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13 Jahre 3 Wochen her #8176 von gevatter Lars
Ich liebe SF. Ich kann es nicht ganz richtig beschreiben wieso aber dieses "Was wäre wenn" hat mich irgendwie immer faziniert. Auch Geschichten über alternative Verläufe in der Zeit find ich interessant. So bin ich letztens über ein interessanten Artikel gestoßen nach dem man herrausgefunden hat das vor 1600 Jahren schon mal jemand in Ägypten die Dampfmaschine erfunden hat...bloß wuste sie damit nichts gescheites an zu fangen oder zumindest exestieren darüber keine Aufzeichnungen.
Was wäre wenn die schon die Eisenbahn erfunden hätten?
Das ist für mich auch irgendwo SF, also nicht nur pur Zukunftsgeschichten sondern auch Romane die sich mit der alternativen Auswirkungen auf unsere heutige Zeit beschäftigen sind für mich SF.

Was SF vs Realtität angeht. Ich tauche je nach qualität des Buches, Films oder Spiels teilweise recht tief in die Materie ein. Wenn die Geschichte gut ist fühle ich schon irgendwo mit den Charakteren oder gehe bei aktionszenen mit. Wirklich gute Dinge regen mich am Ende auch mal an über den Inhalt nach zu denken. "Was wäre wenn", "Sieht man Sachen ähnlich", "Kann ich diese Denkweise auch real verwenden?"....solche Fragen kommen mir dann schon mal.
Aber wie gesagt das ist eine Sache der Story und Qualität. Ein unterhalterhaltender Film, Buch, Spiel haben nicht die Absicht tiefgründig zu sein wären dann ein, ich greif mal nen Namen aus der Luft, Assimov schon ganz andere Ansprüche stellt. Das es auch anders, bzw. beides gleichzeitig geht hat mir letztens eine Anime-Serie gezeigt.

Ich hat eine Serie mit Mechas, netten effekten und flacher Story um Heldentum erwartet. Ich wurde überrascht als es allmählich mehr darum ging was für ein Sinn Krieg überhaupt macht. Was eigentlich mit denen passiert die den Krieg gar nicht angezellt haben und auf einmal doch mitten drin sind. Fast jeder Charakter hatte sein eigenen Konflikt innerhalb des großen Konflikts. In der zweiten Staffel geht es um die Nachkriegzeit und wie schnell doch wieder ein Krieg ausbricht und wie Leute die eigentlich den Frieden predigen in Wirklichkeit selber ihre dunklen Pläne verfolgen. Das ganze findet sich gepaart mit den üblichen Animeklisches.
Ich mochte diesen Mix.

Um aber wieder aufs Thema zu kommen.
Für jemanden der schon kurz nach der Geburt seine erste StarTrek Folge gesehen hat, ich hab gleichzeitig mit ST Geburtstag aber in einem anderen Jahr, gibts wohl keinen Weg um SF herrum ^_^
Träumen tuh ich auch gerne von SF Geschichten. In der Beziehung bin ich irgendwie immer noch ein kleiner Junge und geh mit auf Abenteuer oder Träume davon das meine Anwesenheit in einer bestimmten Situation irgendwas ausgemacht hätte...wobei da sind meine Träume mit der Zeit immer mehr der realtität gewichen. Es tendiert immer mehr dahin das ich kein Überwesen mehr bin...aber ist das schöne am Träumen nicht gerade das man alles machen kann ? ^_^
So nu aber genug geträumt!

In der realen Welt interessiere ich mich für die verschiedenstens Wissenschaften, bzw was in der Welt der Wissenschaft so vor sich geht. Deswegen lese ich auch gerne, was ein Kollege von mir mal korrekt als "Die Bild der Wissenschaft" bezeichnet hat, die P.M.
Es ist interessant was die so alles so finden. So erfuhr ich letztens gerade von dem größten Diamanten den man je entdeckt hat...er ist ca. 4000km im Durchmesser und befindet sich grob über Australien...ins 8 Lj entfernung ^_^
Also wenn das nicht Stoff ist aus dem SF gemacht wird!
Überhaupt gibts es so viele kleine und große Entdeckungen die alle schon SF schreien das ich mich ab und an frage wie einige Leute sich so dagegen abschotten können und das alles als Humbug darstellen.
Das wäre als wenn man jetzt noch behauptet die Erde ist ne Scheibe, ok im 2D Raum wäre sie es, nur weil man gerade nicht die Zeit oder Vorstellungskraft hat.
Das erinnert mich an den Witz mit dem Mathematiker..."ich definiere ich bin draußen, also ist der Löwe im Käfig!"
Wie auch immer, zum Thema Physik fällt mir noch Stephen Baxter ein. Irgendjemand einen seiner Xeelee Zyklus Romane gelesen? Seine späteren Romane waren, finde ich, nicht so gut. Er ist ein guter Techniker/Mathematiker und kann einem mit seinen Ideen die Gehirnwindungen verdrehen aber er kann einfach keine simpatischen Charaktere schreiben.

Was lustiges zum Thema imaginäre Welt und realität hatte ich letztens mit nem Kumpel.
Es ging darum das wir ein multiplayer Spiel suchten das wir im Freundeskreis spielen können. Nun jeder hat seine Vorlieben aber das lustigeste ist mein einer Freund.
Es ging um das Thema shooter. Counterstrike läuft mit einer recht geringen Hardware anforderung und fast alle haben es bereits. Allerdings nicht mein Freund, er meinte das findet er nicht so gut das man auf Menschen schießt. Sagten wir, ok ist akzeptabel wenn er das nicht mag. Also fragten wir ob ein shooter mit Aliens den ok wäre. Aliens ja aber nur solange sie nicht Menschenähnlich sind.
Da schauten mein anderer Freund und ich uns schon etwas verzweifelt an. Daraufhin meinte ich wieso er denn so ein Problem hat? Ich meine er spielt ja auch Rollenspiele und schnäzelt dort Orks im Sekundentakt.
Daraufhin meinte er "Das sind ja nur Phantasiewesen, das ist ok. Aliens könnte es ja wirklich geben!"
Mir ist da nichts mehr eingefallen...für mich sind das alles nur Pixel aufm Bildschirm.

Was ich gerne einmal erleben würde... am Jupiter vorbeifliegen und seinen "Klängen" lauschen...


Ärger ist wie ein Schaukelstuhl - er hält dich in Bewegung aber Du kommst nirgendwo hin.

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13 Jahre 3 Wochen her - 13 Jahre 3 Wochen her #8201 von antonrumata
Ich hatte einmal als Kind (es war wahrscheinlich bei einer Operation, so ganz genau weiß ich das nicht mehr) einen ganz bunten und verrückten Traum. In ihm bin ich in einem Raumschiff mitgeflogen. Heute kann ich mich nur noch an einige ganz kurze Sequenzen daraus erinnern. Eine große Sehnsucht nach neuen Welten und eine Fortsetzung dieses Erlebnisses ist immer geblieben.

Als Jugendlicher habe ich ganz kühl analysiert, dass es mit meinem Traum "Kosmonaut" wohl doch nichts wird. :D Um den Sternen näher zu kommen, bin ich in eine Arbeitsgemeinschaft Astronomie eingetreten und habe regelmäßig seit der 9. Klasse jede Woche die Sternwarte in Görlitz besucht.
Meine Begeisterung für die Sterne, die Raumfahrt und die wissenschaftliche Phantastik (so hieß Sci-Fi in der DDR) hat mich sogar dazu bewogen, Vorträge an der Sternwarte im Rahmen der Vorbereitung auf die Jugendweihe zu halten.
Mehrmals im Monat kamen Schulklassen zu uns, denen ich zusammen mit anderen von der Entwicklung der Astronomie und der Raumfahrt erzählte. Dabei stellten die Jugendlichen (ich war damals auch erst 16-17 Jahre alt) auch Fragen aus dem Bereich Sci-Fi und es gab im Anschluss an die Vorträge z.T. richtig angeregte Diskussionsrunden.

Mein Hobby beeinflusste meinen Berufswunsch, ich wollte Lehrer für Physik und Astronomie werden. Leider wurde Astronomie nach der Wende in den Hintergrund verdrängt, ich musste Mathematik als Zweitfach wählen, habe trotzdem Astronomie als drittes Fach zusätzlich studiert und auch dort die Prüfungen ablegen können. Leider habe ich jetzt beruflich nicht mehr viel mit Astronomie zu tun. Als Hobby betreibe ich es noch, verfolge aufmerksam alle erreichbaren Publikationen, düse in Celestia (einem tollen Astro-Simulations-Programm) durchs All und lese viele Sci-Fi-Bücher.

Ich muss gestehen, dass ich mir eine Zukunft ala Wing Commander nicht wünsche. Den doch sehr vom Militärischen geprägten Ansatz vieler Sci-Fi-Bücher lehne ich ab. Ich hoffe, wir als Menschheit werden den Kosmos auf friedliche Art und Weise erforschen. Aggressive Aliens entspringen unserer eigenen verkorksten Fantasie. Die Menschheit wird nur als geeinter Verbund aller Menschen den Kosmos erforschen können. Das kann und wird nicht Aufgabe einer einzelnen Nation oder eines Verbunds einiger Staaten sein.

Ich bevorzuge den Zukunftsentwurf der Gebrüder Strugatzki. Ich hoffe, dass in einer besseren Zukunft das Handeln der Menschen vom Streben nach Wissen, tiefer Menschlichkeit und der Freude an der Arbeit geprägt ist und die Entwicklung im Gleichklang mit der Natur erfolgt. Die hauptsächliche Ausrichtung auf den Erwerb von Geld (und die ständige Sorge darum), Profitgier, Unterdrückung und grenzenlose Dummheit können wir hoffentlich irgendwann hinter uns lassen, ein Überleben der Menschheit stelle ich mir ansonsten nur schwer möglich vor.

Mir fehlt in der heutigen Zeit auch eine Vision unserer Politiker, wie es auf unserer Erde einmal weiter gehen soll. Alle schauen nur voller Angst aufs Klima, auf den Ölpreis und die Bevölkerungsentwicklung. Ich glaube, dass viele Menschen bereit wären, einige Einschnitte und Beschränkungen hin zu nehmen, wenn sie wüssten, dass es ihren Kindern und Nachkommen dafür einmal besser gehen wird.

Entschuldigt, wenn ich zum Schluss etwas politisch geworden bin. Mich beschäftigt das schon sehr lange.

Für mich gehören Sci-Fi und Realität zusammen. Es könnten Perspektiven aufgezeigt, Menschen sogar motiviert werden. Sci-Fi sollte nicht nur als Ablenkung eingesetzt werden. Die Strugatzkis haben mit manchen ihrer Bücher Diskussionen in der damaligen Sowjetunion ausgelöst und ihre Leser sehr bewegt.

Anton

Wir Menschen suchen alle nach etwas, was uns längst gefunden hat.
Letzte Änderung: 13 Jahre 3 Wochen her von antonrumata.

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13 Jahre 3 Wochen her #8203 von Koractu
Das Problem an den Politikern ist wohl, dass sie nie wirklich weit planen(ich meine nicht einen Zeitraum von 4-8 Jahren sondern etwas wie 15 bis 20 Jahre) und wenn ich mir anschaue was die Supernation USA machen will, fürchte ich dass die militärische Dominanz aus Sci-Fi Werken durchaus realistisch ist. Das hat zweierlei Gründe:
1) Der Besiedlung des Kosmos geht ein primär wirtschaftliches Interesse vorraus(mehr Land und Ressourcen)
2) Die Intoleranz gegenüber Unbekanntem und die all zu große Bereitschaft das Militär für Eroberungszwecke einzusetzen(Afghanistan, Irak und was noch so folgen wird) kann letztendlich nur dazu führen, dass das Militär der Vorreiter sein wird und sein wir mal ehrlich - bei den meisten würde es beim Kontakt mit Außerirdischen zu Gefechten kommen, bevor ein Versuch der Kommunikation erfolgt.
Ich glaube aber anders als in den meisten Sci-Fi Werken werden nicht die Aliens(sollten wir jemals so weit reisen können, dass wir auf welche treffen) die Aggressoren sein sondern wir.
Bush hat ja schon Pläne aufgestellt den Mars für die USA zu erobern(nein nicht besiedeln - erobern). Wenn das ganze mal große Maße annimmt(vermutlich nicht mehr zu unseren Lebenszeiten wenn es keine Riesensprünge in der Forschung gibt) wird der Mensch wieder sein eigener ärgster Feind sein und wir haben eine Neuaufführung des Imperialismus, mitsamt der Kriege um Besitz.

"Selbst die schönste Blüte vergeht im Angesicht des Todes."

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13 Jahre 3 Wochen her #8204 von antonrumata

Wenn das ganze mal große Maße annimmt(vermutlich nicht mehr zu unseren Lebenszeiten wenn es keine Riesensprünge in der Forschung gibt) wird der Mensch wieder sein eigener ärgster Feind sein und wir haben eine Neuaufführung des Imperialismus, mitsamt der Kriege um Besitz.

Du musst nur warten, bis das Öl ausgeht!

Anton

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13 Jahre 3 Wochen her - 13 Jahre 3 Wochen her #8205 von Dark Hunter

Ich liebe SF. Ich kann es nicht ganz richtig beschreiben wieso aber dieses "Was wäre wenn" hat mich irgendwie immer faziniert. Auch Geschichten über alternative Verläufe in der Zeit find ich interessant. So bin ich letztens über ein interessanten Artikel gestoßen nach dem man herrausgefunden hat das vor 1600 Jahren schon mal jemand in Ägypten die Dampfmaschine erfunden hat...bloß wuste sie damit nichts gescheites an zu fangen oder zumindest exestieren darüber keine Aufzeichnungen.


Doch sie wussten durchaus was damit anzufangen, sie haben dampfbetriebene Spielsachen und Tempelkrimskrams damit hergestellt. Es gibt Beschreibungen von diesen Sachen und was sie so bewirkten. Es war übrigens länger her, in Alexandria der Diadochen und der Römer, also so im 2. Jhd. v.Chr. Ist eben manchmal so, dass man zwar eine geniale Idee hat, aber dann fehlt wieder jemand anderes, der dafür die weltbewegende Anwendung findet.
Allerdings stellt sich eben auch ein wenig die Frage, ob sie damals Dampfmaschinen als Ersatz für körperliche Arbeit brauchten, bzw. diejenigen welche das erfanden, sich überhaupt um so etwas Gedanken machten. Man darf nicht vergessen, die Gebildeten und Gelehrten waren stinkreiche oder Sprösslinge der Oberschicht, welche nur selten etwas mit handwerklicher Arbeit zu tun hatten (so was war bei ihnen eigentlich sogar verpönt) und daher haben sie sich wohl nie Gedanken gemacht, ob man nicht mit manchen Dingen auch andere Betätigungsfelder bedienen kann.
Aber es gibt noch viele interessante Sachen, die antiken Zeitgenossen eigentlich bekannt waren, dennoch erst in ihrer Neuerfindung nach dem Zeitalter der Aufklärung wirklich weitgehendes Interesse und neue Anwendungen fanden (man denke an Magnetismus, der schon seit der Antike bekannt war und dennoch baute man da keinen Kompass).

Was wäre wenn die schon die Eisenbahn erfunden hätten?
Das ist für mich auch irgendwo SF, also nicht nur pur Zukunftsgeschichten sondern auch Romane die sich mit der alternativen Auswirkungen auf unsere heutige Zeit beschäftigen sind für mich SF.


Die Frage hab ich mir auch schon mal gestellt. Aber imo bin ich froh, dass sie es nicht haben, da die Menschheit damals von Humanismus weit weit entfernt war und eine skrupellose und aufstrebende Macht wie Rom mit solchen Spielereien ziemlich unangenehme Dinge getan hätte (die Bürgerkriege der Späten Republik waren auch ohne solche Supertechnik eine äußerst brutale Zeit). Die Mechanik der Zeit war recht weit entwickelt, mit einem Genie am rechten Fleck zur rechten Zeit hätte man vielleicht modern anmutende Maschinen bauen können.

An was wäre wenn hat mich ja Crimson Skies sehr fasziniert. Ist jetzt nicht so fern von uns, aber die Vorstellung der Ära des Fedoras, des Art deco, der Mobster und das mit den coolen Pilotenstorys, einfach geniale Unterhaltung.

Das es auch anders, bzw. beides gleichzeitig geht hat mir letztens eine Anime-Serie gezeigt.


Kennst du Jin-Roh? Kein SciFi aber auch was wäre wenn, wenn nämlich Japan unter deutsche Fuchtel gekommen wäre und sich dort eine Militärdiktatur eingenistet hätte. Recht blutig, aber eine ziemlich gute Story und der Soundtrack ist klasse.

Als Jugendlicher habe ich ganz kühl analysiert, dass es mit meinem Traum "Kosmonaut" wohl doch nichts wird.


Als Kind war das Idol Sigmund Jähn, aber nachdem ich dann später gesehen hab, was die da für Klos in ihren Raumschiffen haben, fand ich ein Colt für alle Fälle irgendwie angenehmer als Berufstraum.

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12 Jahre 3 Monate her - 12 Jahre 3 Monate her #10142 von amarok
Naja, das mit der Wirtschaftlichkeit kommt darauf an, wie weit man den Begriff fasst.
Wenn man bedenkt, wie stark unser Bevölkerungswachstum und der Anstieg des Bedarfs an Resourcen ist, könnten sich gewisse Projekte sogar noch zu unseren Lebzeiten rentabel erweisen.
Schon vor einem halben Jahrhundert hat Braun einen realisierbaren Entwurf eines "Weltraum-Torus" geliefert:
upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... uction.jpg
Eine große, radförmige Raumstation, deren Aussendwand zum großen Teil aus Metall und Gestein z.b. vom Mond oder kleineren Asteroiden besteht. Sie bietet Wohnraum für 20000-30000 Menschen, große Gewächsanlagen, dreht sich kontinuirlich um sich selbst und erzeugt so eine gleichmäßige Schwerkraft. Zum Mittelpunkt hin verlaufen weitere Konstruktionen in denen Produktionsvörgänge, Sonnenkollektoren und Weltraumhäfen Platz fänden.
Durch die immense Sonnenenergie könnte man mehr Strom erzeugen, als man verbraucht und unzählige Produktionsverfahren würden sich in Weltraumfabriken sehr viel leichter bewerkstelligen lassen als auf der schwerkraftbelasteten Erde. Durch ausgeklügelte Recyclingverfahren würde sich die Station fast selbst versorgen.

Sicher ist für so ein Projekt ein enormer Aufwand vonnöten. Jedoch kann man sogar das positiv sehen: Paradoxerweise sehnen wir uns in der heutigen Welt ja nach Arbeit. Vorraussetzung wäre natürlich totale internationale Zusammenarbeit.

Aber wenn man man sich mal die Geschichte ansieht, waren die großen Pyramiden für die Ägypter sicher ein ähnlich schwieriges Projekt, wie eine solche Station für uns heute. Und die haben es auch geschafft.
Letzte Änderung: 12 Jahre 3 Monate her von amarok.

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12 Jahre 3 Monate her - 12 Jahre 3 Monate her #10176 von Dark Hunter
Und wie bei fast allen Träumen aus Brauns Zeit ist nichts davon wirklich realisier- und finanzierbar. Lt. Braunscher Ideen wären wie heute schon auf dem Mars am siedeln, sind wir aber nicht.
Was bringt eine Station im All, wenn jedes Kilogramm, dass man mit heutige Technik in den Orbit bringt schlappe 10.000 $ kostet? Allein das Material für den Bau, inkl. Treibstoffs und dem Aufwand für dessen Transport hier auf der Erde abzuwickeln kostet mehr, als auf der Erde selbst genug Einfamilienhäuser für jeden Slumbewohner Mexiko-Stadts zu bauen und da leben nur um die 20 Millionen Leute. Jede größere Station im All ist absolut unrentabel, so lange es hier günstige Alternativen gibt. Selbst Neulandgewinnung an Küsten ist erheblich günstiger und praktikabler als derartige Hirngespinste von "Oasen im All" (der lebensfeindlichsten Umgebung, die es für Erdenbürger gibt).
Vom Umweltaspekt nicht mal gesprochen, das bringt eine Menge ekliger Gase in unsere Atmosphäre, bei der Menge an Raketenstarts.

Durch die immense Sonnenenergie könnte man mehr Strom erzeugen, als man verbraucht und unzählige Produktionsverfahren würden sich in Weltraumfabriken sehr viel leichter bewerkstelligen lassen als auf der schwerkraftbelasteten Erde. Durch ausgeklügelte Recyclingverfahren würde sich die Station fast selbst versorgen.


Techniken die es alle heute nicht gibt, insofern also nur Fiktion, nichts weiter. Da kann man auch sagen, wir sollten ausgeklügelte Reciclingverfahren nutzen, um den Müll auf der Erde selbst ganz zu beseitigen und Strom kann man auch heute genug hier erzeugen, mehr als wir brauchen und unsere Fabriken sind effizient genug, manches benötigt sogar eher Schwerkraft und im Übrigen sind wir Menschen nicht für Schwerelosigkeit ausgelegt und auf Dauer ist sie ungesund, ergo jedwede Langzeitarbeit dort wieder sehr inneffizient und evtl. schädlich. Mal abgesehen davon, warum sollte Schwerkraft belastend wirken, auf herkömmliche Maschinen? Die sind so gebaut, dass sie damit arbeiten können. Du meinst eher Reibungsverluste, welche aber in viel größerem Maße durch die Atmosphäre entstehen. Die ließe sich auch hier abpumpen, wenn es so viel ausmachte. Fabriken im All sind Unsinn, weil der Aufwand viel zu hoch ist, um dort Material hinauf und wieder herunter zu bringen (10.000 $ pro Kilo).

Aber wenn man man sich mal die Geschichte ansieht, waren die großen Pyramiden für die Ägypter sicher ein ähnlich schwieriges Projekt, wie eine solche Station für uns heute. Und die haben es auch geschafft.


Da musste nur ein Land mit genug Leuten ein bissel Hand anlegen und Steine aufeinander schichten. Sicher eine tolle Leistung für damalige Verhältnisse, aber rein gar nichts im Vergleich zu einer Kolonie im All von dem was du da beschreibst. Wie du schon sagst, sowas würde vielleicht gehen, wenn alle Nationen mit genug Know How und Geld zusammenarbeiten, nicht, wie bei Ägypten, nur ein Land ein bissel seine Bevölkerung etwas tun lässt, was die schon konnten. Obendrein was würde das dann bringen? Eine Kolonie für einige Tausend Leute, wo allein schon die USA an die 300 Millionen Einwohner haben? Das entspräche gerade Mal 30 bis 40 6-geschossigen Neubaublöcken im Stile Halle Neustadts und für so wenig Zeug den Aufwand betreiben? Nur ein Wort: Unrentabel!
Vom Sicherheitsaspekt sollte man auch sprechen, das Ding existiert in der tödlichsten Umgebung überhaupt, da darf es absolut keine Lecks geben, Strahlungsabschirmung sollte es auch haben, die ist außerhalb der Erdatmosphäre nicht mehr angenehm, gen Mond schon auf Lange Sicht schon krebsfördernd. Eine gute Panzerung wäre auch nett, wegen umherfliegender Staubkörner mit hoher Penetrationswirkung. Müllentsorgung und generell Versorgungsflüge ohnehin ein Problem und was Bevölkerungswachstum in einer derart begrenzten Umgebung mit sich bringt, lieber gleich alle Bewohner sterilisieren. Falls da mal eine Grippe oder etwas derartiges ausbricht, ist eine so geschlossene und kleine Umgebung toll, so wie eine Art Versuchslabor für lauter Ratten, nur mit dem Unterschied, dass man im Labor ziemlich zeitnah den armen Tieren helfen könnte, zu so einer Station muss man dann erst einmal wieder hinfliegen und das kostet ne Kleinigkeit. Stationen im All sind einfach zwecklos. Wir Menschen sind im Lauf der Evolution nun mal perfekt an die Bedingungen der Erde angepasst worden. Warum sollte man da krampfhaft an einem Ort eine anfällige Miniform bauen, wenn man doch das Original hat?
Die Erde hat noch genug Potential. Bei all den Träumereien sollte man einfach nur daran denken, wären diese Dinge wirklich so simpel, hätte man sie schon längst verwirklicht.

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